Metal Gear Rising: Revengeance - PC

Action-Adventure  |  Release: 09. Januar 2014  |   Publisher: Konami
Seite 1 2   Fazit Wertung

Metal Gear Rising: Revengeance im Test

Scharfes Geschnetzeltes nach Nippon-Art

Als Cyborg-Ninja schwingen wir im Actionspiel Metal Gear Rising: Revengeance unser Katana. Das ist im Test äußerst kurzweilig, spektakulär und fordernd, aber nur so lange wir den Entwicklern manch Design-Macke verzeihen.

Von Sebastian Stange |

Datum: 21.01.2014


Zum Thema » Die ersten 10 Minuten So beginnt MGR: Revengeance » Metal Gear Rising: Revengeance Artworks & Konzeptzeichnungen » Metal Gear Rising: Revengeance Test der Konsolenversion Konamis neues Actionspiel Metal Gear Rising: Revengeance ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Denn eigentlich ist das Genre der »Brawler«, bei denen man sich in der Rolle eines kampferprobten Helden mit unzähligen Gegnern und illustren Endgegnern misst, vor allem auf den Konsolen zuhause, Auf dem PC gibt es mit Spielen wie Darksiders oder DmC nur wenige Vertreter dieser Art.

Obendrein stammt der Titel ausgerechnet aus Japan, wo der PC als Spieleplattform ein absolutes Nischendasein führt, und dann noch aus den Händen von Platinum Games. Das Studio schuf mit Bayonetta oder Vanquish echte Action-Perlen für die Playstation und Xbox; mit Revengeance wagt das Team seine erste PC-Umsetzung. Vor allem aber haben wir es hier mit einem Spiel zu tun, wie es rasanter und abgefahrener kaum sein könnte.

Steam ist Pflicht
Zwar kommt die PC-Fassung von Metal Gear Rising knapp ein Jahr zu spät, dafür erscheint der Actiontitel zum Budget-Preis und enthält von Anfang an alle Download-Erweiterungen, die bislang für die Konsolenfassungen erschienen sind. Diese Bonus-Inhalte umfassen 50 Extra-VR-Missionen sowie zwei Mini-Kampagnen, in denen man einen von Raidens Rivalen oder einen bizarren Roboter-Hund spielt. Somit bekommen PC-Zocker reichlich Spiel fürs Geld. Allerdings ist der Titel ausschließlich als Download via Steam erhältlich. Eine Disc-Version für den Handel ist nicht geplant.

Metal Gear Rising: Revengeance
Wenn Raiden richtig los legt, wirkt das zuweilen wie ein anmutiger Tanz - nur eben tödlich.

Die Handlung des Spiels ist lose ans Konamis populäre Metal Gear Solid-Reihe angelehnt und lässt uns Raiden spielen, einen blonden Cyborg-Ninja mit Vorliebe für scharfe Klingen und philosophische Selbstreflexion. Er kämpft in Revengeance gegen fiese Rüstungskonzerne und deckt dabei allerlei Intrigen rund um Cyborg-Soldaten, Organhandel und Kriegstreiberei auf. Das tut er, indem er unzählige Feinde aus dem Weg räumt, Bossgegner umlegt und zuweilen beeindruckende Ninja-Stunts hinlegt.

Die Geschichte ist durchaus interessant und spannend, wird allerdings reichlich holprig erzählt. Die englische Synchro wirkt etwa arg übertrieben, und für ein Actionspiel gibt es verhältnismäßig viele trockene Dialogeinlagen: Raiden schwadroniert beispielsweise ausführlich darüber, wie er sein blutiges Handwerk rechtfertigt. Fast könnte das ein wenig fad werden, wäre die Action nicht so wunderbar flott, griffig und unfassbar cool inszeniert.

Kampf mit Katana und Ninja-Stunts

Wie es sich für einen echten Ninja gehärt, setzt Raiden vor allem auf schnelle Reflexe und sein bewährtes Katana-Schwert. Wir steuern ihn aus der Third-Person-Perspektive und haben in den meisten Levels stets dieselbe Aufgabe: Gehe zu Punkt X und erledige auf dem Weg sämtlichen Widerstand. Ab und an wird zur Auflockerung auch ein wenig geschlichen, geflohen oder ein Robo-Helfer ferngesteuert.

Metal Gear Rising: Revengeance : Gelungene Konter werden von einem auffälligen Effekt begleitet. Gelungene Konter werden von einem auffälligen Effekt begleitet. Das Move-Repertoire ist auf den ersten Blick recht überschaubar, das anspruchsvolle Kampfsystem bietet dennoch reichlich Tiefgang. Mit starken und schwachen Angriffen dreschen wir auf unsere Gegner ein, außerdem beherrschen wir einen Ninja-Sprint, mit dem wir Kugeln ablenken und coole Spezialmanöver ausführen. Die genretypische Ausweichrolle gibt es nicht, dafür können wir fast jeden Angriff kontern, indem wir im passenden Moment einen Schlag in Richtung unseres Gegners ausführen.

Je näher wir unsere Feinde vor einem Konter an uns heran kommen lassen, desto besser sind unsere Chancen, einen direkten Gegentreffer zu landen. Diese Technik bildet das Gameplay-Fundament des Spiels und muss dringend gemeistert werden, um Spaß mit Metal Gear Rising zu haben. Erst recht, um Missionen mit Bestwertung abzuschließen oder in höheren Schwierigkeitsgraden zu bestehen. Die ohnehin schon hektischen Kämpfe werden durch diese offensive Art der Verteidigung gleich noch turbulenter. Revengeance ist kein Spiel, das man entspannt und zurückgelehnt genießen kann. Es treibt den Puls nach oben und erfordert volle Konzentration.

Das Schöne dabei: Trotz manch kniffliger Stelle ist das Spiel jederzeit absolut fair. Gegner kündigen ihre Angriffe durch ein markantes, rotes Leuchten an, das sogar dann gut erkennbar ist, wenn sich ein Widersacher außerhalb des Sichtbereichs befindet. Ein oranges Leuchten deutet auf Attacken hin, die sich nicht parieren lassen, und alle Gegner folgen bestimmten Mustern, die wir uns rasch einprägen. Ein Bildschirmtod ist also stets unsere eigene Schuld und schnell merken wir, dass wir mit fortschreitender Spielzeit immer besser werden.

Metal Gear Rising: Revengeance : Das rote Leuchten verrät uns: Gleich greift uns dieser Gegner an und wir können diesen Angriff abwehren. Das rote Leuchten verrät uns: Gleich greift uns dieser Gegner an und wir können diesen Angriff abwehren.

Revengeance fordert, belohnt dafür aber auch mit dem tollen Gefühl, ein Spiel immer mehr zu meistern. Einzig die teils schrecklich nervöse Kamerasteuerung kann hier und da für Frust sorgen. Nicht einmal das Aufschalten der Kamera auf einen Gegner schafft dieses Problem gänzlich aus dem Weg.

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Avatar LoLTroll
LoLTroll
#1 | 21. Jan 2014, 15:10
Großartiges Spiel und noch besseres Kampfsystem.
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Avatar Naksio
Naksio
#2 | 21. Jan 2014, 15:11
Dieses Englisch-Gelaber ist furchtbar, wieso bieten Japanische Entwickler nicht Original Japanische oder deutsche Synchros an?

In Zwischensequenzen Ton aus, dann macht das Spiel sehr viel Spaß - Wenn man das Blocken beherrscht.
Optisch, nach heutigen Maßstäben, natürlich eine ziemliche Gurke.

Was mich stört ist das Sperren des Levels wenn Gegner kommen, wenn man dann alle besiegt hat, muss man immer 5-7 Sekunden doof rumstehen bis der nächste Levelabschnitt freigegeben wird und die Wand verschwindet. Das Hemmt den Spielfluss sehr
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Avatar Kuwabara
Kuwabara
#3 | 21. Jan 2014, 15:12
Bis auf die etwas nervige Kamera jeden Cent wert!
77% Mein Ar***

ps: Das Fazit ist ja auch geil haha klingt wie ne hohe 80iger Wertung
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Avatar TheCockroach
TheCockroach
#4 | 21. Jan 2014, 15:14
Habe das Spiel gespielt. Es macht durchaus Spaß aber ich hätte das Spiel wesentlich besser gefunden wäre es ein Schleichspiel geworden.
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Avatar Hackt0r4
Hackt0r4
#5 | 21. Jan 2014, 15:22
Zitat von TheCockroach:
Habe das Spiel gespielt. Es macht durchaus Spaß aber ich hätte das Spiel wesentlich besser gefunden wäre es ein Schleichspiel geworden.


Ich würde Call of Duty als Echtzeitstrategie auch lieber mögen.
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Avatar Goingdown
Goingdown
#6 | 21. Jan 2014, 15:31
- Punkt, weil es mit dem Controller besser zu steuern ist? Und zuviele Dialoge wird gleich 2 mal aufgeführt?

Über die einzelnen Punkte in eurer Wertungsskala kann man bei jedem zweiten Test nur den Kopf schütteln.
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Avatar Schwarzes Auge
Schwarzes Auge
#7 | 21. Jan 2014, 15:31
Das Spiel unterhält einfach sehr gut, das Kampfsystem ist wirklich gut gemacht und auch fordernd, die Bosskämpfe sind alle 1A insziniert und fordernd und mir haben die Zahlreichen zwischensequenzen auch gut gefallen bzw. mich sehr gut unterhalten :)

Find das Spiel zwar etwas kurz gerate, aber da es nur ~18€ kostet, ist es jeden cent wert :)
(und dis sprecher sind eig alle in ordnung, vor allem der deutsche Doktor mit seinem übertrieben hartem aktzent ist immer zum schmunzeln:) )
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Avatar Kaimanic
Kaimanic
#8 | 21. Jan 2014, 15:34
Ein sauberer Konsolenport ohne grafische oder spielerische Änderungen. Mit der Grafik kann ich leben, aber hätte man am größten Kritikpunkt, der extrem nervigen Kamera nicht noch etwas nachbessern können? Ansonsten kann man an dem Spiel nicht viel meckern.
@Goingdown: Da gebe ich dir Recht. 2 mal der gleiche Kritikpunkt und Abzug, weil es sich mit einem Joypad besser steuern lässt? Da könnte man bei jedem Ego-shooter schreiben: Abzug, weil es sich mit Maus+Tastatur besser steuern lässt. Oder Abzug, weil sich das Rennspiel mit einem Lenkrad besser steuern lässt. Hier bekommt die PC-Version 77% und die praktisch identische PS3 Version habt ihr in der Gamepro mit 85% bewertet? Irgendwie daneben.
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Avatar Aizawa
Aizawa
#9 | 21. Jan 2014, 15:40
so wenig Punkte? Wow. Ich hätte locker 90 gegeben. Viele negative Punkte von euch stimme ich entweder nicht zu oder sie haben mich nicht gestört.
Ich liebe dieses Spiel einfach aus folgenden Gründen:
- endlich mal wieder ein richtig schweres Spiel und nicht wie DmC mit OP ausweichen, außerdem ist das Spiel aber immer FAIR.
- RICHTIG coole Charaktere (die dann Bosse sind)
- somit auch richtig coole Bosse, die sehr viele verschiedene Moves haben, alle unterschiedlich sind und sehr fordernd, nicht wie bei DmC wo jeder Boss ähnliche Attacken hat, dabei auch nur 1-4 Attacken und sehr leicht
- sehr geiles Kampfsystem, Treffer-Feedback ist SUPER!
- Combos auswendig lernen nicht nötig
- Uncut auf Steam
- Cooles Gegner-Design (Ist aber auch alles von Metal Gear)
- Story sehr gut
- Gespräche kann man überspringen wie in nem Point&Click (einfach Untertitel lesen und weiter)
- Cutscenes sind sehr professionell gemacht
- verfickt geiler Soundtrack vor allem bei den Bossen was einfach ne geile Atmo macht.
- lässt sich meiner Meinung nach perfekt mit Maus und Tasta steuern, auch der Klingen-Modus (die sagen Controller ist besser, weiß ich nicht, ist dann geschmackssache oder was)

(sorry für das DmC gebashe, ich mochte das Spiel sehr, war dann aber halt extra entäuscht, weil es soo viel besser sein könnte, wenn es nicht so leicht wäre und so langweilige Bosse hätte(mit ein paar Ausnahmen))
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Avatar Spunkykitteh_
Spunkykitteh_
#10 | 21. Jan 2014, 15:42
Also ich find's super

Hier mein Let's play (English):
http://www.youtube.com/playlist?list=PL9gY Ps7gAiauAq6mHxKXMseE2BzKEzu-6

Das game macht ordentlich Spaß :) Die soundtracks sind super und verändern sich sogar während der Bossfight in die verschiedenen Phasen progressiert.

Nein, der Soundtrack läuft nicht einfach nur weiter, es wird intensiver etcetera.

Da ist es schon fast schwer nicht einfach mal auf defensive zu schalten und dem Soundtrack zu genießen.

Die controls sind basics. WASD für Richtigung, Richtung + LMB (Linke Maustaste) zum Kontern und man weiß schon alles am Anfang. Die Bossfights sind nicht leicht und die Gegner zwischen den Bossen auch nicht.
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PROMOTION

Details zu Metal Gear Rising: Revengeance

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Action-Adventure
Release D: 09. Januar 2014
Publisher: Konami
Entwickler: PlatinumGames
Webseite: http://www.metalgearsolid.com/...
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 508 von 5752 in: PC-Spiele
Platz 80 von 1437 in: PC-Spiele | Action | Action-Adventure
 
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