Oldschool heißt nicht sitzen bleiben

Vorwort: Ich habe das Original nie gespielt, holte aber viele der fast paced Shooter nach. Ich kann mich an schnellen, sich dem Willen des Spielers...

von Minutwix am: 25.03.2016

Vorwort: Ich habe das Original nie gespielt, holte aber viele der fast paced Shooter nach. Ich kann mich an schnellen, sich dem Willen des Spielers unterordnenden Spielen erfreuen. Diese Rezension entsteht nun mehr als 2 Jahre nach dem Release, was bedeutet, dass wir eine gepatchte Version genießen dürfen.

Story

Man tötet Nazis. Ende. Kredits. - Die Story ist flach, irrelevant, einfach unwichtig für das Spiel. Interessant ist, dass COD: Ghosts in Sachen Handlung 7/10, ROTT aber nur 2/10 erhalten hat. Die Kritik der Gamestar kann ich bei ROTT unterschreiben, verstehen aber nicht diesen grabenhaften Unterschied zwischen den Wertungen. Es liegt nicht an der Story von Ghosts, die schlecht ist. Das haben genug Reviews/Test bewiesen. 

Gameplay

Rise of the Traid ist ein fast paced Shooter der alten Garde, nicht wie das neue Wolfenstein. Man trägt zwei Pistolen und die MP40 permanent mit sich und kann weitere Waffen wie verschiedene Raketenwerfer, eine Schrottfeuerwaffe, Flammenwerfer und magische Waffen wie Zauberstäbe und einen verzauberten Baseballschläger finden und nutzten. Interessant ist, dass die Projektilwaffen alle unendlich Munition haben und die Nachtladefunktion nur optischer Natur ist. Neben diesen lassen sich Powerups wie der "Dogmode" oder der "Godmode" finden, die ein stimulierendes Gefühl durch Überlegenheit erzeugen. Bei schwächeren Gegnern kann man sich auch im Nahkampf erwehren, indem man zum Gegner hin stürmt und ihm mit Messern ein Andenken à la Inglourious Basterds verpasst. Die Geschwindigkeit, in der man ein Level bestreitet, bestimmt der Spieler selber: Will ich mit einem schnellen, aber schwachen Charakter spielen oder mit einem langsameren, dafür aber robusteren Charakter die Level durchqueren? Eure Entscheidung! Das Gameplay wird gelegentlich durch Plattform- oder Sprungpassagen aufgelockert, sie dauern nie sonderlich lange. Was Rise of the Traid erfreulicherweise von modernen Shootern unterscheidet ist, dass es mehr als eine Gegnervariante besitzt: schwache Nazis, gepanzerte Nazis, Roboternazis und Nazizauberer, sowie ein Paar Bosse. Ps.: Mittlerweile kann gibt es die Quicksave und  Quickloadfunktion (auch oldschool).

KI

Die Gamestar bewertete die ROTT-KI mit 3 Punkten und die KI aus COD: Ghosts im selben Jahr mit 8 Punkten. Die COD-KI kann, meiner unmaßgeblichen Meinung nach, folgendes: Sichtbar spawnen, Waypoints ablaufen, sich mit fanatischem Willen in einer vordefinieren Deckung festbeißen (bei anderen Erfahrungen bitte ich um Nachweise). DIE KI in ROTT klaut euch eure Waffen, fängt euch in Netzen, rennt um euch herum, ergibt sich, wenn sie einen bestimmen Schadenswert verzeichnet hat. Mittlerweile wurde die KI auch verbessert, sodass mir keine KI-Aussetzer passiert sind. Entscheidet selber was hier "fairer" bewertet wurde und zu bewerten ist...

Sound

Die Waffen klingen weder schlecht, noch sonderlich gut. Bei der MP40 und Raketenwerfern ist es kaum anders zu erwarten... Was aber grandios klingt ist der Soundtrack des Spiels! Musikgeschmack ist subjektiv, weiß ich selbst, aber Vertrauten und mir gefiel er ausgesprochen gut. Eine gute Möglichkeit selber zu urteilen wäre z.B. sich den Soundtrack einfach einmal anzuhören...(hint hint).

Grafik

Die Optik des Spiels ist wahrhaftig nicht preiswürdig, so ist aber die Performance in einem auf Reaktion ausgelegtem Spiel wichtiger als alles andere. Mittlerweile umfasst das Grafikmenü 40 Einstellungsmöglichkeiten. Gut, oder was "man" als gut definieren möchte, sieht das Spiel dennoch nicht aus.

Umfang

Mein erster Durchlauf betrug ca. 8 Stunden und der Wiederspielwert ist durch Highscores, ein flüssiges Spielerlebnis und Herausforderungen, die man an sich selbst stellen kann gegeben gegeben. Selbst wenn man es nur einmal spielen sollte, ist es länger als die Spielzeit der meisten modernen Shooter. Bedenke man noch das, dass Spiel nur 15€ kostet, ist dies eine Kampfansage  an andere Shooter, die teilweise noch mehr Geld für Mappacks verlangen. Der Multiplayer scheint tot, keine Server, keine Spieler. Wenn, kauft ihr ROTT für den Singleplayer oder für Matches gegen Freunde in privaten Lobbys oder LAN.

Fazit

Für 15€ (im Sale noch weniger) erhält man einen tatsächlichen Oldschool-Shooter mit einer akzeptablem Spielzeit und mit vorhandenem Wiederspielwert. Vielleicht ist ROTT sogar euer Einstieg in die Welt von Shootern, die sich funktionierende Mechaniken und eine flüssiges Spielerlebnis auf die Fahne geschrieben haben, z.B. Doom, Serious Sam etc.


Wertung
Pro und Kontra
  • schnelles Gameplay
  • Eigenbestimmtheit im Vorgehen
  • Soundtrack
  • fordernde Bossgegner
  • Modeinbindung wird kaum genutzt
  • toter Multiplayer

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 10, weniger als 20 Stunden



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