IL-2 Sturmovik: Wings of Prey - PC

Action-Simulation  |  Release: 28. Mai 2010  |   Publisher: Iceberg Interactive
Seite 1 2   Fazit Wertung

Wings of Prey im Test

Hübsche Flugsimulation mit 08/15-Missionen

Die (Action)-Flugsimulation Birds of Prey erscheint nun auch auf den PC, unter einem etwas anderen Titel und vorerst nur als Download-Spiel. Wir haben Wings of Prey im Test.

Von Christian Fritz Schneider |

Datum: 29.01.2010


Update: Mit dem Patch auf die Version 1.0.2.7 werten wir das Spiel auf. Mehr dazu lesen Sie weiter hinten im Test. Beachten Sie auch die Änderungen am Wertungskasten.

Für die Xbox 360 und Playstation 3 erschien Wings of Prey im September 2009 unter dem Nachnamen Birds of Prey. Vorname: IL-2 Sturmovik. Spätestens jetzt sollte es bei PC-Spielern klingeln, schließlich erscheinen unter diesem Titel seit Jahren Hardcore-Flugsimulationen mit 2. Weltkriegs-Szenario. Dem historischen Setting bleibt Birds of Prey treu, beim Simulationsanspruch geht das Spiel hingegen einen Zwitterweg und bietet die Wahl: Arcade oder Realismus. Das Ergebnis konnte im Test nicht vollends überzeugen, zum Trost gibt’s hübsche Grafik.

Bombige Grafik

Über den Wolken war es noch nie so schön wie bei Birds of Prey. Während die Serienvorgänger dem aktuellen Stand der Technik immer weiter hinterherhinkten, bekommen Sie diesmal hochdetaillierte Flugzeuge – samt schmucker Cockpits –, wunderschöne Landschaften und tolle Effekte.

Wings of Prey : Grafisch kann Wings of Prey überzeugen. Grafisch kann Wings of Prey überzeugen. Selbst an die kleinsten Nuancen haben die Entwickler gedacht. Wenn Sie einer brennenden Feindmaschine hinterher tauchen und durch deren Rauchschwaden fliegen, tropft Öl auf die Scheiben. In den Wolken bilden sich Wasserlinien an den Fenstern. Das Schadensmodel zeigt selbst kleinste Einschusslöcher und offenbart nach Zusammenstößen immer neue Bruchstellen an den Flugzeugen. Sie können sogar der hinausspringenden Besatzung beim Fallschirm öffnen zusehen. Allein die Landschaften wirken in Bodennähe etwas unbelebt.

Gelungen sind auch die orchestrale Musikunterlage und die Soundeffekte, nur die sich ständig wiederholenden Piloten-Funksprüche nerven schnell.

Arcadiger Realismus

Bevor es in die Luft geht, müssen Sie sich für eine von drei Realismus-Stufen entscheiden. »Arcade« ist der Standard. Hier steuern sich Ihre Maschinen ähnlich leicht wie in den vergleichbaren Action-Flugsimulationen Blazing Angels und Heroes over Europe. Außerdem werden die Flugzeuge und Bodenziele mit Freund-Feind-Markierungen gekennzeichnet.

Wings of Prey :

Dies gilt auch noch bei Stufe 2: »Realistic«. Die Flugzeugphysik stellt Sie hier aber vor bedeutend größere Herausforderungen. Während der erste Modus mit Gamepad und sogar mit Maus und Tastatur angemessen zu beherrschen ist, können Sie bei »Realistic« ohne einen ausgezeichneten Joystick auch gleich am Boden bleiben. Bei jeder minimal ruppigen Eingabe geraten die Flugzeuge sofort ins Trudeln, ein ruhiges Händchen ist also Pflicht. Zudem kommt es bei engen Kurven zu Blackouts und Ihr Sichtfeld verengt sich enorm. Auf der Stufe »Simulation« ändert sich am Flugmodell nichts, dafür müssen Sie nun auf sämtliche Hilfsanzeigen verzichten, sogar auf die Sichtverfolgung, die die Kamera automatisch zum Feind dreht. Unendlich Munition, Treibstoff und Neuversuche gibt’s übrigens immer, können aber wahlweise eingeschränkt werden.

Maue Missionen

Mehr als 50 Missionen (und fast ebenso viele Flugzeuge) erwarten Sie in Birds of Prey. Lange Anflüge, Einsatzplanungen oder Flugzeugkonfigurationen gibt es nicht, Sie starten meist wenige Kilometer vom Einsatzort entfernt. Die Solo-Kampagne führt Sie dabei von England über Russland und Sizilien bis nach Berlin. Eine zusammenhängende Handlung fehlt genauso wie Bezugspersonen. Nach den Missionen wird lediglich kurz aus den Tagebüchern der Piloten vorgelesen, dass war’s. Ob Sie also eine der, teils freizuschaltenden, Einzelmissionen starten oder die Kampagne bestreiten, macht keinen Unterschied. Beides hinterlässt einen beliebigen Eindruck. Schuld daran sind nicht nur das magere Drumherum, sondern auch das einfallslose Missionsdesign und die belanglose Inszenierung.

Wings of Prey

Sie fliegen Patrouillen, bombardieren Bodenziele, leisten Geleitschutz und nehmen an großen Luftschlachten teil. Mal dürfen Sie sogar hinter feindlichen Linien landen und einen abgestürzten Piloten retten, mal geht es im Tiefflug zur gegnerischen Stellung. Während es in den Einsätzen – dank der oft guten KI – nicht selten zu spannenden Duellen am Himmel kommt, müssen Sie beim Missionsdesign auf überraschende Wendungen oder ungewöhnliche Einsatzziele größtenteils verzichten. Die wenigen und unpersönlichen Funksprüche Ihrer Vorgesetzten sorgen zudem kaum für Stimmung. Stattdessen haftet allen Einsätzen der Makel an, dass sie scheinbar im Minutentakt aus dem Missionseditor geworfen wurden.

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Avatar hadeS1
hadeS1
#1 | 29. Jan 2010, 19:58
Ist immer ein schöner vergleich die gamestar wertung zur user wertung^^
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Avatar rgbger
rgbger
#2 | 29. Jan 2010, 20:14
Ich richte mich eigentlich seit einiger Zeit fast nur noch nach den Userwertungen...
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Avatar Eldest
Eldest
#3 | 29. Jan 2010, 20:28
Zitat von rgbger:
Ich richte mich eigentlich seit einiger Zeit fast nur noch nach den Userwertungen...

Die User-Wertungen zählen für mich nicht im entferntesten. Sind viel zu sehr von den Medien und Vorurteilen, sowie subjektivem Hass auf große Genre-Vertreter (World of Warcraft) beeinflusst. Hinzu kommt, dass der Teil der Bewertungen, der von Usern stammt, die das Spiel auch wirklich gespielt haben, eher gering sein dürfte.

Nene, ich lese lieber mehrere Tests im Internet und/oder Magazinen.
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Avatar rgbger
rgbger
#4 | 29. Jan 2010, 21:22
Ich hol mir natürlich auch mehrere Meinungen in Form von Tests und Rezensionen ein, so ist es nicht. Aber HIER achte ich, seitdem GS häufig (mir) nicht nachvollziehbare Wertungen vergibt, besonders bei anspruchsvolleren Simulationen, eher auf die Meinung der User, da sich diese dann meist auch mit meiner deckt.

Aber wahrscheinlich ist auch GS einfach die falsche Adresse, wenn man an Simulationen interessiert ist ;)
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Avatar Waupee
Waupee
#5 | 29. Jan 2010, 21:44
Mhm hab ich da was mit Simulation gelesen :-)

Ich bleibe weiter bei IL2 Sturmovik 1946 das ist wenigstens ne Simulation nicht son Murks.
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Avatar rgbger
rgbger
#6 | 29. Jan 2010, 22:20
Mir gings jez eigentlich weniger um Wings of Prey, sondern allgemein um die GS-Bewertungen von Simulationen.

Und da ist es doch in der Regel so, dass wirklich gelungene Spiele, wie Hoi2/DD, IL2, Theatre of War 2, Arma IMMER unterbewertet sind.

kA, ob das auch für Wings of Prey gilt, aber für die anderen mit Sicherheit, deshalb werd ich weiterhin nen Scheiß drauf geben, wie GS wertet.
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Avatar Bagera
Bagera
#7 | 29. Jan 2010, 22:26
Für mich ist das Spiel unterbewertet. Gute 80 hätte ich gegeben. Was ich gut finde ist, das die Entwickler sich die Vorschläge und Wünsche der Spieler zu Herzen nehmen und im Forum kann man sich die "to do" Liste anschauen, das Spiel wird also noch besser. Ich finde für Sim-Anfänger ist das ein ganz guter Titel.
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Avatar DaHuggy
DaHuggy
#8 | 30. Jan 2010, 05:25
Erinnert mich irgendwie an den 3D Mark 2003 mit dieser Kuh-Szene am Ende :-)
Bestimmt ein tolles Spiel, hab Il-2 Sturmovik damals sehr gerne gespielt.
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Avatar Kuhlsdonner
Kuhlsdonner
#9 | 30. Jan 2010, 08:46
Wie ich schon vorher im Forum schrieb,ihr habt im Sim-Bereich keine Kompetenz mehr.
Was man nicht nur an diesem Test wieder gut lesen kann.

Leider,Hallo Mick!
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Avatar rgbger
rgbger
#10 | 30. Jan 2010, 11:05
Jo, finds auch schade. Hieß der nich sogar Mick, der damals den Sim-Bereich leitete?
Das warn noch Zeiten, wo ich gespannt die Tage gezählt hab, bis doch endlich die neue GS rauskommt, aber heute...

Zum einen, dass viele (maßlos) unterbewertet sind, wahrscheinlich auch dadurch dass u.a. die Grafik für ein Spiel entscheidend ist, und zum anderen kriegen andere Sims überhaupt keine Chance.

Zum Beispiel Battleground Europe, das ich nun seit mehreren Jahren regelmäßig zogg...
Ich hab bis jez auch schon so gut wie alles durch. CS in der ESL, sämtliche 0815-Shooter wie CoD, MoH, BF, vor allem Online, aber keins hat mich bisher so gefesselt wie BGE.
Und das bekommt nich mal nen kleinen Test. Aber selbst wenn, da die Grafik miserabel ist, zudem extrem komplex u. umfangreich, sodass man am Anfang als Tester gar nich wüsste, was man tun soll, würde es sowieso nich über ne 50er Wertung hinaus kommen.

Und das ist einfach schade, dass vielen, besonders durch solche Magazine, suggeriert wird, dass Simulationen keinen/viel weniger Spaß machen.
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Details zu IL-2 Sturmovik: Wings of Prey

Plattform: PC
Genre Action
Untergenre: Action-Simulation
Release D: 28. Mai 2010
Publisher: Iceberg Interactive
Entwickler: Gaijin Entertainment
Webseite: http://www.airwargame.com/eng
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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