Elite: Dangerous : Auf unserem Archivbild kann David Braben noch gut lachen, jetzt muss sich der Studiochef allerdings gegenüber den Fans rechtfertigen. Die sind sauer, weil der angekündigte Offline-Modus von Elite: Dangerous nur einen Monat vor Release gestrichen wurde. Auf unserem Archivbild kann David Braben noch gut lachen, jetzt muss sich der Studiochef allerdings gegenüber den Fans rechtfertigen. Die sind sauer, weil der angekündigte Offline-Modus von Elite: Dangerous nur einen Monat vor Release gestrichen wurde.

Zum Thema Elite: Dangerous ab 24,99 € bei Amazon.de Viele Spieler schäumten und verlangten ihr Geld zurück: Die Nachricht, dass Elite: Dangerous keinen Offline-Modus erhalten wird, wurde von der Community nicht gerade mit Beifall beklatscht.

Nun hat sich Studiochef David Braben im Interview mit Eurogamer zur Situation geäußert. So sei die Entscheidung nicht leicht gefallen, da man versucht hatte, alle Fans zufriedenzustellen. Das Entwicklerteam habe noch bis vor kurzem an einem Offline-Modus gefeilt, dieser würde aber schlicht nicht funktionieren - deshalb kam es zu der erst sehr späten Ankündigung.

Braben erklärte allerdings, dass es ein Fehler war, nicht bereits vorher mitzuteilen, dass die Implementierung des Offline-Modus Schwierigkeiten bereite. Dies war jedoch keine böse Absicht, man habe schließlich daran geglaubt, dass der Offline-Modus tatsächlich machbar wäre. Große Teile des Programms müssten dann aber neu geschrieben werden und einige Spielmechaniken neu erdacht werden, was schlicht zu viel Arbeitszeit und damit Geld kosten würde.

Außerdem wollte der Chefentwickler drei Punkte aus dem Weg räumen. So sei die Online-Verbindung nur für die Progression der Spielwelt notwendig, weshalb Elite: Dangerous aber noch kein Multiplayer-Spiel sei - es kann weiterhin im Einzelspieler gespielt werden, nur die Internetverbindung sei grundsätzlich Pflicht.

Zum zweiten erklärte Braben, dass Spieler mit schwacher Internetverbindung keine Angst haben brauchen. Eine flotte Leitung werde nur für den Mehrspieler benötigt, und selbst Verbindungen mit Aussetzern wie bei der Reise im Zug würden nicht vom Spielen abhalten.

Drittens sei man sich bewusst, dass viele Spieler wegen des Online-Zwangs ein Launch-Desaster der Marke Diablo 3 oder SimCity fürchten. Allerdings nehme man beim Entwickler Frontier die Situation sehr ernst und könne sofort reagieren, indem man zusätzliche Kapazitäten bereitstelle, die über dieselben Serverfarmen laufen, die auch Amazon benutzt.

Hintergrund von Brabens Rechtfertigungen war die Ankündigung, dass Elite: Dangerous zwingend eine Internetverbindung benötige. Exakt einen Monat vor Release fühlten sich viele Spieler von Frontier Development betrogen, einige verlangten ihr Geld zurück. Bei der Kickstarter-Kampagne zwei Jahre zuvor wurde ein Offline-Modus noch vollmundig versprochen.

Elite: Dangerous - Screenshots zur Guardians-Erweiterung