Rainbow Six: Patriots - PC

Taktik-Shooter  |  Release: 2013  |   Publisher: Ubisoft
Seite 1 2   Fazit

Rainbow Six: Patriots in der Vorschau

Ubisoft gibt dem Terror ein Gesicht

Nach dem schwachen Vorgänger Vegas 2 versucht Ubisoft nun einen Neustart seiner langlebigen Taktik-Shooter-Reihe Rainbow Six. Mit provokanten Mitteln.

Von Daniel Matschijewsky |

Datum: 29.12.2011


Zum Thema » Rainbow Six - History-Video Die Geschichte der Serie » Vorschau-Video zu Patriots Kommentierte Spielszenen » Rainbow Six: Patriots Debüt-Trailer zum Taktik-Shooter Da schlucken selbst hartgesottene Spieler. Wir befinden uns auf der New Yorker Brooklyn Bridge, haben uns eben durch Dutzende Terroristen geschossen und stehen nun vor einem wimmernden Familienvater, der eine tickende Sprengweste trägt. Nur noch wenige Sekunden, bis die Detonation nicht nur unser Elite-Team in den Tod reißt, sondern auch Hunderte Zivilisten, die in Autos kauernd um ihr Leben fürchten. Wir treffen eine bittere Entscheidung und werfen den panisch kreischenden Mann über die Brüstung. Er fällt und fällt, bis er in einer krachenden Explosion verschwindet.

Das ist nur eine von vielen Szenen aus Rainbow Six: Patriots , mit der Ubisoft Montréal seiner Taktik-Shooter-Reihe eine neue Richtung geben will. Eine realistische, harte und eindringliche Richtung. Die Assassin’s Creed -Entwickler gehen damit ein großes Risiko ein. Denn der Grat zwischen einem erinnerungswürdigen, aufwühlenden Spielerlebnis und platter Geschmacklosigkeit ist denkbar schmal.

Die Inszenierung: Direkt in die Magengrube

Ubisofts erzählerischer Ansatz: Man will dem Spieler keine gesichtslosen Terroristen vorsetzen, sondern Typen von Nebenan, Menschen mit Namen und nachvollziehbaren Motiven. Die Bösewichte sollen tiefgründig sein, Männer und Frauen, die gegen das scheinbar korrupte System kämpfen, wenn auch mit drastischen Mitteln.

Rainbow Six: Patriots : Serientypisch sind wir stets im Team unterwegs und dürfen Kommandos erteilen. Serientypisch sind wir stets im Team unterwegs und dürfen Kommandos erteilen. Um das zu erreichen, erzählt Patriots sämtliche Geschehnisse aus der Ego-Perspektive, oft sogar aus den Augen unschuldiger Terroropfer. Da müssen wir als gefesselter Ehemann mit ansehen, wie unsere Frau brutal zusammengeschlagen wird, nur damit wir uns »freiwillig« auf dem Times Square in die Luft jagen. An anderer Stelle erreichen wir in der Haut eines jungen Streifenpolizisten als erster den Ort eines Anschlags oder stolpern als Zivilist zufällig in eine ausweglose Geiselsituation.

Mehr noch, Patriots soll uns immer wieder vor moralische Entscheidungen stellen, etwa wenn sich ein Terrorist mit einem Sprengzünder in der Hand hinter einer Geisel versteckt. Ihn auszuschalten, ohne das Opfer zu treffen, ist unmöglich. Was also tun? Erschießen wir einen Unschuldigen, um Dutzende zu retten? Was in der Theorie spannend klingt, bleibt auch erstmal nur das. Denn bislang schweigt sich Ubisoft über die möglichen Alternativen aus.

Auch was wir zum Beispiel mit unserem Familienvater auf der Brooklyn Bridge machen können, außer ihn in den sicheren Tod zu schicken, will uns das Team nicht verraten. Es bleibt also abzuwarten, ob Ubisoft der schwierige Balanceakt gelingt, Rainbow Six: Patriots intensiv zu inszenieren, ohne über das Ziel hinauszuschießen und pubertär zu provozieren, wie es etwa Modern Warfare 2 mit dem berüchtigten Flughafen-Level getan hat.

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Avatar ThoyanVX
ThoyanVX
#1 | 29. Dez 2011, 10:58
Schade, damit steht für mich schon fest, das ich mir R6:Patriots nicht kaufen.

Hab mir das Video angeschaut und muss für mich sagen, das hier die Grenze des guten Geschmacks überschritten wurde.

Hätte mir lieber ein R6 im styl von R6: Rouge Spear gewünscht.

Ich hab kein Problem damit, virtuelle Pixel zu erschießen, gern auch effektvoll, aber das was im Video gezeigt wird geht meiner Meinung nach einfach zu weit.

Ich finde es einfach nur erbärmlich...

Und wieder wird aus Ubisoft Ubifail....

Wer die SAW Filme mag, findet vielleicht auch hier dran gefallen.
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Avatar gerbrand
gerbrand
#2 | 29. Dez 2011, 10:58
GUT finde ich ja die Abkehr von diesem Hurra-Patriotismus "Wir sind die guten Jungs und holen uns jetzt die bösen Kommunisten-Nazis, die arme Jungfrauen als Geiseln haben und das Gebäude mit Sprengstoff bestückt, weil Sie die Freiheit hassen".
Sich jetzt mal zwischen 2 Übeln entscheiden zu müssen, erscheint mir eine gute Idee, sofern plausibel umgesetzt.

NICHT so gut finde ich dieses Technik-Gedöns, dass einem im HUD alles anzeigt. Hoffentlich nervt das nicht oder lässt sich abschalten.
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Avatar Odradek
Odradek
#3 | 29. Dez 2011, 11:04
Das Problem mit derartigen Entscheidungsspielchen ist meist, dass es, wenn schon keinen Königsweg, so doch zumindest ein best possible outcome gibt.
Der Fall der Geißel die man ins Wasser werfen kann: Gibt es einen weg Geißel und Zivilisten zu retten so ist das der optimale Weg. Als strahlender Held und Spieler will man diesen Idealweg gehen und genau der bringt einem auch meist die meisten Punkte ein (Geld, Exp, Achievment etc)
Selbst in dem Fall in dem man entweder den Mann ins Wasser werfen kann oder zulässt, dass er in die Luft gesprengt wird und andere mit sich nimmt, ist die gängige und verbreitete Moralphilosophie ihn zu töten. (siehe Trolley-Problem und Fetter-Mann-Problem) Wieder gibt es eine klar bessere Alternative.
Entscheidungsfreiheit in Spielen ist daher für mich meist recht uninteressant, weil ich das optimale Ergebnis für mich möchte. Entscheidungsfreiheiten die ich reizvoll finde sind daher eher in anderen Bereichen zu finden, gerade in solchen in denen tatsächlich keine besser-oder-schlechter Entscheidungen gibt. Dies sind dabei zumeist einfacher gestrickt und weniger dramatisch aber dafür für mich umso schwerer.
Beispielsweise Rollenspiele mit mehreren Charakteren. NPC A und NPC B hassen sich. Ich hätte beide aber gerne in meiner Gruppe und beide wären gleichermaßen wertvoll. Ich kann aber nur einen mitnehmen und muss nun entscheiden welchen Charakter mir sympathischer ist, ohne sonstige Vor- und Nachteile daraus zu erhalten.
Diese Entscheidungen fallen mir viel schwerer als wenn ich sehe: ahh wenn ich Option A wähle wird spätestens an Stelle 5 mir etwas schlechtes widerfahren, also wähle ich Option B, da damit alles glatt läuft.
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Avatar Smashmello
Smashmello
#4 | 29. Dez 2011, 11:18
schön finde ich auf jeden fall den ansatz, dass die terroristen endlich mal gründe bekommen. das in kombination mit der guten ki und einem taktischen, durchdachten gameplay wäre wirklich mal ein durchweg anspruchsvolles spiel. solange ubisoft sich nicht zu weit mit brutalitäten aus dem fenster lehnt zumindest. das hoffe ich auch mal, denn das, was ich hier gelesen habe, fand ich sehr interessant.
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Avatar Moriturus
Moriturus
#5 | 29. Dez 2011, 11:44
Alle schreien sie nach mehr Realität.
Und wenn sie kommt, ist's geschmacklos.

Versteh' ich nicht.

Ich finde das ganze hochinteressant und der Gewaltgrad interessiert mich dabei wenig, solange es realistisch bleibt. Derartiges passiert doch beinahe tagtäglich.

Aber was ich nicht sehe, dass braucht mich auch nicht zu interessieren und ich kann fein weiter mein scheinheiliges Leben zu Hause führen, wo all die bösen Menschen niemals hinkommen werden.

Ich find das ganz schön ignorant.
Möchtegern-Moralapostel.
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Avatar GoldenPlayer
GoldenPlayer
#6 | 29. Dez 2011, 11:45
Antikriegsfilme zeigten auf brutale Weise, wie grausam und verachtenswert Krieg ist.
Solange Brutalität nicht "verhamlosend" oder Effekthaschend wirkt, dürfte es auch als Stilmittel in einem Computerspiel erlaubt sein.

Ich hoffe doch wirklich, dass man als Spieler nicht unbedingt gezwungen wird derartige drastische Maßnahmen ergreifen zu müssen wie auf der Brücke. Es wäre schön, wenn es entsprechend andere Möglichkeiten noch gäbe oder zumindest nicht der Spieler den Mann über das Geländer wirft, sondern zwei KI Kameraden, die dafür auch die Konsequenzen ertragen müssen.
Naja schauen wir mal, was daraus noch gemacht wird...
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Avatar Epona Rhi
Epona Rhi
#7 | 29. Dez 2011, 11:56
Die Inszenierung ist top, aber die Schießereien auf der Brücke lassen jeden taktischen Anspruch oder ein Gefühl von Realität vermissen. Das Spiel hat mit der ursprünglichen Idee von R6 NICHTS mehr gemeinsam. Ich für meinen Teil trauere Rainbow Six, Rogue Spear und Raven Shield hinterher...
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Avatar Mooguai
Mooguai
#8 | 29. Dez 2011, 11:57
Wenn das Spiel in unserer Zeitlinie spielt, finde ich diese Einblendungen ziemlich übertrieben. Dem Video habe ich ausserdem entnommen, dass die taktische Tiefe der Serie in diesem Teil wohl ihr Ende gefunden hat.
Offenbar versucht man ein Modern Warfare zu basteln: kein taktischer Anspruch, viel Geballer, bombastische Inszenierung.

Selbst wenn Ubisoft die genannten Beulen ausbügelt, würde mich die fragwürdige Story und die geschmacklose Inszenierung vom Kauf abhalten.
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Avatar Illumina7i
Illumina7i
#9 | 29. Dez 2011, 11:58
sry aber das Video hab ich schon vor 2 Monaten gesehen.. Gamestar echt TOP!
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Avatar FKFlo
FKFlo
#10 | 29. Dez 2011, 12:01
Spiele derzeit wieder Raven Shield <3 Ich glaub an die Jungs :)
Vegas wohlgemerkt Vegas 1 war auch schon echt nett inszeniert auch wenn der Realismus "etwas" auf der Strecke blieb wusste es durchaus zu gefallen.

Ich freu mich jedenfalls drauf.
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Details zu Rainbow Six: Patriots

Plattform: PC (PS3, Xbox 360)
Genre Action
Untergenre: Taktik-Shooter
Release D: 2013
Publisher: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Montreal
Webseite: http://www.rainbow6.com/
USK: noch nicht geprüft
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 618 von 9275 in: PC-Spiele
Platz 26 von 252 in: PC-Spiele | Action | Taktik-Shooter
 
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