No Man's Sky : Derzeit häufen dank eines Leaks die Informationen zu No Man's Sky im Internet. Wir filtern die drei wichtigsten Dinge heraus und checken sie. Derzeit häufen dank eines Leaks die Informationen zu No Man's Sky im Internet. Wir filtern die drei wichtigsten Dinge heraus und checken sie.

No Man's Sky gehört zu den meisterwarteten Spielen des Sommers. Kein Wunder: Wir bekommen ein riesiges prozedural generiertes Universum mit Trillionen von Planeten versprochen, die wir nach Herzenslust erkunden können. Für zahlreiche Reddit-Nutzer wird diese Vorstellung aber gerade durch einen massiven Gameplay-Leak entzaubert.

Ein Spieler konnte eine Kopie schon jetzt für stolze 1.300 Dollar erwerben und spielt bereits fleißig - seine Eindrücke hält er bei Reddit fest. Auch wenn er auf die Bitte von Sean Murray von Hello Games hin keine weiteren Gameplay-Videos veröffentlicht, kursieren derzeit zahlreiche Infos zum Gameplay und dem Universum im Internet, die natürlich ordentlich für Spekulationen sorgen. Ein Reddit-Nutzer hat die mittlerweile gelöschten Videos per Google-Link veröffentlicht.

Was davon nun wirklich stimmt, ist vorm Release am 12. August schwer zu sagen - wir haben uns aber die drei wichtigsten Punkte herausgegriffen und sie unter die Lupe genommen:

1. Die Planeten und ihr Leben

Zu den Planeten und ihren Lebewesen schreibt die offiziellen Website von No Man's Sky folgendes:

Erkunde unentdeckte Sonnensysteme und katalogisiere einzigartige neue Lebensformen. Die Landschaft jedes Planeten unterscheidet sich von den anderen und wird von Spezies bevölkert, die nie zuvor entdeckt wurden.

Das entspricht auch dem Eindruck des Reddit-Nutzers Daymeeuhn. So sei ihm zufolge sei sogar jeder einzelne Planet bevölkert. Allerdings gäbe es teilweise große Unterschiede, wie dieses außerirdische Leben aussieht: Selbst auf angeblich verlassenen Planeten habe er zwar Lebewesen entdeckt, die seien aber verhältnismäßig unspektakulär gewesen. Großartige Entdeckungen scheinen hier nur bestimmten Planeten vorbehalten zu sein.

Die Kollegen von Play 4 sprechen in ihrer großen Titel-Vorschau (auf Basis eigener Anspiel-Erfahrungen) außerdem explizit von völlig leeren Planeten. Die sollen laut Hello Games sogar sehr häufig sein. Etwas seltsam also, dass Daymeeuhn keiner untergekommen sein soll. Vor Leben sprühende Hotspots voller interessanter Flora und Fauna sind Chef-Entwickler Sean Murray zufolge besonders schwer zu finden.

Das bestätigt auch Daymeeuhn. Er selbst ist angeblich erst nach vielen Stunden in einem sehr reichhaltigen System gelandet, die Planeten würden trotz der Zufallsgenerierung aber ordentlich Abwechslung bieten. Ein Trick sei hierbei auch die unterschiedliche Färbung der Planeten, die die Wahrnehmung beim Spielen enorm beeinflusse. Auch andere Spieler, die offenbar schon eine Vorab-Version des Spiels besitzen, und Play 4 berichteten von ansprechenden Ökosystemen mit unterschiedlicher Vegetation und Landschaftsformen.

2. Ressourcen und der Weg zur Mitte des Universums

Die überraschendste Nachricht für viele Spieler war wohl, dass der Reddit-Nutzer bereits die Mitte des Universums erreicht haben soll - nach rund 30 Stunden. Dabei sollte das Ziel des Spiels angeblich nur wenigen vorbehalten bleiben und laut des Entwickler vielleicht sogar für immer ein Geheimnis bleiben.

Geschafft hat er das über die sogenannten »Atlas-Steine«, wobei er betont, dass es sich dabei um keinen Exploit oder Cheat handle. Die Steine sind an ganz bestimmten Orten zu finden und eine gewollte Spielmechanik. Das Problem an der Sache: Die Steine bringen im Vergleich zu anderen Ressourcen deutlich mehr Geld ein, und man kann so angeblich ohne großen Aufwand die Mitte des Universums erreichen - schließlich erkauft man sich so schnell über einen endlosen Treibstoffvorrat.

Das Spielende wird so also offenbar deutlich schneller als geplant erreicht. Aktuell soll man Atlas-Steine für 275.000 verkaufen können, ungewöhnliche oder sogar seltene Ressourcen bringen aber wohl nur zwischen 5.000 und 30.000 an Spielwährung. Allerdings muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass das auch im fertigen Spiel so sein sollte. Wir gehen davon aus, dass solche Balance-Probleme durch einen Day One Patch noch behoben werden, um den Spielern tatsächlich wie versprochen eine hundertstündige Reise zum Mittelpunkt des Universums zu ermöglichen.

No Man's Sky - Screenshots aus dem Update 1.1 »Foundation«

Allerdings ist die Reise zum Mittelpunkt des Universums ja auch nicht das einzige Spielziel. Zumindest gibt es laut besagtem Reddit-Nutzer massenhaft andere Dinge zu tun. Im Artikel bei Play 4 werden vor allem die Kämpfe positiv hervorgehoben, da sie einfach und kurzweilig von der Hand gehen. Daymeeuhn hingegen bemängelt zu schwache Schilde und feindliche Raumstationen, die sich ganz einfach per Exploit ausschalten lassen. Auch hier ist man sich also uneinig.

3. Bugs und ein Day One Patch

Glaubt man seinen Posts ist das Weltraumabenteuer insgesamt noch von einigen Bugs und Fehlern geplagt. Einer davon soll beispielsweise die Items-Slots betreffen: Während er seinen Raumanzug beliebig erweitern konnte, soll es beim Schiff keine solche Möglichkeit geben - ob das wirklich ein Fehler oder tatsächlich aus irgendeinem Grund gewollt ist, lässt sich momentan aber noch nicht sagen.

Neuer Leak: Eine Stunde Gameplay

Eindeutiger verhält es sich dabei offenbar mit Strahler des Spielers, dessen Wirkungsweise aktuell vertauscht sein soll. Sprich: Statt mit dem schwachen Strahler beginnt man mit der stärkeren Waffe und stuft sie dann per Upgrade paradoxerweise herunter. Ferner berichtet der Spieler von Abstürzen auf der PS4 und einem besonders kuriosen Bug der Fische im flachen Wasser vertikal im Boden steckend spawnen lässt. Die Titelstory von Play 4 kann diesen Eindruck nach dem Anspielen allerdings wieder nicht bestätigen und lobt sogar die Bugfreiheit des Spiels.

Nach dem Leak lässt sich also festhalten, dass die Eindrücke der einzelnen Spieler stark variieren. Das könnte zum einen mit unterschliedlichen Spielversionen zusammenhängen - beispielsweise behauptete ein Reddit-Nutzer bereits, es könne sich beim Leak nicht um eine finale Version handeln, da ein so wichtiges Bewegungs-Feature wie der Warp-Modus für Abstürze sorge. Andererseits basiert die ganze Welt von No Man's Sky natürlich auf Mathematik und prozeduraler Generierung, was es fast unmöglich macht, beide Spieler exakt diesselbe Situation durchleben zu lassen. So gesehen müssen die negativen Punkte des Leaks also keineswegs in diesem Maße für alle Spieler gelten.

Aber macht No Man's Sky eigentlich Spaß?

Natürlich stellt sich bei all dem die Frage, was das nun für No Man's Sky bedeutet. Das wird laut Daymeeuhn zwar seinem Hype nicht gerecht, ist aber trotzdem ein gutes Spiel. Wer damit Spaß haben will, muss sich aber zunächst auf die Welt einlassen und darf nicht im Vorfeld etwas Bestimmtes vom Spiel erwarten:

Wenn du vorher schon zu wissen glaubt, wie das Spiel sich spielt und schon eine Vorstellung davon hast, wie sehr du es mögen wirst, könntest du enttäuscht werden.

Trotz seiner Gameplay-Leaks empfiehlt Daymeeuhn den Spielern also, möglichst unvoreingenommen an No Man's Sky heranzugehen. Schließlich könne auch niemand Terminator 2 als guten Actionfilm wertschätzen, wenn er ihn mit der Erwartung eines fesselnden Horrorthrillers wie Terminator 1 ansehe. Ganz ähnlich sieht es auch Play 4: Während Ressourcen-Management und andere Gameplay-Mechaniken nach ungefähr zehn Stunden etwas eintönig werden, lebt No Man's Sky ohnehin von seiner Freiheit und dem Entdeckerdrang des Spielers - wir werden uns natürlich alsbald selbst ans umfangreiche Testen begeben und alle offenen Fragen direkt zum Release beantworten.