John Carmack : John Carmack John Carmack Die E3 in Los Angeles, größte Spielemesse der Welt, ist auch stets ein Wasserstandanzeiger für Trends in der Branche. Wie schon den letzten Jahren setzte sich auch dieses Jahr die Tendenz fort, dass PC-Spiele nur noch untergeordnete Rolle spiele. Die Mehrzahl der Spiele wird auf Konsolen präsentiert, PC-exklusive Titel (Diablo 3, Guild Wars 2, Anno 2070, etc.) sind gar nicht erst vertreten.

Eine Entwicklung, offenbar sehr zum Leidwesen von John Carmack, dem Gründer des von id Software, die momentan an Rageund Doom 4arbeiten (wir berichteten). Auf der E3 sprach Carmack mit Computerandvideogames. Auf die Frage, ob nun nVidia oder AMD die besseren Grafikkarten herstellen würde, sagte er: »Man kann da eigentlich mit beiden nichts falsch machen, denn deren besten Karten haben mehr Rechenpower als ganze Spielekonsolen.«

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Rage
id Software präsentiert uns in Rage reichlich abgefahrene Gestalten. Dieser Bewohner der Ödnis hat sich mit einem Geweih und einem Tierschädel geschmückt.

Anschließend holte Carmack zum Rundumschlag aus: »Es ist wirklich ein wenig beschämend, dass wir trotz der vielen Rechenpower von den Developerkits beschränkt werden. Es ist leider wahr, dass wir hier Konsolen haben, die flüssig mit 60 Bildern pro Sekunde laufen, während starke PCs bei der Framerate einbrechen, weil PC-Entwicklungs-Budgets nicht überschritten werden dürfen.«

»Es gibt nicht die geringsten Zweifel, dass wir auf dem PC viel mehr Rechenpower haben«, so Carmack weiter. Studios bekämen 100 Millionen US-Dollar für die Entwicklung eines Konsolenspiels, würden sie aber ein PC-Exklusivspiel entwickeln, hätten sie Problem überhaupt Finanziers zu finden. »Es gibt da draußen aber unzählige Studios, die so viel tollere Sachen machen könnten, wenn sie nur das OK dafür bekommen würden.«

Carmack wünscht sich für die Zukunft auch eine bessere Zusammenarbeit mit den Hardwareherstellern, damit man zusammen die Schnittstellen für die Programmierung verbessern könne.