Hegemony: Philip Of Macedon - PC

Echtzeit-Strategie  |  Release: 13. Mai 2010  |   Publisher: Just a Game
Seite 1 2   Fazit Wertung

Hegemony: Philip of Macedon im Test | Seite 2

Pappa ante Portas

Sklaven her!

Stück für Stück erobern Sie im Namen Makedoniens ganz Griechenland, vor allem die Städte als wirtschaftliche Zentren. Der Aufbauteil von Hegemony ist vergleichsweise dünn ausgefallen, Sie können außer den wichtigen Stadtmauern, mit denen Sie Belagerungen eine Zeitlang standhalten, keine weiteren Gebäude errichten. Stattdessen verfügt jede Stadt über eine vorgegebene Anzahl von Versorgungsknoten, die Sie beliebig mit Städten, Farmen, Minen oder Bonusgebäuden im Umland verbinden. Die Wahl der richtigen Versorgungsknoten ist kniffelig. Eine Farm versorgt die Stadt mit Nahrung, eine Mine dafür mit Gold, und in Villen können Sie Generäle für Ihre Armee anheuern.

Die richtige Vernetzung Ihrer Städte ist die Grundlage Ihrer Expansion, denn je nach Wachstum und Ertrag dürfen Sie nur ein bestimmtes Kontingent an Militäreinheiten oder Arbeitern rekrutieren. Wer zu wenig Gold erwirtschaftet, kann nur eine kleine Armee unterhalten, wer zuviel produziert, verschenkt seine Potenziale, da nicht verbrauchte Golderträge sinnlos verpuffen. Das wohlüberlegte Austarieren des Wirtschaftsystems ist daher lebensnotwendig. Zum Glück können Sie die Versorgungsknoten jederzeit lösen und neu knüpfen.

Rückgrat Ihres Wirtschaftssystems sind Sklaven, die Sie auf Ihren Feldzügen erbeuten. Ergeben sich feindliche Truppen, können Sie diese versklaven und als Arbeiter in Minen schicken oder zum Aufbau von Stadtmauern oder Festungen heranziehen. Dabei sind Sklaven deutlich günstiger als rekrutierte Arbeiter aus der Zivilbevölkerung, allerdings sollten Sie sie auch im Auge behalten, da sie sonst revoltieren.

Pause, liebster Freund

Sobald Sie die Wirtschaft zum Brummen gebracht haben, können Sie Ihre Armee ausheben und ins Feld führen. Ganz wie in der Total War-Serie ziehen Sie mit ganzen Einheitenpulks wie der berühmten Phalanx-Infanterie in die Massenschlachten.

Hegemony: Philip of Macedon : Die Massenschlachten sind umständlich zu steuern, was ständiges Pausieren notwendig macht. Die Massenschlachten sind umständlich zu steuern, was ständiges Pausieren notwendig macht. Ausgerechnet hier hat die Bedienung einen Schwachpunkt, denn die Organisation und Steuerung Ihrer Truppen im Kampfgetümmel fällt etwas fummelig aus, und die Kampfanimationen sehen eher nach willkürlichem Gekeile denn nach organisierter Schlachtordnung aus. Zudem reagieren Ihre Truppen manchmal zu behäbig auf Formations- oder Angriffsbefehle. Das gleicht sich insofern wieder aus, da die taktische KI des Gegners nicht allzu helle ist. Gegnerische Truppenverbände lassen sich zu leicht isolieren und flankieren oder einkesseln. Die strategische KI hingegen gehört zu den großen Stärken des Spiels.

Anrückende Armeen erkennen Übermachtsituationen und machen flugs kehrt, belagerte Städte werden durch Entsatzheere unterstützt, und unterlegene Gegner weichen auf kleine bewegliche Einheiten aus. Mit diesen versuchen ihre Feinde in einer Art Guerillakrieg gezielt ihre Infrastruktur zu zerstören, indem Sie zum Beispiel Ihre Farmen abbrennen.

Mit fortschreitendem Spielverlauf haben Sie es oft mit mehreren Fronten gleichzeitig zu tun. Das fordert Sie extrem und macht die Pausentaste zu Ihrem liebsten Freund. Einsteiger werden aber spätestens hier überfordert, denn Frieden können Sie mit Ihren Nachbarn nicht schließen, da Hegemony keine Diplomatie anbietet. Auch wenn die Entwickler die Diplomatie (laut Handbuch) in voller Absicht wegließen, verschenkt das Spiel hier Potenzial. Auch bietet Hegemony lediglich eine einzige Kampagne, doch sind Sie mit der ausreichend beschäftigt. Zudem gibt es über 100 Aufträge im Spiel, die Sie optional erfüllen können, um anschließend von unterschiedlichen Boni zu profitieren.

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Avatar Malus61
Malus61
#1 | 01. Aug 2010, 12:25
Habe die Demo gespielt und das Spiel an sich ist wirklich nicht schlecht. Die gegnerische KI ist wirklich gut, das Städtemanagment, Strassenbau, Sklaven, das ist alles stimmig. Allein die Kämpfe gefielen mir nicht so gut, nach kurzer Zeit verhakelt sich alles. Aber ansonsten ein gutes Strategiespiel. Ich hoffe,es kommt noch auf DVD mit guter Anleitung auf den Markt.
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Avatar richie9197
richie9197
#2 | 01. Aug 2010, 12:51
Wrum ist das Fazit immer mit seite 1 verlinkt?
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Avatar LordAntrax
LordAntrax
#3 | 01. Aug 2010, 15:03
Gibt es bei diesem Spiel ein Multiplayer-Modus bzw. einen Lan-Modus?
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Avatar adder83
adder83
#4 | 01. Aug 2010, 15:32
Bin in letzter Zeit zu dem Schluss gekommen, dass Independent-Titel den sogenannten Blocknbustern in Sachen Spieltiefe und Innovativität immer öfter die Butter vom Brot nehmen: Ich sage nur Mount and Blade, Dominions 3, King of the Dragon Pass, um nur einige zu nennen! Wer diese kennt weiss was ich meine.
Werde dem hier eine Chance geben zu mal die Gamestarwertung von 73 für einen Independent-Titel ein mehr als soilides Ergebnis ist!
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Avatar Charmander
Charmander
#5 | 07. Sep 2010, 22:52
Bei dem Test könnte man noch erwähnen, dass das Spiel historisch nicht korrekt ist, so haben Z.B. die makedonischen Hopliten damals keine Schilde verwendet, in diesem Spiel sieht man sie jedoch mit Schilden.

Ich denke, solche Dinge sind keine Mängel, schließlich handelt es sich um ein Spiel und kein Geschichtsbuch aber man könnte das vielleicht als Zusatzinfo für die, die sich für geschichtliche Details interessieren, anmerken.
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Avatar Mega Man
Mega Man
#6 | 30. Mrz 2011, 16:03
Ich hätte mal echt auf ein Spiel mit Wirtschaftssystem und Diplomatie in Echtzeit gehofft... Aber ich lad mir grad die Demo, mal sehen wie es ist.
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Avatar Scipio007
Scipio007
#7 | 18. Mai 2011, 17:14
Habe das Spiel HEGEMONY GOLD (Nachfolger mit Diplomatiesystem) fast komplett durchgezockt, ist echt der Hammer und wirklich nur zu empfehlen für alle Strategen, besonders für jene, die auf historische Strategiespiele abfahren. Endlich mal wieder ein innovatives Spielsystem in Form des Städte -u.Versorgungsmanagment. Vor allem ist die Nahrungsmittelversorgung nicht zu unterschätzen und anfänglich recht knifflig. Bringt nämlich nicht viel eine riesige Armee aufzustellen, die schlecht mit Nahrungsmitteln versorgt ist, weil sich die dann im Kampf relativ schnell verflüchtigt. Ebenso verhält es sich mit eroberten Gebieten, gehen dort die Nahrungsmittel aus hat man ständig Rebellionen am Hals die man zusätzlich zu den KI gesteuerten Überfällen der generischen Fraktionen gar nicht gebrauchen kann.
Fazit das Spiel überrascht vor allem mit seiner taktischen Tiefe, trotz seiner einfach gehaltenen Spielmechanik. Das Diplomatiesystem ist zwar nicht so facettenreich, aber trotzdem völlig ausreichend. Schade nur das es keinen Multiplayer bzw. LAN-Modus gibt.

Übrigens Charmander den Terminus Hopliten verwendet man im Zusammenhang mit der makedonischen Infanterie eigentlich nicht, die Jungs werden Phalangiten genannt und die trugen sehr wohl einen Schild und das bereits unter Philipp II, ebenso wie unter Alexander. Hab neulich aber ne Doku gesehen in der das auch behauptet wurde, dem ist aber nicht so. Kannst mir glauben beschäftige mich schon viele Jahre mit der Thematik antikes Makedonien und insbesondere mit deren Armeen bzw. Truppengattungen.
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Details zu Hegemony: Philip Of Macedon

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Echtzeit-Strategie
Release D: 13. Mai 2010
Publisher: Just a Game
Entwickler: Longbow Digital Arts
Webseite: http://www.longbowgames.com/he...
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 1276 von 9275 in: PC-Spiele
Platz 144 von 810 in: PC-Spiele | Strategie | Echtzeit-Strategie
 
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