Quake Live : Quake Live ist nicht mehr länger Free2Play. Mit der Steam-Umstellung gehen zudem einige Neuerungen einher - und verärgerte Spieler. Quake Live ist nicht mehr länger Free2Play. Mit der Steam-Umstellung gehen zudem einige Neuerungen einher - und verärgerte Spieler.

Jahrelang war Quake Live kostenlos im Browser, über einen Standalone-Launcher und per Steam spielbar. Mit dem 27. Oktober 2015 hat das Free2Play-Dasein des Arena-Shooters jedoch ein abruptes Ende gefunden: Mit der Implementierung von Steamworks kostet Quake Live als Steam-Version ab sofort 9,99 Euro.

Mit der Umstellung fällt auch die bisherige Abonnement-Option weg. Heißt also: Alle Spieler haben Zugriff auf alle Features und Vorteile. Und wer Quake Live ohnehin bereits in seiner Steam-Bibliothek hatte, muss das Spiel auch nicht erneut kaufen. Und auch Nutzer mit einem aktiven Pro-Abo erhalten die Steam-Version gratis.

Sämtliche Spieler können an den Map-Abstimmungen teilnehmen, haben vollständigen Zugriff auf die Individualisierungsmöglichkeiten im Spiel und können ihre eigenen lokalen Server aufsetzen.

Auf den ersten Blick klingen die ebenfalls neuen Komfort-Funktionen dann auch äußerst praktisch: Freundesliste, Chat, Lobbies, Voice-Chat, Server-Browser, Statistiken, Achievements, Anti-Cheat, Sammelkarten und der Steam-Workshop wurden allesamt mit der Steamworks-Migration für das Spiel freigeschaltet. Hinzu kommt ein über ein Gigabyte großer Patch mit Code-Updates, Optimierungen und mehr als 4.500 Map-Verbesserungen.

So wurde unter anderem das Multiplayer-Server-System überarbeitet: Spieler können nun eigene dedizierte Server aufsetzen, es gibt Spieler-Lobbies und es lassen sich individuelle Regeln aufstellen.

Allzu positiv werden all diese offenbar weitestgehend unangekündigten Änderungen von der bestehenden Spielerschaft allerdings nicht aufgenommen. Und das liegt weniger an dem neuen Pay2Play-Modell, sondern vielmehr an dem Verschwinden sämtlicher Spieler-Statistiken, Freundeslisten und Clans. Insbesondere für Spieler, die seit 2010 dabei sind, dürften die verloren gegangen Daten reichlich schmerzhaft sein - entsprechend groß ist die Aufregung auch in den Steam-Foren.

Manch einer wirft id Software da bereits vor, Quake Live mit dem jüngsten Patch »getötet« zu haben. Andere wollen sich nun Quake 3 widmen und fordern ihre 9,99 Euro wieder. Ob die Entwickler die alten Statistiken und Daten überhaupt irgendwie wiederherstellen können, ist jedoch fraglich.

Auf Steam veröffentlicht wurde Quale Live übrigens bereits im September 2014. Spielbar war der Arena-Shooter aber schon früher: 2009 erfolgte die werbefinanzierte Veröffentlichung als Browser-Spiel. Anfang 2014 wurde das Spiel dann auf einen Standalone-Launcher ohne Browser-Anbindung umgestellt.

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