Far Cry 3 im Technik-Check
Systemanforderungen und Grafikvergleich
Far Cry 3 protzt mit DirectX 11, endloser Weitsicht sowie einer schicken Inselwelt – allerdings mit teils immensen Systemanforderungen. Wir testen, wie schnell ihr PC sein muss.
Von
Hendrik Weins
|
Datum:
28.11.2012
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2004 ließ
Far Cry
die Kinnladen aller Tester sowie Spieler gen Süden klappen, selbst Petra ließ sich hinreißen zu Sätzen wie diesen: »Optisch stellt Far Cry alles bisher Dagewesene lässig in den Schatten: Dichter Dschungel bedeckt einen Großteil der Inselwelt. Ein leichter Wind lässt die Äste der Bäume sanft wiegen. An den Strand schlagen realistisch reflektierende Wellen, und unter Wasser blubbern Fische. Nachts schwirren Glühwürmchen durch die Wälder, während tagsüber bunte Vögel kreisen«. Der Nachfolger
Far Cry 2
überzeugte hingegen weniger, trotz aufgebohrter Grafik-Engine, was neben den Designschnitzern auch am eher langweiligen Schauplatz Afrika lag.
Mit
Far Cry 3
kehrt die Serie nun wieder zurück auf die Insel und bleibt in der Tradition des ersten Teils: schicke Grafik, enorme Weitsicht, dichten Dschungel und realistisches Wasser. Die überarbeitete Dunia-Engine in Version 2 ist der grafische Motor von Far Cry 3 und bringt ein ganzes Arsenal an modernen Effekten und Technologien mit. Neben DirectX 11 unterstützt das Spiel auch Umgebungsverdeckung, Alpha to Coverage für shaderbasierte Kantenglättung oder diverse spektakuläre Shader-Effekte.
Far Cry 3 sieht in maximalen Details richtig gut aus, auch wenn es in Sachen Pflanzen und Realismus Crysis von 2007 nicht das Wasser reichen kann.
Selbst wenn alle Regler bis auf Kantenglättung auf Anschlag stehen, läuft Far Cry 3 auch auf aktuellen Mittelklasse-Grafikkarten noch mit knapp über 30 Bildern pro Sekunde, der Prozessor sollte aber drei oder mehr Rechenkerne besitzen. Allerdings ziehen die Anforderungen an die Grafikkarte mit aktivierter Kantenglättung enorm an: Achtfaches MSAA packt sogar eine
Radeon HD 7970 GHz Edition
nicht mehr ruckelfrei bei maximalen Details in Full-HD-Auflösung.
Achtung: Ohne den ersten Patch unterstützt Far Cry 3 auf Geforce-GTX-600-Grafikkarten kein DirectX 11. Bevor Sie das Spiel starten, sollten Sie daher unbedingt den Patch installieren, der von Ubisofts uPlay-Plattform automatisch bereitgestellt werden sollte und der unserem Technik-Check zu Grunde liegt.
Systemanforderungen
Systemanforderungen für mittlere Details in 1920x1080 (DirectX 9)
Grafikkarte: Geforce GTX 260 oder Radeon HD 4850
Prozessor: Intel Core 2 Duo E7400 oder AMD Athlon X2/6.000+
Arbeitsspeicher: 2,0 GByte
Festplatte: 9,5 GByte
Systemanforderungen für maximale Details in 1920x1080 (DirectX 11), 2xMSAA
Grafikkarte:
Geforce GTX 570
oder
Radeon HD 7850
Prozessor:
Intel Core i5 2400
oder AMD Phenom II X4 920
Arbeitsspeicher: 4,0 GByte
Festplatte: 9,5 GByte
Grafikeinstellungen
Far Cry 3 besitzt zwei Grafikmenüs. Im ersten, schlicht »Grafik« genannt, nehmen wir grundlegende Einstellungen wie die Auflösung, den DirectX-Modus oder die Kantenglättungseinstellungen vor. Detailliertere Einstellungen bietet das Menü »Grafikqualität«, wo wir die einzelnen Optionen der Texturen, Schatten oder der Terrain- und Geometrie-Qualität beeinflussen.
Grafikmenü
Im Einstellungsmenü »Grafik« nehmen wir grundlegende Einstellungen wie die Auflösung vor.
Erweitertes Grafikmenü
Detaileinstellungen zu vielen Grafikoptionen bietet dann das erweiterte Menü.
Grafikqualität
Die Grafik von Far Cry 3 überzeugt uns in maximalen Details. Sowohl die Weitsicht als auch die Schattendarstellung und die schicken Geländedetails sowie die Pflanzen sehen richtig gut aus. Allerdings benötigt das Spiel in diesen Einstellungen eine starke Grafikkarte und einen Prozessor mit vier Kernen. Im Gegenzug läuft der Titel auch auf älteren Rechnern noch problemlos, dann aber nur mit massiv reduzierten Details.
Ultra
In maximalen Einstellungen beeindruckt Far Cry mit realistischen Schatten auch in der Ferne, schickem Wasser und detaillierter Levelgeometrie.
Sehr hoch
Bereits eine Stufe niedriger verschwinden die Schatten in der Ferne, da Wasser wird glatter, die Felsen im Hintergrund weniger detailliert.
Hoch
Auf »Hoch« wird die Polygonanzahl der Objekte noch weiter reduziert, Gräser in der Ferne verschwinden genauso wie die scharfen Schatten.
Mittel
Vor allem die vielen fehlenden Schatten fallen auf der mittleren Stufe auf, zudem verschwinden die Relektionen des Wassers.
Niedrig
In minimalen Detail bleibt nur wenig von der schicken Optik übrig: Objekte blenden früh aus, der Untergrund sowie die Felsen sind kaum detailliert, Schatten fehlen oder sind arg verschwommen.
Bildverhältnis
Im Gegensatz zu den meisten anderen spielen beschneidet Far Cry 3 nicht den Bildausschnitt, wenn Sie ein anderes Bildverhältnis als 16:9 benutzen. Statt dessen quetscht das Spiel alle Bildinformationen in die gleiche Fläche, was zu unschönen Verzerrungen führt – vor allem in 4:3 gleichen runde Objekte eher Eiern.
Bildverhältnis 16:9
Far Cry 3 ist wie die meisten aktuellen Spiele auf ein Bildverhältnis von 16:9 optimiert.
16:10
Bereits in 16:10 (z.B. 1680x1050) sehen runde Objekte gestaucht aus, ausgenommen Bedienelemente wie die Karte.
4:3
In 4:3 sieht das Bild dann extrem unschön aus, vor allem die Waffe wirkt lächerlich in die Länge gezogen.
DirectX-Version
DirectX 11 hat in Far Cry 3 handfeste Vorteile. So können Sie nur mit DX 11 Extras wie Kantenglättung nutzen, zudem sieht das Spiel durch die schickeren, weil detaillierten Schatten einfach besser aus. Der Leistungseinbruch von ultra-hohen Details in DirectX 11 und DirectX 9 fällt mit etwa 15 Prozent moderat aus. Die großen Unterschiede in der Himmelsdarstellung rühren daher, dass für einen DirectX-Wechsel das Spiel neu gestartet werden muss und Far Cry 3 bei jedem Start die Bewölkung neu erstellt.
DirectX 11
Die Unterschiede von DirectX 11 zu DX9 sind klein, aber fein. So sehen die Schatten leicht schärfer aus, ebenso wie die Texturen.
DirectX 9
Doch auch in DirectX 9 sieht Far Cry 3 verflixt gut aus, auf Kantenglättung müssen Sie in diesem Modus aber verzichten.