Ittle Dew - PC

Action-Adventure  |  Release: 23. Juli 2013  |   Publisher: -
Seite 1   Fazit Wertung

Ittle Dew im Test

A Link to Zelda

Zelda-Hommage für den PC: Das unscheinbare Action-Adventure Ittle Dew überrascht uns im Test mit einem erfrischenden Mix aus Blödel-Spaß und Rätsel-Lust. Und ist leider viel zu schnell vorbei.

Von Patrick Mittler |

Datum: 11.08.2013


Du lieber Himmel ist das herzig! Vom ersten Augenblick an sind wir vom kindlichen Stil des Action-Adventures Ittle Dew förmlich erschlagen. Drollige Schnabeltiere wandern durch kunterbunte Wäldchen, tierisch kostümierte Wachen patrouillieren durch ein farbenfrohes Schloss und aus den Boxen tönen fröhliche Melodien. Ein Spiel für Kinder also? Mitnichten, denn die überwältigende Niedlichkeit ist nur die Fassade für einen knackigen Rätselsnack, der mit herrlich naivem Humor allerlei Videospielklischees auf die Schippe nimmt.

Die liebsten Ziele der Ittle Dew-Witzeleien sind unverkennbar die frühen 2D-Zelda-Titel für NES und Super Nintendo. Allein die titelgebende Heldin ist Link wie aus dem Gesicht geschnitten und ebenso wie Nintendos bekannter Feenjunge hat auch Ittle Dew ein Helferchen an ihrer Seite, nämlich den geflügelten Fuchs Tippsie. Die Dame und ihr Sidekick stranden zum Beginn des Abenteuers auf einer mysteriösen Insel mit einem gewaltigen Schloss im Zentrum. Der einzige Händler am Eiland führt zwar ein Floß im Sortiment, das kostet aber einen Sack voll Gold.

Ittle Dew braucht also Bares und das wird über die typische Zelda-Routine beschafft: Wir kämpfen und rätseln uns quer über die Insel und ihr Gemäuer, sammeln unterwegs nützliche Werkzeuge, besiegen eine Handvoll Bossgegner und klauen den Inselbewohnern den Zaster aus den Schatztruhen. Wer The Legend of Zelda oder A Link to the Past kennt, fühlt sich vom Fleck weg heimisch: Vogelperspektive, Steuerung und Spielprinzip orientieren sich klar an dem Klassiker, nur eben in abgespeckter Form und etwas anderer Aufmachung.

Wo kaufen?
Ittle Dew ist über die offizielle Homepage um 13,99 US-Dollar zu haben(entspricht zum Testzeitpunkt etwa 10,50 Euro) oder via Steam um 9,99 Euro.

Schalk im Nacken, Cleverness im Kopf

Im Gegensatz zu Links oft bierernsten Reisen ist der Inselausflug von Ittle Dew nämlich ausgenommen albern. Tippsie hat etwa ein echtes Suchtproblem mit Heiltränken, und wenn Ittle Dew Zelda-typisch ein Lebensenergie-Herz vom Boden mampft, findet der zynische Fuchs das zurecht widerlich. Die beiden witzeln über den trostlosen Alltag typischer 08/15-Feinde (Wäsche waschen) und staunen über fliegende Gegner die über furchtbare Höhenangst klagen – jedoch ausschließlich auf Englisch, eine deutsche Übersetzung gibt es nicht. Ittle Dew wird bei all den Seitenhieben aber nie zur fiesen Parodie. Das Action-Adventure lacht mit den Spielen, die es auf den Arm nimmt und nicht über sie. Dieser naive und dennoch komische Humor geht mit der farbenfrohen Aufmachung Hand in Hand. Die ganze fröhliche Atmosphäre ist wie ein erfrischender Sommerurlaub von all der Ernsthaftigkeit im Spieleregal. Vorausgesetzt Sie mögen Schieberätsel.

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Ittle Dew
Heldin Ittle Dew und ihr fliegender Fuchs Tippsie stranden auf einer mysteriösen Insel. Das reicht in Ittle Dew als Story.

In puncto Spielmechanik setzt Ittle Dew nämlich größtenteils auf Logik-Puzzles, bei denen wir diverse Plattformen hin und her schieben. Das ist im Grunde wenig originell, aber besonders dank der drei Spezial-Items, die wir im Spielverlauf kaufen dürfen, bleiben die Rätsel abwechslungsreich und knackig. Mit dem Feuerschwert kann Ittle Dew beispielsweise Eisblöcke schmelzen, mit dem Eisstab im Umkehrschluss Blöcke oder Feinde einfrieren, und mit dem echt cleveren Portal-Stab darf die wackere Heldin sowohl Blöcke erschaffen als auch eine Teleport-Funktion nutzen. Viele Rätsel sind nur lösbar, indem wir die Utensilien schlau kombinieren. Genau wie es sich anhört ist das keine Genrerevolution, doch gerade so anspruchsvoll, dass die gute alte Puzzle-Hassliebe aufflammt: Scheitern wir an einem Raum, verfluchen wir unsere eigene Unfähigkeit (und das Spiel gleich mit). Geht der Knoten dann auf, halten wir uns wieder kurz für das größte Genie auf dem Planeten – bis wir an der nächsten Kopfnuss verzweifeln.

Und dann ist’s auch schon wieder vorbei

Das gelungene Spielchen hat aber auch eine Kehrseite: Ittle Dew ist ein ausgesprochen kurzes Vergnügen. Selbst wenn wir ausgiebig nach Sammelkarten (mit witzigen Infos zu Feinden) oder Papierfetzen (erweitern unsere Lebensleiste) suchen und den optionalen Master-Dungeon angehen, ist Ittle Dew nach vier bis fünf Stunden vorbei (je nachdem, wie lange wir über den Rätseln brüten). Zumindest bietet die Zelda-Hommage ein gewisses Maß an Wiederspielwert – eine gehörige Portion Sportsgeist vorausgesetzt.

Das Spiel ist nämlich so konzipiert, dass kaum ein Spieler denselben Weg geht. Ittle Dew ist gespickt mit versteckten Abkürzungen für besonders helle Köpfe und/oder Spieler mit Speedrun-Ambitionen. Wer will, kann das Ende auch mit lediglich zwei Spezial-Items erreichen und mit einem entsprechenden Plan gar in kürzester Zeit durch das Abenteuer rauschen (es gibt sogar ein Achievement für eine Zeit unter 15 Minuten!). Mehr als Leaderboard-Ehren und Erfolge gibt’s als Belohnung aber nicht. Trotz der Kürze ist Ittle Dew dennoch ein charmanter und liebevoll designter Sommersnack für Retro-Liebhaber mit einigen knackigen Schieberätseln und ohne große, hervorstechende Macken – gerade recht für zwischendurch.

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Avatar pRinz3ssPr3tty
pRinz3ssPr3tty
#1 | 11. Aug 2013, 12:15
Das Video ist defekt
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Avatar Kehool
Kehool
#2 | 11. Aug 2013, 12:39
bis zum nächsten zelda titel von nintendo gilt dann: it'll do :)


werds mir vielleicht mal ansehen, wobei ich mir das für 10€ schon nochmal überlegen muss

edit: stimmt die videodatei ist nach ~sekunde 11 einfach leer
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Avatar m4r1k
m4r1k
#3 | 11. Aug 2013, 13:08
Zitat von Kehool:
bis zum nächsten zelda titel von nintendo gilt dann: itll do :)


A Link Between Worlds kommt im November ;)
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Avatar Kehool
Kehool
#4 | 11. Aug 2013, 14:14
Zitat von m4r1k:


A Link Between Worlds kommt im November ;)


handhelds sind nicht so meins
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Avatar Ludwig
Ludwig
#5 | 11. Aug 2013, 14:59
Ich werde mir das Spiel alleine schon deshalb besorgen, weil es von Daniel Remar ist.

Dieser junge Mann hat in der Vergangenheit einige ausgesprochen gute Freeware-Spiele veröffentlicht. Besonders empfehlenswert sind "Hyper Princess Pitch", "Iji" und "Hero Core".

Die kann man sich auch alle auf seiner privaten Homepage besorgen:
http://www.remar.se/daniel/

Schön dass er jetzt auch in "der Industrie" Fuss fassen kann, bzw. ein Teil dieser wird.
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Avatar Shieky
Shieky
#6 | 11. Aug 2013, 15:13
Zitat von Kehool:


handhelds sind nicht so meins

Die Titel von Zelda für die Handhelds sind aber echt gut
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Avatar Ludwig
Ludwig
#7 | 11. Aug 2013, 15:17
Zitat von Shieky:

Die Titel von Zelda für die Handhelds sind aber echt gut

Ich liebe Minish Cap!
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Avatar Kehool
Kehool
#8 | 11. Aug 2013, 15:25
Zitat von Shieky:

Die Titel von Zelda für die Handhelds sind aber echt gut


bestreite ich ja nicht, ändert aber trotzdem nichts daran dass ich mit handhelds nichts anfangen kann
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Avatar Shieky
Shieky
#9 | 11. Aug 2013, 16:13
Zitat von Kehool:


bestreite ich ja nicht, ändert aber trotzdem nichts daran dass ich mit handhelds nichts anfangen kann

Jedem das seine Nya :)
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Avatar Ephialtes
Ephialtes
#10 | 11. Aug 2013, 16:35
Also dieser Test klingt durchweg positiv, bis auf ein paaaaar Kleinigkeiten.
Groß bemängelt wird die Spieldauer (die bei vollem Ausreizen bei 4-5 Stunden liegt - ein Call of Duty kommt da nicht mal drauf).
Ignoriert wird die Tatsache, dass das Spiel zu mehreren Durchläufen animiert, weil jedes Durchspielen anders abläuft -> hoher Wiederspielwert.

Und das wird aus DEN Gründen mit 66% abgestraft?
Ehrlich Gamestar - ihr habt ein Wertungssystem, das für Indie-Entwickler so dermaßen unfair ist.

Ein gutes Beispiel ist Braid: Das Spiel ist eines der bestbewertetsten Spiele aller Zeiten. Von Euch bekommt es "NUR" 82%. Warum? Keine Top-Moderne Grafik und kein Riesenbudget.


Bitte überarbeitet Euer Wertungssystem. Dringend. Bewertet Ästhetik anstatt Grafik. Ein Spiel kann Milliarden von Polygonen haben - wenn die Ästhetik nicht stimmt, sieht das Spiel trotzdem scheiße aus. Die Welt der Computerspiele hat sich vor Jahren drastisch geändert. Ihr hinkt noch hinterher.
rate (28)  |  rate (1)

PROMOTION

Details zu Ittle Dew

Plattform: PC (Wii U)
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 23. Juli 2013
Publisher: -
Entwickler: Ludosity
Webseite: http://www.ittledew.com/
USK: keine Angabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 2688 von 5756 in: PC-Spiele
Platz 504 von 1437 in: PC-Spiele | Action | Action-Adventure
 
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