Hydrophobia Prophecy - PC

Action-Adventure  |  Release: 09. Mai 2011  |   Publisher: -
Seite 1 2   Fazit Wertung

Hydrophobia Prophecy im Test

Ein Schlag ins Wasser

Im PC-Test zum Action-Adventure Hydrophobia Prophecy von Dark Energy Digital kämpfen wir gegen Wassermassen, Terroristen und Abwechslungsarmut.

Von Sebastian Klix |

Datum: 27.05.2011


Zum Thema » Videos zu Hydrophobia Trailer und Erklärungsvideo Wenn ein und dasselbe Spiel innerhalb von acht Monaten zweimal den Namen wechselt, sollte man vorsichtig sein. Ende September 2010 erschien das wasserlastige Action-Adventure Hydrophobia auf Microsofts Xbox 360, im Dezember gleich noch mal als Hydrophobia Pure, und seit Mai firmiert es auf dem PC als Hydrophobia: Prophecy. Ist die Planscherei so spritzig, dass der Indie-Entwickler Dark Energy Digital sie beständig erweitert?

Im Gegenteil. Zum Konsolen-Einstand im September fuhr Hydrophobia so überwiegend vernichtende Kritiken ein, dass Dark Energy Digital seitdem vornehmlich Lecks stopft. Im Dezember hatte das Spiel neben zahlreichen Bugfixes den Namenszusatz Pure bekommen, wohl um die Bereinigung zu unterstreichen. Die negativen Kritikerstimmen verstummten auch danach nicht. Nun setzt Dark Energy Digital zum dritten Anlauf an und veröffentlicht Hydrophobia: Prophecy für PC, wieder mit einer ellenlangen Verbesserungs- und Erweiterungsliste im Schlepptau. Ob’s denn dem Spiel diesmal etwas gebracht hat?

Bomben statt Eisberg

»Ein Mensch, der in einer schon occupirten Welt geboren wird, wenn seine Familie nicht die Mittel hat, ihn zu ernähren oder wenn die Gesellschaft seine Arbeit nicht nötig hat, dieser Mensch hat nicht das mindeste Recht, irgend einen Teil von Nahrung zu verlangen, und er ist wirklich zu viel auf der Erde.« Das waren einst die Worte des britischen Ökonom Thomas Robert Malthus. Obwohl er bereits im frühen 19. Jahrhundert das Zeitliche segnete, gibt es auch in nicht all zu ferner Zukunft noch Leute, die diese Worte sehr ernst nehmen.

Hydrophobia Prophecy : Mit unseren kinetischen Kräften lösen wir sehr spät im Spiel einfache Verschieberätsel.

Kinetik-Kräften
Mit unseren kinetischen Kräften lösen wir sehr spät im Spiel einfache Verschieberätsel.

»Rette die Welt und töte dich selbst« -- das ist die Neuinterpretation einer terroristischen Gruppierung für Malthus’ Worte, der »Malthusian-Terroristen«. Um ihr Vorhaben voranzutreiben, nisten sie sich auf dem luxuriösen Stadtschiff »Queen of the World« ein, nehmen Geiseln und platzieren Bomben. Denn wer sich nicht an den Leitsatz halten will, bei dem wird eben nachgeholfen.

An Bord des Schiffes befindet sich auch die Ingenieurin Kate Wilson, die eigentlich gerade Feierabend hat. Kate ist allerdings ein Workaholic, wie er im Buche steht, weshalb sie sich unter der Anleitung ihres Kollegen Scoot noch mal zu einem Routineeinsatz aufmacht. Auf dem Weg dorthin gehen die ersten Bomben hoch, Chaos bricht auf dem Schiff aus, und die Ingenieurin steckt mittendrin.

Da sich Explosionen und Schiffshüllen nicht sonderlich gut miteinander vertragen, stößt man frühzeitig auf das wichtigste Element des Spiels: Wasser. Hierfür hat der Entwickler die »HydroEngine« entwickelt, die dafür sorgen soll, dass das Wasser möglichst realistisch aussieht und sich nachvollziehbar verhält. Das gelingt auch ordentlich. Kein Wunder also, das Dark Energy Digital das kühle Nass oft und gerne zum Einsatz bringt.

Hydrophobia Prophecy

Beeindrucken uns die auf uns hereinbrechenden Wassermassen und deren Einbindung in die diversen, leicht zu durchschauenden Rätsel im ersten der drei Kapitel noch, nutzt sich der »Oha!«-Effekt leider relativ schnell ab. Viel zu oft spult das Spiel dasselbe Ereignis sowie praktisch identische Rätseleinlagen in den immer gleich aussehenden Korridoren und Räumen ab, als dass es im weiteren Spielverlauf wirklich noch überraschen könnte.

Durch das eintönig-enge Leveldesign bekommen wir selten wirklich vor Augen geführt, dass wir uns auf einem Stadt-Schiff befinden. Konnten wir zu Beginn des Spiels in Kates Appartement noch einen Blick auf die Skyline der Queen of the World werfen, stapfen wir ab dann praktisch durchgehend durch identische Wartungsgänge und Technikräume.

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Avatar leafspring
leafspring
#1 | 27. Mai 2011, 16:36
Die Wertung deckt sich in etwa mit dem, was ich bisher gehört habe.
Werde es trotzdem mal ausprobieren, wenn es dann irgendwann unweigerlich für 5€ bei Steam erhältlich ist. :)
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Avatar bloodycow
bloodycow
#2 | 27. Mai 2011, 16:39
Naja mit dem 5. Patch wurd de Lokalisierung überarbeitet, weil sich einer im Forum dafür bereitgestellt hat das zu verbessern. Zudem ist es ein Indiegame und kostet auch nur 8€.

60-70 wären eher OK gewesen. Gibt auch reviews die 8 und 9 geben, aber der Durchschnitt liegt so bei 7-8!
Und der Support im Forum ist besser als bei Vollpreisspielen. Man bekommt immer Antwort von den Devs und sie fixen viel, was vorgeschlagen wird.
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Avatar Oedi
Oedi
#3 | 27. Mai 2011, 16:50
Nach diesem Test hätte ich das Spiel wohl keines Blickes gewürdigt, aber ich habs beim Erscheinen gekauft und viel Spaß damit gehabt.. klar, ich verstehe die Kritik, mich hats nach einiger Zeit auch gestört, dass man nie das Gefühl bekommt, auf einem Stadt-Schiff zu sein. Abgesehn davon fand ich es aber sehr spielenswert.
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Avatar Van Kroenen
Van Kroenen
#4 | 27. Mai 2011, 16:52
Zitat von bloodycow:
Zudem ist es ein Indiegame und kostet auch nur 8€.


Stand eigentlich in meinem Fazit auch drinne, inkl. einer Kaufempfehlung für Neugierige. Wieso dieser Absatz letztlich bei der Einbuchung unterging weis ich nicht, hab ihn jetzt aber angepasst =)
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Avatar equalizer9
equalizer9
#5 | 27. Mai 2011, 17:12
"da diese viel zu breitwillig ... an uns vorbeilaufen. "

:ugly:
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Avatar Serah007
Serah007
#6 | 27. Mai 2011, 18:05
Zitat von bloodycow:
Naja mit dem 5. Patch wurd de Lokalisierung überarbeitet, weil sich einer im Forum dafür bereitgestellt hat das zu verbessern. Zudem ist es ein Indiegame und kostet auch nur 8€.

60-70 wären eher OK gewesen. Gibt auch reviews die 8 und 9 geben, aber der Durchschnitt liegt so bei 7-8!
Und der Support im Forum ist besser als bei Vollpreisspielen. Man bekommt immer Antwort von den Devs und sie fixen viel, was vorgeschlagen wird.


Un genau zu sein hab ich die Überstzung überarbeitet ;)
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Avatar Count-Zero
Count-Zero
#7 | 27. Mai 2011, 21:14
Schade, ich finde es sieht sehr schick aus und ich unterstütz gern die Indies mit ein paar Euro. Was taugen sollte es dann aber trotzdem
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Avatar Cherokee67
Cherokee67
#8 | 27. Mai 2011, 22:37
also ich kann dem Test nicht ganz zustimmen. Ich habe trotz der Kürze viel Spaß mit dem Game gehabt. Diesen Kritikpunkt "Abwechslung" habe ich auch schon bei Spielen wie Cryostastis gelesen und stimme da auch nicht zu. Ich mag die Levels eigentlich und die meisten Leute im Steamforum mochten das Spiel im übrigen auch. Wie oben schon erwähnt: die amerikanischen Rewievs fallen deutlich positiver aus. Zur Übersetzung hat sich Dark Energy nach meinem Post schon nach einer Stunde (!!!) gemeldet. Sie haben, da dort niemand deutsch spricht,die Übersetzung an eine Drittpartei abgegeben und sich darauf verlassen dass diese gut arbeiten. Überprüfen konnte das kleine Team die Arbeit mangels Sprachkenntnisse leider nicht. Und so haben sich die Jungs bereits mehrfach entschuldigt. Makke und später auch ich boten dann an zu helfen und Makke hat dann auch eine super Arbeit abgelegt. Im übrigen waren bereits nach zwei Tagen drei (!!!) Patches erschienen, da Dark Energy ein sehr innovatives System des Ingamefeedbacks entwickelt hat. Bei anderen Firmen wartet man auf so was Wochen. Ich persönlich finde diese Bewertung wiedereinmal ungerecht und viel zu sehr an AAA Titel angepasst. Der kleine versöhnliche Satz am Ende nützt da auch nichts mehr. Ich frage mich nur wie es kommt, dass deutsche Magazine solche Spiele i.d.R. viel schlechter bewerten als die Amerikaner. Im Steamforum hat es soweit ich mich erinnere eine Bewertungsumfrage gegeben und die meisten Leute waren so zwischen 65 und 70%. Ich selbst hätte dem Spiel auch über 60% gegeben. Ja, das Ende ist sehr apprupt und die Spielzeit ist mit viereinhalb Stunden recht kurz aber verglichen mit einigen Titeln für 30 und mehr Euro (nehmen wir mal The First Templar z.B.) hatte ich für meinen Teil mit Hydrophobia weitaus mehr Spaß. Für den zweiten Teil hat Dark Energy dann auch eine intensivere Geschichte und mehr Abwechslung versprochen und meine Unterstützung haben sie da auf jeden Fall. Ich werde mir einen zweiten Teil auf jeden Fall kaufen!
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Avatar Serah007
Serah007
#9 | 27. Mai 2011, 23:30
Zitat von Cherokee67:
also ich kann dem Test nicht ganz zustimmen. Ich habe trotz der Kürze viel Spaß mit dem Game gehabt. Diesen Kritikpunkt "Abwechslung" habe ich auch schon bei Spielen wie Cryostastis gelesen und stimme da auch nicht zu. Ich mag die Levels eigentlich und die meisten Leute im Steamforum mochten das Spiel im übrigen auch. Wie oben schon erwähnt: die amerikanischen Rewievs fallen deutlich positiver aus. Zur Übersetzung hat sich Dark Energy nach meinem Post schon nach einer Stunde (!!!) gemeldet. Sie haben, da dort niemand deutsch spricht,die Übersetzung an eine Drittpartei abgegeben und sich darauf verlassen dass diese gut arbeiten. Überprüfen konnte das kleine Team die Arbeit mangels Sprachkenntnisse leider nicht. Und so haben sich die Jungs bereits mehrfach entschuldigt. Makke und später auch ich boten dann an zu helfen und Makke hat dann auch eine super Arbeit abgelegt. Im übrigen waren bereits nach zwei Tagen drei (!!!) Patches erschienen, da Dark Energy ein sehr innovatives System des Ingamefeedbacks entwickelt hat. Bei anderen Firmen wartet man auf so was Wochen. Ich persönlich finde diese Bewertung wiedereinmal ungerecht und viel zu sehr an AAA Titel angepasst. Der kleine versöhnliche Satz am Ende nützt da auch nichts mehr. Ich frage mich nur wie es kommt, dass deutsche Magazine solche Spiele i.d.R. viel schlechter bewerten als die Amerikaner. Im Steamforum hat es soweit ich mich erinnere eine Bewertungsumfrage gegeben und die meisten Leute waren so zwischen 65 und 70%. Ich selbst hätte dem Spiel auch über 60% gegeben. Ja, das Ende ist sehr apprupt und die Spielzeit ist mit viereinhalb Stunden recht kurz aber verglichen mit einigen Titeln für 30 und mehr Euro (nehmen wir mal The First Templar z.B.) hatte ich für meinen Teil mit Hydrophobia weitaus mehr Spaß. Für den zweiten Teil hat Dark Energy dann auch eine intensivere Geschichte und mehr Abwechslung versprochen und meine Unterstützung haben sie da auf jeden Fall. Ich werde mir einen zweiten Teil auf jeden Fall kaufen!


Danke freut mich das die Übersetzung jetzt besser ankommt ;)
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Gelöschter User
#10 | 28. Mai 2011, 00:30
Zitat von Cherokee67:
und die meisten Leute im Steamforum mochten das Spiel im übrigen auch.


Wir "hassen" es auch nicht... sonst hätte es keine durchschnittliche Wertung bekommen.

Zitat von Cherokee67:

Wie oben schon erwähnt: die amerikanischen Rewievs fallen deutlich positiver aus.


Die Reviews der amerikanischen Kollegen reichen von 40 bis 90... beides halte ich für mehr als unangebracht.

Zitat von Cherokee67:

Der kleine versöhnliche Satz am Ende nützt da auch nichts mehr. Im Steamforum hat es soweit ich mich erinnere eine Bewertungsumfrage gegeben und die meisten Leute waren so zwischen 65 und 70%. Ich selbst hätte dem Spiel auch über 60% gegeben.


Der "kleine versöhnliche Satz" ist bestandteil MEINES Fazits, der MEINE PERSÖNLICHE Meinung wiederspiegelt. Und die muss sich nicht zwangsläufig mit dem eigentlichen Testinhalt decken.

Zitat von Cherokee67:

Ich persönlich finde diese Bewertung wiedereinmal ungerecht und viel zu sehr an AAA Titel angepasst.


Du persönlich.
Das macht die Bewertung aber nicht automatisch ungerecht und falsch.
Einen pauschalen +20 Punktebonus für kommerzielle Spiele kleiner Studios gibt es hier nicht.
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PROMOTION

Details zu Hydrophobia Prophecy

Plattform: PC (PSN)
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 09. Mai 2011
Publisher: -
Entwickler: Dark Energy Digital
Webseite: http://www.hydrophobia-game.com/
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 2072 von 5752 in: PC-Spiele
Platz 390 von 1437 in: PC-Spiele | Action | Action-Adventure
 
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