Medal of Honor : Jack Thompson wünscht Spieler die seinen Einsatz nicht anerkennen in die Hölle. Jack Thompson wünscht Spieler die seinen Einsatz nicht anerkennen in die Hölle. Die Kontroverse um Medal of Honorhält weiter an. So hat auch die Entscheidung des Publishers Electronic Arts die Taliban als spielbare Fraktion im Ego-Shooter zu streichen nicht dazu geführt, dass die US-Armee ihren Soldaten den Titel auf Militärbasen zugänglich machen wird. Nach wie vor weigern sich die auf US-Militärstützpunkten gelegenen Läden den Shooter ins Sortiment aufzunehmen. »Aus Respekt denjenigen gegenüber, die von den im Spiel dargestellten Ereignissen betroffen sind«, heißt es in einer Erklärung von Major General Bruce Casella, dem Verantwortlichen des Army & Air Force Exchange Service.

Ebenfalls nicht gut auf Medal of Honor zu sprechen ist der in Spielerkreisen berüchtigte Ex-US-Anwalt Jack Thompson. Auch nach dem Verlust seiner Anwaltslizenz lässt es sich der passionierte Gewaltspielgegner nicht nehmen, die Öffentlichkeit vor den Gefahren eines Medal of Honors zu warnen. Thompson behauptet in einem Statement gegenüber der Website Ripten, sein unermüdlicher Einsatz erst hätte EA dazu veranlasst, die Taliban im Spiel in »Opposing Forces« umzubenennen. »Jeder Spieler der das nicht glaubt und nicht zu schätzen weiß, dass ich unsere Kultur beschütze, soll zur Hölle fahren.«, so Thompson. »Die Spieler, die nicht wissen wie man zur Hölle kommt, sollen mir bescheid sagen. Dann schicke ich ihnen einen Cheat-Code um schneller anzukommen«.

Ganz tatenlos war Thompson in der Medal of Honor-Affäre nicht. Immerhin hatte er den US-Verteidigungsminister in einem Brief aufgefordert, die Veröffentlichung des Spiels zu verhindern, da es »ein Übungsprogramm für diejenigen ist, die unsere Soldaten töten wollen«. Zudem wollte Thompson veranlassen, die militärischen Berater des Spiels bestrafen zu lassen.

Medal of Honor erscheint am 14. Oktober für PC, Xbox 360 und PlayStation 3. Der Multiplayer-Betatest endet am 7. Oktober.