Path of Exile vs. Diablo 3 :

Zum Thema » Test zu Diablo 3: Reaper of Souls Spiel mir das Addon vom Tod » Test zu Path of Exile: The Awakening Auf Augenhöhe mit Diablo Path of Exile und Diablo 3 haben das Genre und das grundlegende Suchtprinzip um Monsterjagd und Beutehatz gemeinsam. Doch da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf, denn beide interpretieren diese Genre-Grundlagen mit völlig anderen Designphilosophien und richten sich damit auch an unterschiedliche Zielgruppen. Nachfolgend zeigen wir anhand von fünf Punkten, worin sich die beiden Titel unterscheiden.

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Grafik & Präsentation

Path of Exile vs. Diablo 3 : Diablo 3 könnte aus der Nahe zwar detailreicher sein, punktet aber mit den flüssigen Animationen und einem herrlich bombastischen Kampfgefühl.

Diablo 3
Diablo 3 könnte aus der Nahe zwar detailreicher sein, punktet aber mit den flüssigen Animationen und einem herrlich bombastischen Kampfgefühl.

Diablo 3: Wie wir es von Blizzard kennen, setzt das Spiel auf bunte Grafik und knallige Effekte, die ausgefeilten Animationen passen gut zu den wuchtigen Skills. Damit fühlen sich die Schlachten absolut großartig an. Die Geschichte wird über bombastische Zwischensequenzen auf gewohnt hohem Blizzard-Niveau transportiert. Die Level sind nur teilweise zufallsgeneriert.

Path of Exile: Der Herausforderer aus Neuseeland erinnert optisch eher an Diablo 2. Er hat eine düster-dreckige Grafik zu bieten, die technisch zwar nicht mit dem Genre-Primus mithalten kann, dafür aber eine konsequent-bedrohliche Atmosphäre schafft und insbesondere in Akt drei und vier ihre Stärken ausspielt. Eine Präsentation in Form von Zwischensequenzen gibt es nicht. Alle Gebiete sind zufallsgeneriert.

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Charakterentwicklung

Path of Exile vs. Diablo 3 : Diablo 3 setzt auf Experimentierfreudigkeit, wir dürfen unsere Fähigkeiten jederzeit auswechseln.

Diablo 3
Diablo 3 setzt auf Experimentierfreudigkeit, wir dürfen unsere Fähigkeiten jederzeit auswechseln.

Diablo 3: Jedem der sechs Charaktere (Barbar, Kreuzritter, Dämonenjägerin, Mönch, Hexendoktor, Zauberin) stehen 24 vorgegebene Fähigkeiten zur Verfügung, die mit jeweils sechs Runen verbessert werden können. 70 Stufen können erspielt werden, danach geht es mit unbegrenzten Paragonleveln weiter. Fähigkeiten und Runen dürfen jederzeit ausgetauscht werden. Helden werden mit Gegenständen verbessert, darunter legendäre Items, die recht häufig fallen, sowie mächtige Set-Gegenstände.

Path of Exile: Die sieben Charaktere (Witch, Shadow, Ranger, Duelist, Marauder, Templar und Scion) können auf Stufe 100 gelevelt werden und dabei jeden der über 200 Skills frei benutzen. Skills werden als Edelsteine in gesockelte Ausrüstung gelegt und besitzen eine eigene Erfahrungsprogression. Sie können durch ein komplexes Itemsystem mit Support-Skills individualisiert werden. Zusätzlich gibt es einen passiven Fähigkeiten-Wald mit über 1.300 Skills - darunter auch wichtige Attributsteigerungen - die eine Unzahl Charaktervarianten ermöglichen.

Die passiven Skills lassen sich nur über sogenannte Orbs of Regret einzeln zurücksetzen, was eine gute Charakterplanung essenziell macht. Über Juwelenplätze können individuelle Skillpunkte in den passiven Baum eingesetzt werden. Einzigartige Gegenstände fallen recht selten, sind aber für spezielle Skillungen wichtig. Es gibt keine Set-Gegenstände.

Crafting

Path of Exile vs. Diablo 3 : Die wichtigste Handwerkerin in Diablo 3 ist die Mystikerin, bei der wir eine Eigenschaft eines Gegenstands beliebig oft gegen eine zufällig neu ausgewürfelte tauschen können.

Diablo 3
Die wichtigste Handwerkerin in Diablo 3 ist die Mystikerin, bei der wir eine Eigenschaft eines Gegenstands beliebig oft gegen eine zufällig neu ausgewürfelte tauschen können.

Diablo 3: Crafting funktioniert über Juwelier, Schmied und Mystikerin. Rezepte schalten sich sowohl bei Stufenaufstiegen frei, können aber auch gefunden werden. Bestehende Items können bei der Mystikerin verbessert und einige legendäre Gegenstände beim Schmied hergestellt werden. Das Crafting kostet neben Gold auch verschiedene Handwerksmaterialien, die durch Zerlegen von Gegenständen gewonnen werden können.

Path of Exile: Wir craften mit sogenannten Orbs. Das sind kleine Gegenstände, die einen bestimmten Effekt auf Items haben, auf die man sie anwendet. Da die Werte, die sie erzeugen, zufällig sind, benötigt zielgerichtetes Crafting neben Glück vor allem eine ausgeklügelte Strategie. Über die Werkbänke der Meister im spielereigenen Versteck kann man zudem zusätzliche Werte auf Gegenstände craften. Mit steigendem Level der Meister werden bessere Rezepte freigeschaltet.

Langzeitmotivation

Path of Exile vs. Diablo 3 : Nach der Story stürzen wir uns in Diablo 3 in den Abenteuermodus und endlos zufallsgenerierte Nephalem-Portale.

Diablo 3
Nach der Story stürzen wir uns in Diablo 3 in den Abenteuermodus und endlos zufallsgenerierte Nephalem-Portale.

Diablo 3: Neben der derzeitigen, recht schnell erreichbaren Maximalstufe 70 können unbegrenzt viele Paragonlevel erspielt werden, die kleine Attributverbesserungen bringen und für jeden Charakter eines Accounts gelten. Tode wirken sich nur auf die Haltbarkeit der Items aus, die dann für Gold repariert werden müssen. Es gibt fünf Akte, die in insgesamt zehn frei wählbaren Schwierigkeitsgraden gespielt werden können.

Neben dem Kampagnenmodus gibt es den Abenteuermodus, in dem Kopfgeldjagden auf den Spieler warten und sogenannte Nephalem-Dungeons zufallsgenerierte Karten erzeugen. PvP kann in Arenen gegeneinander gespielt werden. In der regelmäßig stattfindenden Saison können saisonale Helden um besondere Belohnungen kämpfen. Ein Hardcore-Modus ist vorhanden.

Path of Exile: Maximalstufe 100 ist nur mit sehr viel Zeitaufwand zu erreichen. Tode werden in den Schwierigkeitsstufen Cruel und Merciless mit Erfahrungsabzug innerhalb des aktuellen Levels bestraft, Herunterstufungen gibt es aber nicht. Die vier Akte lassen sich in insgesamt drei Schwierigkeitsstufen durchspielen, die man nacheinander freischalten muss. Ab Stufe 66 können Dutzende Maps gespielt werden, das sind zufallsgenerierte Karten, deren Modifikationen sich durch Crafting beeinflussen lassen und mehr sowie bessere Items versprechen, je spielerfeindlicher die Modifikationen ausfallen.

Zusätzlich gibt es jeweils zwei spezielle Ligen (davon eine Hardcore-Liga) mit Besonderheiten, beispielsweise besonderen Monstergruppen. Wöchentlich stattfindende Races und Events bringen Punkte für die jeweilige Saison, an deren Ende es je nach Punktestand unterschiedliche, teils sehr seltene Gegenstände als Belohnungen gibt. Auch hier gibt es einen Hardcore-Modus.

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Preisgestaltung

Path of Exile vs. Diablo 3 : Blizzard bleibt bei der Preisgestaltung ganz klassisch: Kein Free2Play, sondern ein Hauptspiel und eine Erweiterung.

Diablo 3
Blizzard bleibt bei der Preisgestaltung ganz klassisch: Kein Free2Play, sondern ein Hauptspiel und eine Erweiterung.

Diablo 3: Das Grundspiel kostet derzeit in der Standard-Retailversion auf Amazon.de 25,99€ und als digitale Standardversion über Amazon oder Blizzards Plattform Battle.net 39,99€. Das Addon Reaper of Souls schlägt in der Retailversion auf Amazon.de mit 20,97€ zu Buche, die digitale Version kostet hier 40,00 €, im Battle.net ist man mit 39,99€ dabei.

Path of Exile: Das komplette Spiel kann als eigenständiger Client oder über Steam kostenfrei heruntergeladen und gespielt werden, es fallen keine versteckten Kosten an. Accountfeatures - beispielsweise mehr Truhenplatz oder jede Menge ausschließlich kosmetische Effekte - können im Ingameshop erworben werden, sind aber teilweise sehr teuer. Alle Erweiterungen sind kostenlos.