Gunpoint - PC

Action  |  Release: 03. Juni 2013  |   Publisher: Suspicious Developments
Seite 1 2   Fazit Wertung

Gunpoint im Test

Mit vorgehaltenem Gehirn

Sicherheitssysteme austricksen und Wachpersonal vermöbeln – mehr macht ein Spion nicht. Zumindest nicht im Jump&Run-Puzzler Gunpoint, wie wir im Test herausgefunden haben.

Von Benjamin Schäfer |

Datum: 25.06.2013


Trenchcoat: Check! Fedora: Check! Hyperhosen, mit denen wir über Dächer, durch Glasscheiben und auf ausgewachsene Menschen springen: Check! Das Jump&Run Gunpoint des amerikanischen Indie-Entwicklers (und Spiele-Redakteurs) Tom Francis versetzt uns in die Rolle des Spions Richard Conway. In dessen Hyperhosen springen wir ebenso zielstrebig wie dusselig in einen Mordfall voller Affären, Korruption und Textnachrichten.

Wo kaufen?
Gunpoint ist über Steam und die Entwicklerhomepage erhältlich. Auf der Homepage zahlen wir 10 US-Dollar, während wir bei Steam 10 Euro berappen müssen. Auf der Entwickler-Homepage erhalten wir neben einem Steam-Key auch einen DRM-freien Download. Auf Steam wird das Spiel hingegen dauerhaft mit dem Account verbunden.

Ein Satz mit X

In der einen Sekunde stehen wir noch in unserem Apartment und studieren die Warnhinweise unserer Hyperhosen, in der nächsten schon liegen wir in der Lobby des Nachbarhauses, weil Warnhinweise etwas für Weicheier sind. Dummerweise sind wir nicht nur in ein anderes Haus gesprungen, sondern auch direkt in einen Mordfall hinein, in dem wir jetzt als Hauptverdächtiger gelten.

Gunpoint : Mit der linken Maustaste laden wir unsere Sprunghose auf. Eine gepunktete Linie zeigt uns dabei unsere Flugstrecke an. Befindet sich ein Wachmann in der Flugbahn, reißen wir ihn zu Boden. Mit der linken Maustaste laden wir unsere Sprunghose auf. Eine gepunktete Linie zeigt uns dabei unsere Flugstrecke an. Befindet sich ein Wachmann in der Flugbahn, reißen wir ihn zu Boden.

Um diesen unangenehmen Status wieder loszuwerden, müssen wir uns in diverse Computer hacken, um die Videodaten, die unser Antlitz zeigen, zu Datenmüll zu verarbeiten. Dabei rutschen wir immer tiefer in eine kurze, aber nicht weniger verworrene Geschichte um Intrigen, Korruption und skrupellose Waffenhändler. Bizarr: Wir scheinen der einzige Spion der Stadt zu sein, da alle beteiligten Parteien unsere Dienste verlangen und uns auf teils arg widersprüchliche Missionen schicken.

Erzählt wird die Story ausschließlich in englischen, teils humorvollen, teils vor Plattitüden strotzenden Textnachrichten. Auf Dauer zehrt das Lesen aber an den Nerven. Eine minimale Vertonung hätte schon Wunder gewirkt.

Rein, rauf, hacken, raus

Die eigentlich immer gleich aufgebauten Levels von Gunpoint bestehen aus zwei Spiel-Elementen. In der normalen 2D-Ansicht laufen, springen und klettern wir von rechts nach links, von links nach rechts, von oben nach unten und von unten nach oben , hacken dabei Computer und schicken Wachen ins Land der Träume oder gleich unter die Erde. Nervig ist dabei, dass wir in diesem Modus eine feste Perspektive haben. Dadurch fällt uns in manchen Levels schwer, das richtige Timing für einen Sprung oder Fall anzupassen, wenn wir die patrouillierenden Wachleute nicht sehen können. Die so genannte Crosslink-Ansicht verlangt hingegen unser vollstes Knobelgeschick. Im Crosslink-Modus müssen wir elektrische Verbindungen von Schaltern oder Überwachungskameras manipulieren, um verschlossene Bereiche zu öffnen und Wachen zu verwirren.

Gunpoint : In der normalen 2D-Ansicht laufen, klettern und springen wir durch die Levels, gehen Wachen aus dem Weg und versuchen Stellen zu erreichen, an denen wir erst …

Normale Ansicht
In der normalen 2D-Ansicht laufen, klettern und springen wir durch die Levels, gehen Wachen aus dem Weg und versuchen Stellen zu erreichen, an denen wir erst …

Wir hacken uns mit unserem Wirehack genannten Gadget in farbige Sicherheitskreisläufe, bevor wir sie manipulieren. Im Grunde klingt das alles nicht sonderlich anspruchsvoll, doch greifen die Kreisläufe ineinander. Bevor wir uns als in einen grünen Sicherheitskreislauf hacken können, müssen wir erst ein blaues System so manipulieren, dass wir überhaupt an den grünen Kreislauf drankommen. Damit das alles glatt geht, sollten wir unser Vorgehen zumindest etwas planen, um nicht alle zwei Sekunden von irgendwelchen Wachen eine Kugel verpasst zu bekommen.

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Avatar gfxgamer
gfxgamer
#1 | 25. Jun 2013, 13:58
Ersterster
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Avatar JohnnyTommy
JohnnyTommy
#2 | 25. Jun 2013, 14:00
Zitat von gfxgamer:
Ersterster

Sind schon wieder Ferien?
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InnerConflict
#3 | 25. Jun 2013, 14:00
des hat ne höhere wertung verdient! swapper 88? ehrlich? monaco auch so wenig? manchmal zweifle ich stark an euren reviews. sehr stark.
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Avatar god_of_war
god_of_war
#4 | 25. Jun 2013, 14:01
Meiner Meinung eine zu schlechte Bewertung.
Für mich deutlich besser als 73 .
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Avatar mp777crew
mp777crew
#5 | 25. Jun 2013, 14:04
Zitat von god_of_war:
Meiner Meinung eine zu schlechte Bewertung.
Für mich deutlich besser als 73 .


Wenn man auf Metacritic schaut liegen die Reviews im Schnitt bei 85, die Userwertungen bei 87.
Also lieber Herr Schäfer. Ich weiß ja nicht was für ein Spiel du da gezockt hast um auf diese Wertung zu kommen. Gunpoint war es auf jeden Fall nicht.
Mann oh Mann. Gamestar wird von Tag zu Tag unseriöser. Bin ehrlich gesagt froh, dass ich mein Abo bereits vor 2 Jahren gekündigt habe. Sonst wärs mir jetzt wirklich zu schade ums Geld.
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mootality
#6 | 25. Jun 2013, 14:25
Das ist mal ein Platformer/Jum&Run nach meinem Geschmack. Die Animationen und der Detailgrad der Pixelart waren wunderschön (Sogar besser als Gemini Rue!). Schade das es so kurz ist.
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Avatar FakerXXL
FakerXXL
#7 | 25. Jun 2013, 14:36
Zitat von mp777crew:


Wenn man auf Metacritic schaut liegen die Reviews im Schnitt bei 85, die Userwertungen bei 87.
Also lieber Herr Schäfer. Ich weiß ja nicht was für ein Spiel du da gezockt hast um auf diese Wertung zu kommen. Gunpoint war es auf jeden Fall nicht.
Mann oh Mann. Gamestar wird von Tag zu Tag unseriöser. Bin ehrlich gesagt froh, dass ich mein Abo bereits vor 2 Jahren gekündigt habe. Sonst wärs mir jetzt wirklich zu schade ums Geld.


Wenn die GameStar Wertungen nach Metascore vergeben soll, bräuchte man keine Reviews mehr. Eigene Meinungen und subjektive Tests sind eigentlich was schönes, Konformität mit anderen Magazinen und Seiten scheint aber gefragter zu sein.

Daher respektiere ich Herr Schäfers Ansichten über Gunpoint, auch wenn ich mit diesen nicht übereinstimme. So besteht das Fazit zum Großteil aus Kritik über mangelnde Entscheidungsfreiheit. Bei einem 10-Euro-Spiel. Von einem klitzekleinen Team bestehend aus sechs Leuten.

Solch umfangreiche Kritik an mangelnder Entscheidungsfreiheit haben nicht einmal Blockbuster wie "Battlefield 3" (Singleplayer-Test), trotzdem gab es den Gold-Award (wenn auch von einem anderen Redakteur). Kritik ist schön und gut, jedoch sollte sie konsequent sein und nicht an zweierlei Maßstäben gemessen werden. Ich meinerseits mag lineare und offene Spiele gleich sehr und finde auch gar nicht, dass Gunpoint zu kurz ist. Ganz im Gegenteil: Das Spiel weiß, wann Schluss ist und begeht nicht den Kardinalsfehler, ab einem bestimmten Punkt keine neuen Herausforderungen zu stellen (sondern nur Wiederholungen) und daher auf Dauer zu langweilen.
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Avatar Bumsfallera
Bumsfallera
#8 | 25. Jun 2013, 14:45
Man kann die Kamera auch ohne Crosslink frei bewegen, mit den Pfeiltasten.

Das Spiel hat schon Spaß gemacht, aber ich finde mehr als 73 Punkte braucht es nicht, denn es ist nett, mehr aber auch nicht.
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Avatar Haarvieh
Haarvieh
#9 | 25. Jun 2013, 15:10
"Auf Dauer zehrt das Lesen aber an den Nerven. Eine minimale Vertonung hätte schon Wunder gewirkt."

Oh Gott wirklich?

Zum Glück sind Spiele wie Planescape Torment und Bücher vollvertont. Das alles zu lesen würde mir auch tierisch auf die Nerven gehen.
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Avatar Brahlam
Brahlam
#10 | 25. Jun 2013, 15:50
Zitat von mp777crew:


Wenn man auf Metacritic schaut liegen die Reviews im Schnitt bei 85, die Userwertungen bei 87.
Also lieber Herr Schäfer. Ich weiß ja nicht was für ein Spiel du da gezockt hast um auf diese Wertung zu kommen. Gunpoint war es auf jeden Fall nicht.
Mann oh Mann. Gamestar wird von Tag zu Tag unseriöser. Bin ehrlich gesagt froh, dass ich mein Abo bereits vor 2 Jahren gekündigt habe. Sonst wärs mir jetzt wirklich zu schade ums Geld.


Ich finde den Test treffend. Und die meisten Punkte gingen beim Umfang flöten, der mit 3h wirklich nicht sehr groß ist.
Für mich ein Zeichen das ich diesen Titel, dessen Demo mir schon viel Freude bereitete, erst bei einem Steam Sale kaufen werde. Bis dahin gibt es vielleicht auch User Content.
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Details zu Gunpoint

Plattform: PC
Genre Action
Untergenre: -
Release D: 03. Juni 2013
Publisher: Suspicious Developments
Entwickler: Suspicious Developments
Webseite: http://www.gunpointgame.com/
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 476 von 5716 in: PC-Spiele
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