Mass Effect 2 - PC

Action-Rollenspiel  |  Release: 28. Januar 2010  |   Publisher: Electronic Arts
Seite 1 2   Fazit

Mass Effect 2 in der Vorschau

Angespielt: Besser als Teil 1?

Bioware macht ernst: Mass Effect 2 wird düsterer und erwachsener als sein Vorgänger. Zudem bewegt sich Shepards Abenteuer weg vom Rollenspiel hin zum brachialen Action-Spektakel. Eine gute Entscheidung?

Von Daniel Matschijewsky |

Datum: 17.12.2009


Majestätisch sieht sie aus, die Normandy, wie sie sich ihren Weg durch blau schimmernden Sternenstaub bahnt. An Bord das vertraute Treiben: Im Kartenraum tummeln sich die Navigatoren, auf der Brücke gibt Jeff »Joker« Moreau seine sarkastischen Kommentare zum Besten. Plötzlich schrillen die Alarmglocken. Hinter der Normandy schält sich ein gigantisches Raumschiff aus seiner Tarnung und eröffnet das Feuer. Der Laserstrahl zerfetzt die Hülle, Explosionen erschüttern das Innere der Normandy. Eine Mechanikerin rennt panisch ins untere Deck. »Commander Shepard«, brüllt sie durch den Lärm, »Sie müssen hier raus!« Shepard dreht sich um: »Erst retten wir die Crew.« Das Programm wechselt in die Schulterperspektive, wir hetzen mit dem Commander durch brennende Flure, die Treppe rauf bis zur bebenden Brücke. »Joker, weg hier!«, kann Shepard gerade noch rufen, als eine weitere Explosion das Schiff zerreißt. Wir werden ins All geschleudert und müssen mit ansehen, wie die Normandy auseinander bricht. Das Bild wird schwarz, ein Schriftzug erscheint: Mass Effect 2.

Shepard kehrt zurück

Mass Effect 2 : Der Schwarm, eklige Alien-Insekten, sind die neue böse Partei. Der Schwarm, eklige Alien-Insekten, sind die neue böse Partei. Licht, unscharfe Schemen, dumpfe Stimmen -- wir liegen auf einem OP-Tisch. In einer hübsch animierten Render-Sequenz sehen wir Nadeln Nanomaschinen in Venen spritzen, Roboter Knochen reparieren und injizierte Medikamente das Herz reanimieren. Schnell stellt sich heraus: Shepard, beim Angriff auf die Normandy vor zwei Jahren für tot erklärt, wurde von der ominösen Splittergruppe Cerebrus gefunden und in einer langwierigen Prozedur wiederbelebt. In dieser Zeit hat sich viel verändert: Der Titel als Spectre ist verloren, Shepards einstige Kampfkameraden haben sich übers Universum verstreut, und eine neue Bedrohung, der Schwarm genannt, jagt und entführt Menschen zu Abertausenden. Shepard soll herausfinden, was die Alien-Insekten vorhaben. Und sie aufhalten.

Mass Effect 2 : Dank seines Talents »Singularität« beschwört unser Experte ein schwarzes Loch, das unvorsichtige Feinde kurzerhand aufsaugt. Dank seines Talents »Singularität« beschwört unser Experte ein schwarzes Loch, das unvorsichtige Feinde kurzerhand aufsaugt. Zeit zur Vorbereitung bleibt nicht, denn plötzlich wird das Labor von Robotern angegriffen. Wir schnappen uns ein Maschinengewehr und erleben die Flucht als packendes und durch gut gemachte Skriptereignisse temporeich in Szene gesetztes Tutorial, das uns mit den Neuerungen von Mass Effect 2 vertraut macht. Konsequent auf Zugänglichkeit getrimmt, geht das Hechten von Deckung zu Deckung viel präziser von der Hand als noch beim ersten Mass Effect. Zudem dürfen wir nun auf Knopfdruck blitzschnell zwischen der aktuellen und der zuletzt gewählten Waffe wechseln. Wir sind trotzdem zu langsam und werden von mehreren Salven getroffen, das Bild färbt sich rot. Der Lebensbalken aus dem Vorgänger ist der zum Shooter-Standard etablierten Selbstheilung gewichen. Bleibt Shepard einen Augenblick in Deckung, regeneriert sich sein Zustand von selbst. Diesen Vorteil hat der Feind nicht. Wir linsen über die Kiste und feuern zurück.

Die Kämpfe & Talente

Unser Gefecht macht deutlich, dass Mass Effect 2 erheblich actionlastiger daherkommt als sein Vorgänger. Verstärkt wird dieser Eindruck durch Shepards ersten Rangaufstieg. Wo in Mass Effect pro Charakterklasse mehr als ein Dutzend Fertigkeiten in bis zu zwölf Stufen ausgebaut werden konnten, stehen nun nur noch sechs Talente à vier Levels zur Auswahl.

Mass Effect 2 : Weniger Talente, weniger Ausbaustufen -- Mass Effect wird mehr und mehr zum Shooter. Weniger Talente, weniger Ausbaustufen -- Mass Effect wird mehr und mehr zum Shooter. Die Spezialisierungen auf bestimmte Waffentypen hat Bioware ebenso entfernt wie den individuellen Ausbau von Lebenspunkten und Rüstungswerten. Das Resultat: Mass Effect 2 bewegt sich weg vom Rollenspiel hin zum Shooter. Eine seltsame Design-Entscheidung, immerhin war vielen Fans bereits das erste Mass Effect zu seicht. Trotz aller zurückgeschraubter Komplexität ist der sinnvolle Einsatz von Spezialtalenten aber nach wie vor das A und O. Techniker schicken zur Ablenkung Kampfdrohnen ins Gefecht, Experten wirbeln Feinde jedi-mäßig durch die Luft, und Frontkämpfer betäuben mit Schockwellen gleich ganze Gruppen, um sie anschließend im Nahkampf zu vermöbeln. Da jede Charakterklasse zudem nur noch ein bis zwei spezielle Waffen benutzen darf, werden Sie stärker darüber nachdenken müssen, welche Ihrer bis zu zehn KI-Kameraden Sie mit ins Gefecht nehmen.

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Avatar TempelKnight
TempelKnight
#1 | 17. Dez 2009, 14:21
Naja scheint ganz nice zu sein.
Aber irgendwie interessiert mich das Spiel nicht.
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Avatar Supreme Commander
Supreme Commander
#2 | 17. Dez 2009, 14:21
"mehr shooter" ... also wurden die "Stärken" der konsolenartigen Steuerung weiter ausgebaut während man RPG Elemente auf den SmallTalk reduziert. Das Spiel bekommt von mir vermutlich ein noch grösseres FAIL als Teil1.
Wirklich schade den das ME-Universum fand ich sehr schön geschrieben.
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Avatar worgul
worgul
#3 | 17. Dez 2009, 14:28
Ich habe das Gefühl, dass immer mehr Spiele hin zur "Casual-Sparte" wandern. Anscheinend lässt sich mit gesenktem Anspruch und bunten Effekten mehr Geld verdienen, als durch mehr Anspruch und weniger effektreichen Explosionen.

Was Hollywood seit Jahren praktiziert erreicht nun also immer mehr den Spielesektor.

Im Übrigen: Zitat aus der Preview: ...was das Programm neuerdings durch eine rote oder blaue Einfärbung der entsprechenden Gesprächsoption hervorhebt.
Diese Hervorhebungen gab es bei Mass Effect 1 auch schon.
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Avatar Che Eder
Che Eder
#4 | 17. Dez 2009, 14:44
Also ... actionlastiger klingt ja meist eher schlecht.

Aber als Rollenspiel betrachtet (Vergleich mit BG2, etc.) war ME ohnehin nicht so der Hit, genial und für das Spiel viel wichtiger waren hingegen die Inszenierung, die interessante Story, die Atmosphäre und die anderen Charaktere.

Da passt es eigentlich schon, die eher nebensächlichen Rollenspielelemente zurückzuschrauben - die verschiedenen Klassen und Levelaufstiege haben sich ja nun sowieso nicht allzusehr ausgewirkt. Wichtig ist halt, dass die Action sich nicht auf negativ auf den Rest des Spiels auswirkt - dann sehe ich da schon noch den nächsten Hit, vielleicht sogar besser als der Vorgänger.
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Avatar JerseyRyan
JerseyRyan
#5 | 17. Dez 2009, 14:51
Also ich bin eigentlich ein gebürtiger (Ego-)Shooter und hab ME1 auch nur wegen der genialen Inszenierung gespielt. Ich will keine Zeit mit irgendwelchen Skills verplämpern, ich will Action - gerne auch taktisch anspruchsvolle. Ich will nicht durch Skilltabellen aus dem Spiel gerissen werden, ich möchte sehen wie die Story weitergeht.

Von daher kann ich verstehen, was Daniel in seinem Fazit sagt: Im Falle von Mass Effect ist der Umschwung von Rollen- zu Actionspiel verständlich. Die Rollenspieler hier im Forum tun mir allerdings schon etwas leid. Ich kann verstehen, dass man sauer wird, wenn man nicht mehr die Zielguppe des Entwicklers ist.
Zitat von worgul:
Ich habe das Gefühl, dass immer mehr Spiele hin zur "Casual-Sparte" wandern.

Fast. Nicht zur dummen Casual-Sparte, sondern eben zum Action-Genre. Das hat nix mit Verdummung zu tun, sondern es ist schlicht eine andere Bühne.

Mass Effect 2 wird die Community eindeutig spalten, dass deutet sich jetzt schon an. Warum innerhalb einer Serie das Genre gewechselt wird, ist mir ein Rätsel. Aber für Leute wie mich kommt das natürlich gelegen :)
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Avatar Gomeril
Gomeril
#6 | 17. Dez 2009, 15:10
Wenn es schon in Richtung Action geht, dann bitte als Koop-Multiplayer. Wenn man sowieso mit zwei Bots unterwegs ist, kann das ja wohl kein Problem sein. Und LAN, bitteschön, ich will nicht von irgendwelchen Servern abhängig sein und meine sozialen Kontakte sind noch nicht alle virtuell.
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Avatar Arius
Arius
#7 | 17. Dez 2009, 15:15
sieht schon sehr gut, aus hoffentlich gibts wirklich nen Koop-Modus
und das mass efect 2 mehr in richtung Action geht find ich auch gut der erste teil war mir sowiso etwas zu "politisch"
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Avatar Xheel
Xheel
#8 | 17. Dez 2009, 15:23
ich finds gut wie sie das spiel gestalten, obwohl ichs schade finde das sie die rpg elemente beschneiden. habe aber von einigen hier das gefühl das sie den ersten teil garnicht kennen oder nur auf easy durchgerusht sind...
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Avatar blacksun84
blacksun84
#9 | 17. Dez 2009, 15:52
Ich finde das Kampfsystem gut. Nach dem sehr (!) taktischen aus Dragon Age habe ich wieder Lust auf das lockere eines Mass Effect.
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Avatar GSF
GSF
#10 | 17. Dez 2009, 15:59
Was ist denn mit der Story um die Reaper? Eigentlich hatte ich gedacht, die sei noch nicht zu Ende^^ ...
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Details zu Mass Effect 2

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Rollenspiel
Untergenre: Action-Rollenspiel
Release D: 28. Januar 2010
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: BioWare
Webseite: http://masseffect.bioware.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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