Mass Effect 3 - PC

Action-Rollenspiel  |  Release: 08. März 2012  |   Publisher: Electronic Arts
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Special: Mass Effect 3: Extended Cut

Alles hat ein (gutes) Ende...

Mit dem kostenlosen Extended Cut für Mass Effect 3 schreibt Bioware das kontrovers diskutierte Ende seines Action-Rollenspiels zwar nicht um, verleiht ihm aber mehr Tiefe und Logik.

Von Daniel Matschijewsky |

Datum: 28.06.2012


Mass Effect 3: Extended Cut :

Viel wurde in Fan-Kreisen über das Ende von Mass Effect 3 diskutiert, noch viel mehr darüber gestänkert. Zu uninspiriert hätte Bioware sein Science-Fiction-Epos zum Abschluss gebracht, zu viele Fragen unbeantwortet gelassen und sogar einige Logiklöcher im heiß erwarteten Finale der Rollenspiel-Serie aufgerissen.

Als der Community-Sturm seinen Höhepunkt erreichte, knickte Bioware regelrecht ein und kündigte an, dass man sich des Endes annehmen und es verbessern beziehungsweise ausbauen werde – in Form eines kostenlosen DLCs.

Der ist nun am 26. Juni erschienen, heißt Mass Effect 3: Extended Cut, wiegt knapp zwei Gigabyte und ist direkt über das Hauptmenü des Spiels erhältlich. Wir haben uns durch das erweiterte Finale gekämpft und klären, ob und inwieweit Bioware seine Fans mit dem »neuen« Ende zufrieden stellen kann.

Spoiler-Warnung!
In diesem Artikel geht es um das Finale von Mass Effect 3 und was Bioware daran verändert hat. Zwar werden wir es vermeiden, relevante Details, Figuren oder Ereignisse zu verraten, wer aber Mass Effect 3 noch nicht durchgespielt hat, dem raten wir dennoch, nun nicht weiter zu lesen.

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Zum Thema » Mass Effect 3 - Test mit Video So gut ist das Sci-Fi-Rollenspiel » Mass Effect 3: Extended Cut FAQ zum erweiterten Ende » Tipps zu Mass Effect 3 Gut vorbereitet in das Finale Der Extended Cut beginnt am Ende des Spiels kurz vor der finalen Konfrontation mit Shepards Gegenspieler. Zusätzliche Levels, durch die sich der Commander und sein Team bis dahin ballern, hat Bioware nicht eingebaut.

Mass Effect 3: Extended Cut : Neue Spielabschnitte gibt es im Extended Cut nicht. Neue Spielabschnitte gibt es im Extended Cut nicht. Stattdessen fügt der DLC lediglich eine Reihe von Dialogen und Zwischensequenzen ein, um diverse, für Fans bislang eher undurchsichtige Ereignisse zu beleuchten. Gut dabei: Die neuen Szenen wurden nahtlos ins bekannte Geschehen integriert, Stilbrüche konnten wir weder auf erzählerischer noch auf technischer Seite ausmachen.

Die neuen Clips sorgen dafür, dass die Mass-Effect-Trilogie insgesamt besser ausklingt. Bioware nimmt sich mehr Zeit, die dramatischen Ereignisse wirken zu lassen, zeigt in zusätzlichen Szenen, was mit den Hauptfiguren und den Völkern passiert, die in den Konflikt involviert sind, würdigt die Opfer angemessener und gibt einen besseren Ausblick auf die Zukunft des Universums.

Ob einem dieser Ausblick gefällt, bleibt indes fraglich. Bioware hat keine der drei möglichen und von den Fans kontrovers diskutierten Enden verändert, die Resultate von Shepards Taten bleiben trotz der zusätzlichen Szenen nach wie vor dieselben. Zwar gibt es nun ein viertes mögliches Finale, doch auch das liefert nicht das große Happy End, das sich viele Fans nach sechs Jahren des Kampfes gegen die Reaper gewünscht hätten.

Mass Effect 3: Extended Cut
Endlich erfahren wir, was mit Shepards Teamkameraden passiert.

Weniger zu grübeln

Klasse hingegen: Der Extended Cut stopft einige der Logiklöcher in der Geschichte. So klären die neuen Clips unter anderem, was Normandy-Pilot Joker während des letzten Gefechts treibt, wie es Shepards Teamkameraden geschafft haben, an einem Ort aufzutauchen, an dem sie eigentlich gar nicht sein dürften und was mit der Flotte der Allianz passiert, nachdem Shepard… nein, das verraten wir natürlich nicht.

Mass Effect 3: Extended Cut : Der Extended Cut klärt, was Joker während des letzten Gefechts treibt. Der Extended Cut klärt, was Joker während des letzten Gefechts treibt. Doch so schön es ist, dass Bioware diese Fragen beantwortet, so sehr verwundert es uns, dass es sie überhaupt gegeben hat und dass es erst Abertausende aufgebrachter Fans benötigte, die Autoren darauf aufmerksam zu machen. Zumal auch mit dem Extended Cut noch immer nicht alle Lücken geschlossen wurden.

Trotzdem finden wir: Besser spät als nie. Und auch wenn beinharte Mass-Effect-Anhänger mit dem Ausgang der Geschichte nach wie vor nur bedingt zufrieden sein dürften, so hat es der Entwickler Bioware mit dem Extended Cut immerhin geschafft, »seine« Vision vom Finale nachvollziehbarer zu gestalten. Das allein schon macht den DLC zur absoluten Pflicht-Installation.

Fazit

Mass Effect 3: Extended Cut : Daniel Matschijewsky: Beim Spielen des Extended Cut hab ich mich laufend gefragt: Warum nicht gleich? Dass es einen DLC braucht, um Logiklöcher zu schließen, ist nicht gerade ein Aushängeschild für die Mass-Effect-Autoren. Immerhin findet das Spiel so nun ein in sich schlüssigeres Ende. Gut so, denn auch wenn Bioware das Story-Rad nicht neu erfindet und das Ende des Spiels so lässt, wie wir es kennen, so freut es mich zumindest, dass die Entwickler dem Finale nun mehr Zeit einräumen und es besser ausklingen lassen als zuvor. Wie die Geschichte letztlich ausgeht, dürfte aber so manchem Fan auch trotz der zusätzlichen Szenen noch immer sauer aufstoßen. Doch das ist dann tatsächlich eine Frage des Geschmacks. Biowares Vision des Finales wird mit dem DLC jedenfalls weit besser präsentiert als zuvor.

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Avatar Aliencow
Aliencow
#1 | 28. Jun 2012, 11:21
Ob der Inhalt des Endes jemanden gefällt oder nicht muss jeder selbst entscheiden. Aber der Extended Cut rundet das Ende auf jedenfall besser ab, so hätte es von Anfang an sein müssen und nicht erst auf Druck der Community.

Alles in allem bin ich mit dem neuen Ende zufrieden, nur die Diashow ist etwas schwach - wenn man bedenkt wie lange ich mit den meisten der Crew zusammen gespielt habe, hätte ich mir hier etwas mehr gewünscht.
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Avatar Dee-Jay
Dee-Jay
#2 | 28. Jun 2012, 11:23
Besser abgerundet ist es auf jeden Fall, auch wenn man durchaus sagen kann dass die Enden nicht wirklich das eigentliche Spiel reflektieren.
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Avatar DrProof
DrProof
#3 | 28. Jun 2012, 11:25
Schönes Fazit..
Ich kam noch nicht dazu den Extended Cut zu spielen, deshalb hab ich auch nur das Fazit gelesen. Aber es scheint sich ja gelohnt zu haben ein DLC nachzulegen.
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Avatar Meta80
Meta80
#4 | 28. Jun 2012, 11:26
Too little far to late

Das beschreibt es am ehesten. Kann nur jedem nahe legen die Artikel von Paul und Erik (mein Nummer 1 Spiele Journalist) bei Forbes zu lesen. Nicht nur in Bezug auf ME beweisen beide ein gutes Gespür für den Puls der Community und für Spiele, sondern auch wo Integrität als Journalist anfängt und endet.

http://onforb.es/OBpNvB
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Avatar Ifrit30
Ifrit30
#5 | 28. Jun 2012, 11:27
Zitat von :
Doch so schön es ist, dass Bioware diese Fragen beantwortet, so sehr verwundert es uns, dass es sie überhaupt gegeben hat und dass es erst Abertausende aufgebrachter Fans benötigte, die Autoren darauf aufmerksam zu machen.


Was ich auch verwunderlich finde ist, warum Gamestar beim Test nicht auf solche "Logiklöcher" hingewiesen hat und dazu noch meinte das Ende wäre perfekt bzw. würdig abgeschlossen. Mehr Kritik hätte nicht geschadet, aber irgendwie scheint jedes große Spiel dass sehr bekannt ist automatisch eine hohe Wertung zu bekommen... aber naja lassen wir es gut sein.

Bei solchen Szenen wie die Normandy von der Erde weg fliegt und die Squad Mitglieder plötzlich auf dem Schiff sind, da frage ich mich echt wie Bioware dazugekommen ist solche Szenen wegzulassen bzw. gar nicht für nötig hielten sie zu zeigen :kopfschüttel:
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Avatar firestarter111
firestarter111
#6 | 28. Jun 2012, 11:27
ich habe mir alle enden angschaut. die neuen und die alten. fürchterlcihe handwerkliche fehler, welche nur für sich genommen gar nicht erahnen lassen, was mass effect 1-3 doch für gute spiele sind.

der casey wird in zukunft hoffentlich nur noch kaffee holen dürfen.
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Avatar narktor
narktor
#7 | 28. Jun 2012, 11:34
Naja, jez stellt ma die Fans nich als "zu blöd" hin, darüber dürften die Herren Journalisten doch wohl mittlerweile hinaus sein...

Es stimmt dass der DLC hauptsächlich Resultate, die man sich auch so denken konnte, expliziert. Doch Alfred Hitchcock sagte mal: "Was ich nicht zeige, passiert nicht!". Das stimmt zwar nur bedingt, natürlich passiert im Kopf des Zuschauers eine ganze Menge mehr. Aber trotzdem ist es allein die Erzählerinstanz, die Ereignisse in einer Erzählung konstituieren kann. Und es haben eben ein paar Dinge gefehlt, die uns sehr wohl sehr wichtig sind. Z.b. hab ich einfach nach 5 Jahren Kampf gegen die Reaper keine Lust, mir zusammenzureimen ob nun alle verhungern müssen weil die Portale im arsch sind und die galaktische Zivilisation, die wir so inniglich geschützt haben, zusammenbricht oder nicht.
Genauso will ich wissen, WIE Shepards Bewusstsein denn noch in den Reapern drinsteckt. Und ich will wissen, wie das Universum nach der Vernichtung jeder höheren künstlichen Intelligenz noch weiterfunktioniert.

Hinzukommt, dass die Charaktere endlich noch einmal ihre Gefühle zeigen konnten. Verdammt wir haben Jahre Seite an Seite gekämpft und gelitten! Und dann soll der Tod ihres Helden einfach so hingenommen werden? Ohne ein paar Worte des Dankes oder der Trauer?
Nein, das war definitiv notwendig.
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Avatar stratoschfehre
stratoschfehre
#8 | 28. Jun 2012, 11:36
Besser aufgerundet ist es auf jeden Fall, auch wenn man durchaus sagen kannte das die Ende nicht wirklich das eigentliche Spiel reflektieren
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Avatar Ein Pixel
Ein Pixel
#9 | 28. Jun 2012, 11:37
Auch wenn ich dafür jetzt Schläge ernten werde, Forbes hats für mich um einiges treffender formuliert:
(Frei übersetzt) Zu wenig, zu spät.

Trotzdem rechne ich Bioware den Versuch hoch an und freue mich für jeden Fan den die "neuen" Enden zufrieden stellen.

Für mich gilt jedoch:

Zu Spät, weil es von Anfang an "würdig" abgeschlossen werden musste, ohne den Shitstorm auf BSN.

Zu Wenig, weil mit der Abschluss der Squadies fehlt. Und nein, die blöde Diashow ist für mich kein Abschluss. Und wenn mit Destroy ein Happyend möglich ist, wieso nicht die so oft geforderte Reunion zeigen?!

Wie auch immer, die ME Saga ist für mich abgeschlossen.
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Avatar Dziowane
Dziowane
#10 | 28. Jun 2012, 11:38
Zitat von firestarter111:
ich habe mir alle enden angschaut. die neuen und die alten. fürchterlcihe handwerkliche fehler, welche nur sich genommen gar nicht erahnen lassen, was mass effect 1-3 doch für gute spiele sind.

der casey wird in zukunft hoffentlich nur noch kaffee holen dürfen.


Die Schuld würde ich eigentlich nicht dem Casey Hudson zuschieben. Viel wahrscheinlicher ist, dass EA den Release Termin nicht verschieben wollte und den Entwicklern aufgezwungen hat, das Spiel schneller fertig zu stellen. Das ist allerdings auch nur eine Vermutung.
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Details zu Mass Effect 3

Plattform: PC (PS3, Xbox 360, Wii U)
Genre Rollenspiel
Untergenre: Action-Rollenspiel
Release D: 08. März 2012
Publisher: Electronic Arts
Entwickler: BioWare
Webseite: http://masseffect.bioware.com
USK: Freigegeben ab 16 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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