Metro 2033 - PC

Ego-Shooter  |  Release: 16. März 2010  |   Publisher: THQ Entertainment
Seite 1 2   Fazit Wertung

Metro 2033 im Test

Stimmungsvoller Grusel-Shooter

So stimmig wie Stalker, so packend wie Half-Life 2. Mit seinem Debütspiel Metro 2033 liefert der ukrainische Entwickler 4A Games einen Grusel-Shooter allererster Güte ab. Wir haben die PC-Version im Test.

Von Daniel Matschijewsky |

Datum: 16.03.2010


Zum Thema » Test-Video zu Metro 2033 Stimmungsvoller Grusel-Shooter » Videovergleich: PC vs. Xbox 360 Die verschiedenen Metro-Versionen » Boxenstopp zu Metor 2033 Beide Verkaufsfassungen & Kopierschutz-Infos » Demo zu Metro 2033 Herunterladen und ausprobieren Verdammt, schieß endlich!«, brüllt Eugene, während er panisch am Hebel pumpt. Die wuchtige Draisine ächzt und schlingert über die uralten Gleise. Einige Meter hinter uns stürmen Horden von blutrünstigen Mutanten heran, schrill kreischend, die aufgerissenen Mäuler geifern nach Menschenfleisch. Unsere Gewehrsalven donnern durch den U-Bahn-Tunnel, das Mündungsfeuer des Gewehrs taucht die grausige Szenerie in ein gespenstisches Licht. Wie lange noch bis zur nächsten Station?

»Weiter, weiter! Wir schaffen es«, kann Eugene noch rufen, da packt uns eine Klaue. Wir straucheln, verlieren den Halt und stürzen auf die Gleise. Hilflos müssen wir mit ansehen, wie die Draisine quietschend in der Finsternis verschwindet. Umuns herum unheilvolle Laute, die nichts Menschliches an sich haben. Verzerrte Schemen hasten durch das Zwielicht. Das hier ist das pure Grauen! Wir kriechen unter einige Rohre, ganz allein im Dunkeln, und harren aus. Willkommen in der Welt des Ego-Shooters Metro 2033 , dem neuen Ego-Shooter vom ukrainischen Entwickler 4A Games.

Leben im Untergrund

Metro 2033 basiert auf dem gleichnamigen Roman des russischen Autors Dmitry Glukhovsky. Zwar hält sich das Spiel nicht sklavisch an dieVorlage, fängt deren düster-stimmiges Endzeit-Szenario einer vom Atomkrieg zerstörten Welt aber von der ersten Minute an perfekt ein.

So erkunden Sie in Metro 2033 in den Moskauer U-Bahn-Stationen provisorisch errichtete Lager der Überlebenden, stromern durch zu Schlafkabinen umfunktionierte Waggons, passieren Lagerfeuer, an denen Männer um dampfende Teekessel hocken und die Gitarre zupfen, stoßen in modrigen Regalen auf Bücher, Postkarten und andere Erinnerungen aus einer besseren, beinahe vergessenen Zeit. Oder Sie lauschen den höchst lebendigen Gesprächen der Lagerbewohner. So versucht in einer Nische etwa ein Mann, seinen Sohn, der vor ihm auf dem Boden zwischen kaputtem Spielzeug hockt, durch eine Geschichte aufzumuntern, als der Junge plötzlich fragt: »Wann kommt Mama wieder?« Der Vater schweigt.

Solche Liebe zum Detail ist im Action-Genre nicht nur wegweisend, sondern erzeugt in Metro 2033 auch eine hochspannende Atmosphäre, die die Bedrohung, von der plötzlich jeder in der Metro zu reden scheint, förmlich spürbar macht. Dass die Geschichte des 20-jährigen Helden Artjom auch in den Zwischensequenzen komplett aus der Ego-Perspektive erzählt wird, intensiviert das Spielerlebnis zusätzlich und kann mit aufwändig produzierten Blockbuster-Titeln wie Call of Duty: Modern Warfare 2 mithalten. Schade nur, dass der junge Draufgänger nur in den (kurzen) Ladepausen zwischen den Missionen zu Wort kommt, aber ansonsten keinen Ton von sich gibt.

Reisen zu Fuß

Hunter, ein wortkarger und ziemlich cooler Kundschafter, gibt Artjom in Metro 2033 den Auftrag, zur Station Polis ans andere Ende der Stadt zu reisen, um dort von »den Schwarzen « zu berichten, dämonischen Schattenwesen, die sich neuerdings in den Tunneln der Moskauer Metro breitmachen und den Menschen bei Kontakt den Verstand rauben.

Aus zunächst unbekannten Gründen ist Artjom nämlich immun gegen die Psychoattacken und deshalb prädestiniert für die gefährliche Mission. Glücklicherweise ist der Bursche nicht allein unterwegs, denn Metro 2033 stellt Ihnen fast durchgehend aufwändig animierte KI-Begleiter zur Seite. So stromern Sie beispielsweise mit dem hartgesottenen Bourbon oder Khan, einem von allen zutiefst respektierten Wanderer, durch zwar düstere, aber mit knackscharfen Texturen beklebte, nachvollziehbar gebaute Tunnel, Abflussrohre und Schächte. Musik setzt das Programmdabei nur selten ein, stattdessen steht die grandiose Geräuschkulisse im Vordergrund. Tropfendes Wasser, gluckernde Rohre, entferntes Brummen oder plötzliches, viel zu nahes Fauchen zerren an den Nerven.

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Metro 2033 - Testversion

Die Taschenlampe, deren schwacher Lichtkegel bereits nach wenigen Metern von der Dunkelheit verschluckt wird, zieht die Spannungsschraube zusätzlich an. Glücklicherweise nutzt sich dieser Effekt nicht ab. Anders als zum Beispiel in Doom 3 wird der Horror nicht durch die immer gleichen Skriptereignisse erzeugt, die Auslöser variieren stärker. Das Grauen in Metro 2033 haut Sie manchmal fast vom Stuhl, hat aber auch subtilere Facetten. Für schweißnasse Hände dürften auch die chronische Munitionsknappheit sowie die vom Programm vordefinierten Speicherplätze sorgen. Letztere sind immerhin sinnvoll verteilt, was das Frustrisiko auf ein Minimum reduziert. Für Einsteiger ist Metro 2033 trotzdem nur bedingt zu empfehlen. Vor allem die häufigen Angriffswellen blutrünstiger Mutanten verlangen schnelle Reflexe und eine zielsichere Hand.

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Avatar Hawk-E
Hawk-E
#1 | 16. Mrz 2010, 12:08
Hm, das ist ja nicht so prickelnd - Da installiert man das Spiel und darf erstmal 2 Stunden warten bis Steam es geupdatet/runtergeladen/was auch immer hat. Ich dachte, die Dateien seien auf der DVD die ich gekauft hab aber Steam lädt gerade mindestens 600MB an Daten runter. xD
Hat da jemand ne vernünftige Erklärung für?
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Avatar E.Honda
E.Honda
#2 | 16. Mrz 2010, 12:15
war das nicht bei mw2 auch so? hast du mal versucht, die inet verbindung zu killen vor der installation? glaube das hat damals geholfen, sicher bin ich aber nicht ^^

ich freu mich drauf, vorausgeladen ist es, jetzt brauche ich nur noch feierabend und dunkelheit ;-)
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Avatar FightingDonkey
FightingDonkey
#3 | 16. Mrz 2010, 12:17
Zitat von Hawk-E:
Hm, das ist ja nicht so prickelnd - Da installiert man das Spiel und darf erstmal 2 Stunden warten bis Steam es geupdatet/runtergeladen/was auch immer hat. Ich dachte, die Dateien seien auf der DVD die ich gekauft hab aber Steam lädt gerade mindestens 600MB an Daten runter. xD
Hat da jemand ne vernünftige Erklärung für?


Ja, das ist leider Mode geworden in letzter Zeit, das ist der sogenannte Patch zum Releaseday, weil sie eigentlich nicht fertig geworden sind und das Spiel eben NICHT Gold war.

Ausserdem bin ich etwas entzürnt darüber, dass das Spiel bei mir nicht startet, egal, wie ich es versuche.
Sehr ärgerlich sowas.
Kann nur jedem empfehlen, es noch nicht zu kaufen, irgendetwas stimmt da wohl noch nicht.
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Avatar Hawk-E
Hawk-E
#4 | 16. Mrz 2010, 12:17
Zitat von E.Honda:
war das nicht bei mw2 auch so? hast du mal versucht, die inet verbindung zu killen vor der installation? glaube das hat damals geholfen, sicher bin ich aber nicht ^^

ich freu mich drauf, vorausgeladen ist es, jetzt brauche ich nur noch feierabend und dunkelheit ;-)


Ja, im Grunde wollt ich eh nur kurz reinschauen - Spielen werd ich's eh nicht vor heute Abend. Trotzdem ein wenig irritierend...
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Avatar s8c
s8c
#5 | 16. Mrz 2010, 12:34
Was mich noch interessieren würde ist die lokalisierung.
Erstens: Ist das Spiel komplett auf Deutsch, inklusive der vertonten Dialoge? Wenn ja, dämpft das die Atmosphäre oder ist es anständig umgesetzt?
Zweitens: Ist die deutsche version ungeschnitten?

Danke sehr
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Avatar Magiknight
Magiknight
#6 | 16. Mrz 2010, 12:40
Was mich noch interessieren würde wäre hier mal ein Grafikvergleich zwischen PC mit DX11 und nem anderen PC mit DX10 und halt am besten noch der Xbox 360 Version des Games.
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Avatar Daniel Matschijewsky
Daniel Matschijewsky
#7 | 16. Mrz 2010, 12:42
Zitat von s8c:
Was mich noch interessieren würde ist die lokalisierung.
Erstens: Ist das Spiel komplett auf Deutsch, inklusive der vertonten Dialoge? Wenn ja, dämpft das die Atmosphäre oder ist es anständig umgesetzt?
Zweitens: Ist die deutsche version ungeschnitten?

Danke sehr


Du kannst das Spiel mit englsicher, deutscher oder russischer Sprachausgabe spielen. Petra und mir waren die russischen Dialekte aber etwas zu aufgesetzt, Michael Trier hingegen hat sich daran nicht gestört. Und ja, das Spiel ist hierzulande ungekürzt.
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Avatar Rupert_The_Bear
Rupert_The_Bear
#8 | 16. Mrz 2010, 12:49
Klingt großartig. Naja das mit dem "kurz" ist schon etwas mager, in letzter Zeit aber eher Standard. Allerdings, wenn wir schon bei dem Vergleich zu HL2 sind, das hab ich auch in 5-6 Stunden durchgehabt auf Leicht, habs aber wegen der tollen Story und des einfach genialen Gameplays mindestens 10 Mal durchgespielt und wenn Metro 2033 genauso spannend und gut ist, trotz der Linearität immer wieder begeistern kann, dann kann man die 6 Stunden immer wieder mit Freude durchspielen, da fällt das nicht mehr so ins Gewicht finde ich.
Also für mich heißt kurz nicht gleich schlecht, aber wenn das Spiel kurz ist und null Wiederspielwert hat, dann ist das reine Frechheit.
Ich freu mich jedenfalls auf Metro, ich muss nur leider bis zum nächsten Gehalt warten,ums mir gönnen zu können.
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Avatar !D@ PROphet!
!D@ PROphet!
#9 | 16. Mrz 2010, 12:58
Schaut ganz gut aus für ein Erstlingswerk aber Steamzwang und nur 7 Stunden Spielzeit? Das ist es mir dann doch nicht wert.
Vielleicht Steam-frei und für unter 10 Pfund. Mal schauen.
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Avatar Sehnenriss
Sehnenriss
#10 | 16. Mrz 2010, 13:04
Mich würde die Qualität der Vertonung interessieren. Kann man das Spiel ohne bedenken auf Deutsch spielen, oder greift man zur Sicherheit doch lieber auf die englische Sprachausgabe zurück?
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Details zu Metro 2033

Plattform: PC (Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Ego-Shooter
Release D: 16. März 2010
Publisher: THQ Entertainment
Entwickler: 4A Games
Webseite: http://www.metro2033game.com
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 95 von 4485 in: PC-Spiele
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