Far Cry : Bereits letzten Freitag durchsuchten Gutacher, Polizeibeamte und Gerichtsvollzieher erneut die Firmenräume des Coburger Entwicklers Crytek (Far Cry). Das gab die Business Software Alliance (BSA) jetzt bekannt. Erste Analysen deuten auf unlizenzierte Anwendungs-Software im sechsstelligen Euro-Bereich hin, so der Verband. Insgesamt 120 Rechner wurden angeblich auf Raubkopien hin untersucht.

Bereits im Februar gab es wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz Durchsuchungen bei Crytek. »Schon bei der ersten Aktion Anfang Februar haben wir Crytek eindringlich auf die unmittelbaren Gefahren und drohenden Konsequenzen beim Gebrauch unlizenzierter Software aufmerksam gemacht«, betont Georg Herrnleben, Regional Manager Zentraleuropa der BSA. »Obwohl das Unternehmen kurz vor der Veröffentlichung eines neuen Spiels stand, wurden unsere Warnungen nicht ernst genommen. Durch das Fehlen von Software-Management-Prozessen, aber auch durch den Fehler, dieses Versäumnis nicht rechtzeitig nachzuholen, hat sich das Unternehmer jetzt selber fahrlässig in diese Situation gebracht.«

In einem Telefonat konnte Crytek-Mitbegründer Faruk Yerli noch keinen Kommentar abgeben: »Wir prüfen gerade zusammen mit unserem Anwalt die Lage. Es steht ja noch nicht mal das Ergebnis der ersten Durchsuchung fest.«

Noch ist unklar, ob und wenn welche Konsequenzen diese zweite Durchsuchung für Crytek haben wird.