Zum Thema » Far Cry 3 - Preview-Video Kommentierte Spielszenen » Video: Koop-Gameplay So spielt sich Far Cry 3 zu viert » Far Cry 3 - Video von der E3 Angespielt und Fazit Far Cry 3 ab 2,25 € bei Amazon.de Im prüden Amerika darf man so etwas als Sensation verstehen. Die erste Szene der spielbaren Far Cry 3 -Demo auf der E3 ziert – eine weibliche Brust! Wenn wir das Geschehen richtig verstehen, redet die zugehörige Dame über die Macht, die der Held Jason über den »Stamm« besitzt. Nein, nicht was Sie denken: Beim Stamm handelt es sich um jene gebannt zuschauenden Eingeborenen, die Jason und seine Mätresse bei ihrer, nun ja, schweißtreibenden Beschäftigung beobachten.

Eine Art Freiluftporno also, inklusive anschließender Propagandarede, die Jason höchstpersönlich krächzt. Sinngemäß gibt er zu verstehen, den Stamm zum Sieg gegen den Guerillaboss Vaas führen zu wollen. Mit Arm in die Luft heben und Brüllen und dem ganzen Motivationsprogramm.

Eine höchst eigenartige Szene, jedoch nicht ohne Intensität und Zauber. Mit den folgenden Szenen hat sie allerdings nicht mehr viel gemein, denn als Jason zu Vaas‘ Insel pilgert, fehlt das Stammesheer an seiner Seite. Der Krieg gegen die Guerilleros bleibt in der Kampagne von Far Cry 3 eine Ein-Mann-Angelegenheit. Und eine schlauchige, der nächste Level zieht sich weitgehend geradlinig dahin.

Der Freigeist von einst ist für diesen Bereich beschnitten, jedoch muss das noch nichts heißen. Die Passage ist recht kurz, hat fast schon etwas von Tutorial und wirkt, als habe Far Cry 3 noch einiges in petto. Zum Beispiel den neuen Koop-Modus, den wir neben der Kampagne ebenfalls angespielt haben.

Der Rambo der Karibik

Jasons Weg führt uns über eine Klippe ins gewohnt paradiesisch blaue Wasser. Unter der Oberfläche taucht der Held zielstrebig auf den Steg zu. Vor ihm plumpst offensichtlich ein lebloses Touristenpaar auf den Grund, dem bald der Mörder ins nasse Grab folgt – nachdem Jason ihn vom Steg ins Wasser gezerrt und mit seinem Messer bearbeitet hat.

An Land zücken wir den Bogen und stapfen geradewegs in den strandnahen Dschungel. Zwei Typen stehen plaudernd an einem Feuer und erleben in ihrem letzten Augenblick Jasons besondere Fähigkeit, Messerangriffe schnell hintereinander durchführen zu können. Erst einem in den Rumpf hacken, dann einen Stich in die Richtung des anderen – oha, das wirkt schon fast übermächtig.

Die Nähe zum Guerillacamp ist offensichtlich, aus dem Blattwerk ragt ein Wachturm samt Besatzung. Und wie schalten wir die lautlos aus? Klar: mit dem Bogen! Zum Zielen können wir ranzoomen, was länger dauert, aber auch die Zielgenauigkeit erhöht. Wir jedoch schießen locker aus dem Handgelenk, der getroffene Wachmann kippt vom Turm und alarmiert den untenstehenden Kollegen.

Nun ist ein Wechsel auf das Sturmgewehr angebracht, um den heranstürmenden Feind zu erledigen. Der nimmt einen Weg, den wir im ersten Moment gar nicht sehen. Es gibt nämlich diverse Trampelpfade durchs Dickicht, die unterschiedlich viel Schutz hinter Baum und Borke bieten. Wenn der Kerl Kumpane hätte, würden sie Jason einkreisen. Verspricht zumindest Ubisoft.

Vom Feuer zum Tiger

Vorerst führt es Jason in einen schäbigen Wellblechkasten, der sich als Falle entpuppt: Aufgetürmte Fernseher zeigen Vaas‘ wahnsinniges Antlitz, auf den Jalousien prangen Obszönitäten. Vaas verhöhnt Jason, lacht ihn aus und überlässt ihn seinem Schicksal in der nun auch noch brennenden Bude. Wo ist der Ausweg?! Verdammt, nichts zu sehen –da kracht Jason durch den nachgebenden Bretterboden.

Letztlich führt ein Weg rauf aufs Dach, wo die Handlanger des Irren mit Kriegsgerät im Anschlag ihre Wiedersehensfreude zeigen. Zwar hockt Jason auf dem Dach der Hütte erstmal in Deckung und muss sich nicht unmittelbar vor einem Kugelhagel fürchten. Bitte nicht falsch verstehen: Wie die meisten Ego-Shooter hat Far Cry 3 natürlich keine Deckungsautomatik, stattdessen kriechen wir in der Hocke hinter Hindernisse.

Far Cry 3 : Feuer spielt wie im Vorgänger eine wichtige Rolle. Feuer spielt wie im Vorgänger eine wichtige Rolle. Was momentan aber keine Ideallösung darstellt, denn der Untergrund besteht ja immer noch woraus? Genau: einem brennenden Haus! Jason darf nicht lang fackeln, sonst fackelt er ab. Also runter vom Dach, immer die Gegner im Blick. Ein oder zwei Salven aus der Bleipuste, damit das Pack in Deckung hechtet. und flugs den nächstsicheren Ort suchen.

Der nächste sichere Ort scheint die Terrasse des benachbarten Meth-Labors. Bei der folgenden Schießerei hat Jason nun mehrere Möglichkeiten. Beispielsweise kann er einen stinkigen Tiger auf die Feindmeute hetzen, wenn man dessen Käfigschloss aufschießt.

Die Raubkatze unterscheidet jedoch nicht zwischen Freund und Feind und wird nach dem ersten Gang auch Hauptmenü Jason auf die Speisekarte setzen – wenn sie nicht vorher mit militärischen Mitteln eingeschläfert wird. An anderen Orten wiederum lagern Gasflaschen, die geradezu darauf brennen, bei Kugelkontakt in die Luft zu fliegen – altmodisch, aber praktisch.