Section 8: Prejudice im Test
Masterchief auf’s Battlefield
Section 8: Prejudice wirkt wie ein dreister Halo-Klon mit Battlefield-Anleihen und einer Priese Homefront. Doch der Multiplayer-Shooter kann durchaus überzeugen – zumindest wenn man den Verkaufspreis von unter 15 Euro im Hinterkopf behält.
Von
Christian Schneider
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Datum:
06.05.2011
Zum Thema
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Der Vorgänger auf dem Prüfstand
Eine große Marke ist
Section 8
noch nicht und daran wird wohl auch
Section 8: Prejudice
, der zweite Teil der Shooter-Serie, nichts ändern. Soviel scheint selbst dem Entwicklerteam von Timegate Studios klar zu sein. Mit den ganz großen Vollpreistiteln kann das Team einfach nicht mithalten, dafür fehlt es an Ressourcen und an kreativen Köpfen, die der Marke eine eigene Identität verpassen könnten.
Deshalb sieht die futuristische Welt von Section 8: Prejudice auch aus wie eine einfallslose Kopie der erfolgreichen und inzwischen Xbox-exklusiven Halo-Reihe. Was also tun? Ganz einfach: Wenn man schon nicht mit Originalität punkten kann, bietet man dem Kunden ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis. Und das gelingt dem etwas mehr als 10 Euro teurem Download-Titel problemlos.
Aufritt Alex Corde
Section 8: Prejudice enthält sowohl eine Solo-Kampagne als auch zwei Multiplayer-Modi. Die Story fungiert dabei als Einleitung zum Multiplayer-Modus und stellt nach und nach alle Waffen, Upgrades und Fahrzeuge vor. Außerdem lernen wir hier, wie man Geschütze platziert oder ein Hoverbike anfordert. Wer den Vorläufer Section 8 gespielt hat, wird den Protagonisten Alex Corde schon kennen, wer nicht, hat auch nichts verpasst.
Alles was Sie wissen müssen: Die intergalaktische Spezialeinheit Section 8 wird von einer zunächst noch unbekannten Fraktion angegriffen. Eine Massenvernichtungswaffe bedroht die Kolonien der Menschheit. Und ein Oberbösewicht mit hässlichem Gesicht will von Ihnen besiegt werden. So einfallslos die Solo-Geschichte auch sein mag, viele kurze Zwischensequenzen und ständig wechselnde Missionsaufgaben lassen die rund vier bis fünf Stunden der Kampagne nicht zur Langeweile verkommen. Weniger schön: Drei der Einsatzgebiete tauchen fast eins zu eins als Multiplayer-Maps wieder auf. Und davon gibt es bislang gerade mal vier.
Drop It Like It’s Hot
Was im Solo-Part von Section 8: Prejudice etwas zu kurz kommt, aber eigentlich das optisch auffälligste Markenzeichen des Spiels ist, sind die Orbitallandungen. Und damit wären wir auch schon mitten im Multiplayer-Modus, denn statt einfach irgendwo auf der Karte zu spawnen, springen die Spieler bei Prejudice von Raumschiffen ab und donnern in irrsinniger Geschwindigkeit der Erde entgegen.
Die Orbitallandungen sind ein Markenzeichen der Section 8-Spiele.
Wo wir landen, bestimmen wir selbst. Wer gut zielt, kann sogar beim Aufschlag einen Gegner in den Boden stampfen. Doch Vorsicht, manche Bereiche der Karte werden von Flakgeschützen verteidigt.