Hard Reset - PC

Ego-Shooter  |  Release: 13. September 2011  |   Publisher: -
Seite 1 2   Fazit Wertung

Hard Reset im Test

Ich mach dich Schrott

Der PC-exklusive Ego-Shooter Hard Reset kommt im Test ein bisschen primitiv daher, ist aber eigentlich nur altmodisch. Statt filmreifer Inszenierung wird die Genre-Tradition hochgehalten. Und die heißt: ballern, ballern, ballern!

Von Sebastian Klix |

Datum: 17.09.2011


Zum Thema » Test zur Extended Edition So viel besser ist Hard Reset jetzt » Test-Video zu Hard Reset Kommentierte Spielszenen & Fazit » Hard Reset - Demo Runterladen und selbst anspielen Serious Sam , Painkiller , Will Rock , Necrovision und Co. All diese Ego-Shooter bedienen eine ganz bestimmte Klientel, eine Zielgruppe, für die der Slogan »Putting the Fun back in the Gun!« des Genrevertreters Bulletstorm wichtiger ist als jede super-dramatische Skriptsequenz, etwaige Handlungselemente oder möglichst clevere Taktiken der gegnerischen Truppen.

Diese Spieler wollen einfach nur spaßige, unkomplizierte Action in ihrem Lieblingsgenre erleben – und mit Hard Reset will sich nun ein weiterer Oldschool-Shooter des polnischen Entwicklers Flying Wild Hog zu dieser Riege dazugesellen. Und schafft es!

Steam:
Hard Reset gibt’s derzeit nur als Download-Titel über Valves Onlineplattform Steam zu kaufen. Ein Weiterverkauf fällt damit flach.

Worum ging’s noch mal?

In naher Zukunft übernehmen Maschinen die Herrschaft über die Erde und rotten die Menschheit systematisch aus. Wer hier Parallelen zu den Terminator-Filmen erkennt, hat recht. Und genau wie dort spielt auch in Hard Reset ein Widerstandkämpfer der noch übrig gebliebenen Humanoiden die Hauptrolle. Der heißt allerdings nicht John Connor sondern James Fletcher, tut aber ansonsten dasselbe: Maschinen verschrotten. Die sind gerade dabei in die wohl letzte menschliche Bastion, die Stadt Bezoar, einzufallen.

Hard Reset : Die düstere Metropole Bezoar erinnert an ein futuristisches Gotham City.

Das Setting
Die düstere Metropole Bezoar erinnert an ein futuristisches Gotham City.

Im weiteren Handlungsverlauf stoßen wir dann noch auf storytechnische »Überraschungen« wie das Injizieren von Nano-Technologie direkt ins Hirn, die Verfolgung irgendeines Wissenschaftlers etc. pp. So weit so klischeeerfüllend – aber sein wir mal ehrlich: Wer spielt so ein Spiel wegen seiner ausgefeilten, wendungsreichen Handlung? Diese Frage stellten sich wohl auch die Entwickler und beantworteten sie sich mit einem klaren »Niemand!«. Entsprechend spartanisch fällt die Inszenierung der Handlung per Comicsequenzen aus, deren Stil man schon mögen muss. Wir hatten eher den Eindruck, dass sie mehr eine nette Alternative zum üblichen Ladebildschirm sind, als ein echter Versuch uns auf mitreißende Art in den roten Faden einspinnen zu wollen. Denn die handgezeichneten, mit Sprechblasen und Sprachausgabe untermalten Bildchen huschen nur während der Levelwechsel über den Bildschirm.

Wir müssen zusätzlich gestehen, dass wir sie nach Beendigung der Ladesequenz das eine oder andere Mal kurzerhand weggeklickt haben. Entsprechend belanglos fällt auch das Ende der Handlung aus – aber um die Frage noch einmal zu stellen: Wer spielt so ein Spiel wegen seiner ausgefeilten, wendungsreichen Handlung?

Schrottverwertung

Hard Reset will keine tiefgründige Botschaft mitteilen. Will nicht, dass man aufgewühlt vor dem Bildschirm sitzt und sich den Kopf über sein Handeln zermartert – es will einfach nur auf unkomplizierte Art und Weise unterhalten. Die Fragen, die man sich also stellt sind nicht »Reißt mich das Schicksal der Überlebenden mit?« oder »Versteckt sich irgendwo da drin eine Zukunftsvision der Entwickler, die sie mir vermitteln wollen?« sondern: »Hab’ ich ein ordentliches Waffenarsenal? Zerlegt es die Gegner gepflegt in tausend Teile? Und sind die Explosionen fett?«

Hard Reset: Extended Edition

Kurz und knapp: Ja, ja und … ja. Freunde unkomplizierter und trotzdem opulenter Balleraction werden ordentlich bedient. Hard Reset liefert dafür ein fesches Dark-Sci-Fi-Szenario mit Cyber-Punk-Anleien – die Stadt Bezoar mutet ein wenig wie ein futuristisches Gotham City an. Eine echte und vor allem einigermaßen unverbrauchte Alternative zu Zeitreise, Zweiter Weltkrieg und Konsorten. Entsprechend detail- und abwechslungsarm fallen aber auch die Spielabschnitte aus. Diese bestehen genretypisch in erster Linie aus über Gänge miteinander verbundenen Räumlichkeiten, seltener auch aus Außenarealen in Form von Straßenzügen, in denen uns stocksaure Gegnerhorden angreifen.

Im Fall von Hard Reset sind das natürlich Roboter respektive Cyborgs. Diese stürmen zwar (ebenfalls genretypisch) ziemlich dumpf auf uns zu, haben aber trotzdem jeweils ihre persönliche Spezialität: Da wäre etwa die kleine, knuddelige Bombendrohne, die sich beherzt in unserer Nähe in die Luft sprengt oder ein großer, robuster Rammbock auf zwei metallenen Beinen, der uns, angetrieben von einem Nachbrenner, gegen die nächste Wand klatschen möchte. Nicht nur die unterschiedlichen Vorgehensweisen der Blechdosen sondern auch die mögliche Miteinbeziehung der Spielumgebung bringt einen Hauch Taktik in die Gegnerbekämpfung. So sind die Spielabschnitte neben den klassischen, roten Explosivfässern auch mit sprengbaren Autowracks und Stromgeneratoren vollgestopft, die unseren Metallfreunden die Späne aus der Hülle fräsen.

Allerdings lassen sich die unterschiedlichen Maschinentypen an einer Hand abzählen. Hier hätte das Spiel deutlich mehr Abwechslung vertragen. Ein wenig wird dieses Manko aber durch die gigantisch großen und ziemlich beeindruckenden Bossgegner wieder wett gemacht, an denen wir uns schon mal zehn Minuten lang den Abzugsfinger wundschießen.

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Avatar prime1337
prime1337
#1 | 17. Sep 2011, 10:32
Also die Demo hat viel Spass gemacht und für 28€ kann mans sich holen. Allein um PC Exklusivität zu supporten :)
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Avatar vitkar
vitkar
#2 | 17. Sep 2011, 11:06
Also mir hats trotzdem Spass gemacht. Das Ende ist zwar ein wenig abrupt, dafür motiviert mich der "EX mode" auf höheren Schwierigkeiten (zum glück hab ich so fast alle waffen auf insane).

Wenn man es auf hard/normal (und nicht easy) spielt und dabei versucht jedes Versteck/Heheimnis zu finden, dauerts ein paar Stunden länger als 5.
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Avatar BiffyClyro
BiffyClyro
#3 | 17. Sep 2011, 11:08
Das war nix, Herr Klix!

Keine Ahnung, wie man auf solche Aussagen kommen kann:

Hard Reset, so die Kernaussage des Testes, setzt eben nicht aus Skriptsequenzen, eine tiefergehende Story, Handlungsdilemmata oder sonstigen "Schnick-Schnack" sondern, auf das pure und ursprüngliche Ballererlebnis. Oder um es mit der Werbung einer bekannten Biermarke zu vergleichen: "Keine Skripts, keine Handlung, kein Bullshit!"

So weit so gut. Ich könnte der Argumentation der Gamestar-Redaktion ja folgen, wenn sie nicht den einen Kardinalfehler begeht: Die "neuen" Spiele, Herr Klix, sind auch nur reine Ballerspiele mit "fetten" Knarren, fetten Explosionen, fettem Abschlachten. Nur setzen sie oben noch etwas drauf.

Oder wollen Sie das ernsthaft an Beispielen wie Call of Duty, Crysis, oder Battlefield bestreiten?

Die Argumentation, Hard Reset würde sich von den modernen Shootern insofern abheben als dass es hier vorrangign und ausschließlich ums fette Ballern geht, übersieht offenbar die Kernkompetenz des modernen Shootern - Ballern!

Mit dem Label Oldschool wird bei dem Test zu Hard Reset versucht, einen Shooter im rückständigen Gewand auf ein Level zu heben, dass die Konkurrenz vor langer Zeit überholt hat.

Und das, Herr Klix, hätten Sie als Gamestester überblicken müssen!

Ihr Polizei-Test war schlichtweg großartig. Auch WH4k:SM war toll.
Aber diesem Test liegt einfach eine falsche und irreführende Argumentation zu Grunde!

Gern folge ich Ihnen auf dem Weg des Oldshool-Shooters. Die Demo von Hard Reset offebarte mir allerdings nicht den Charme von etwas Klassischem, sondern die Unausgereifheit von etwas Modernem.

Gruß.
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Avatar FoK.Tank
FoK.Tank
#4 | 17. Sep 2011, 11:11
Besser als unkomplizierten Spaß kann man das Spiel eigentlich nicht beschreiben.
Ich rechne es eigentlich zum Genre der monotonen Ballerspiele hinzu, dafür wird aber doch durch die Benutzung der Umgebung als Waffe noch etwas spielerischer Anspruch geboten.
Ein schönes Spiel für Zwischendurch, das sein Geld durchaus wert ist.
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Avatar Serah007
Serah007
#5 | 17. Sep 2011, 11:39
"Denn der wahrscheinlich größte Kritikpunkt an Hard Reset ist der Spielumfang von gerade einmal fünf Stunden –Shooter-Veteranen gelingt der Maschinen-Overkill sogar noch flotter. Eine Multiplayer-Komponente fehlt völlig."

Gut das bald wahrscheinlich Mods Tools kommen sollen :)
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Avatar Mr. Wonko
Mr. Wonko
#6 | 17. Sep 2011, 12:11
Zitat von BiffyClyro:
Die Argumentation, Hard Reset würde sich von den modernen Shootern insofern abheben als dass es hier vorrangign und ausschließlich ums fette Ballern geht, übersieht offenbar die Kernkompetenz des modernen Shootern - Ballern!

Mal die Demo angetestet? Das fette Ballern in Hard Reset hebt sich vom fetten Ballern eines Call of Duty oder Gears of War stark ab.
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Avatar BiffyClyro
BiffyClyro
#7 | 17. Sep 2011, 12:15
Zitat von Mr. Wonko:

Mal die Demo angetestet? Das fette Ballern in Hard Reset hebt sich vom fetten Ballern eines Call of Duty oder Gears of War stark ab.


mal meinen post gelesen? -.- ja, hab ich.
und nein, ich sehe keinen unterschied - wo sollte der auch sein?
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Avatar Erbsenzaehler
Erbsenzaehler
#8 | 17. Sep 2011, 12:19
Bei CoD gibts 5 Stunden SP für 60€. :p
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Avatar FoK.Tank
FoK.Tank
#9 | 17. Sep 2011, 12:25
Zitat von BiffyClyro:


mal meinen post gelesen? -.- ja, hab ich.
und nein, ich sehe keinen unterschied - wo sollte der auch sein?

Im Preis.
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Avatar BiffyClyro
BiffyClyro
#10 | 17. Sep 2011, 12:32
Zitat von FoK.Tank:

Im Preis.


ja, aber es geht ja erst einmal nicht um den preis, sondern um die stimmigkeit der argumentation.
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Details zu Hard Reset

Plattform: PC
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 13. September 2011
Publisher: -
Entwickler: Flying Wild Hog
Webseite: http://hardresetgame.com
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 862 von 5705 in: PC-Spiele
Platz 148 von 749 in: PC-Spiele | Action | Ego-Shooter
 
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