Update 3. Juli 2014: Der Ausschluss der weiblichen Spieler bei einigen Disziplinen des IeSF-eSports-Turniers hat hohe Wellen geschlagen. Wie aus einem aktuellen Bericht des Magazins VentureBeat hervorgeht, hat sich unter anderem die »Finnish eSport Federation« eingeschaltet und eine Überarbeitung der jeweiligen Disziplinen gefordert.

Auch der Entwickler Blizzard Entertainment meldete sich zu Wort und machte seinem Unmut über diesen Fall relativ deutlich Luft.

»Eines unserer Ziele beim eSport ist es, eine lebendige und alles umfassende Community rund um unsere Spiele zu erschaffen. Daher erlauben wir nicht die Verwendung unserer Spiele bei Turnieren, die dies nicht unterstützen. Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern, um sicherzustellen, dass sie dieselben Ziele verfolgen.«

Aufgrund der harschen Kritik sowie dem anwachsenden Druck hat der IeSF jetzt nachgegeben und die geschlechtsspezifische Regelung außer Kraft gesetzt. Demnach sind ab sofort sämtliche zuvor nur für männliche Teilnehmer geplante Disziplinen auch für für weibliche Spieler zugänglich - inklusive Hearthstone.

Originalmeldung: Neben anderen Spielen wird beim IeSF eSport-Turnier auch ein Wettbewerb im digitalen Kartenspiel im WarCraft-Universum Hearthstone ausgetragen. Von diesem sind jedoch weibliche Teilnehmerinnen ausgeschlossen - laut Anmeldeformular des finnischen eSport-Verbands zum Event sind ausschließlich »finnische männliche Spieler« zugelassen.

Auf Nachfrage von PC Gamer bezog Markus Koskivirta, der Leiter der Hearthstone IeSF Qualifikation Stellung zu dem Sachverhalt und bestätigte, es handele sich nicht um einen Tippfehler: »Es ist richtig, das Turnier ist ausschließlich für männliche finnische Teilnehmer geöffnet«, so Koskivirta.

»In Übereinstimmung mit den Richtlinien des internationalen Sport-Verbandes IeSF, sind keine weiblichen Teilnehmer zugelassen, um mögliche Konflikte zu vermeiden, da im Hauptturnier nur Männer teilnehmen können.« Wären Frauen bei der Qualifikation zugelassen, könnte eine mögliche Gewinnerin also nicht zum Finale im IeSF World Championship antreten, so die Argumentation.

Die Geschlechtertrennung des IeSF wird aus der Zentrale in Südkorea vorgegeben. Man wolle so den eSport »als echte, legitime Sportart« etablieren, so die offizielle Stellungnahme. Die Organisatoren in Finnland zeigen sich darüber nicht unbedingt erfreut: »Wir möchten darauf hinweisen, dass der finnische eSport-Verband die Gleichstellung von Männern und Frauen bei den IeSF-Turnieren vorantreiben will.« Man sei hierbei für jede Unterstützung dankbar.