SOL: Exodus - PC

Weltraum-Action  |  Release: 25. Januar 2012  |   Publisher: Headup Games
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SOL: Exodus im Test

Weltraum-Action von hinterm Mond

Das Weltraum-Actionspiel SOL: Exodus versucht einem seit Jahren brachliegendem Genre wieder Leben einzuhauchen. Im Test zeigt sich aber, dass es höchstens schöne Erinnerungen an früher wach zu rufen vermag.

Von Sebastian Klix |

Datum: 07.02.2012


Mit SOL: Exodus versucht das Indie-Studio Seamless Entertainment ein in den letzten Jahren fast schon ausgestorbenes Genre wiederzuerwecken: die Weltraum-Action. Als Captain eines Raumschiffs legen wir uns mit Scharen von Feinden an, stürzen politische Regime, erkunden ganze Galaxien, schrauben an unserem Kübel rum, treiben Handel mit verschiedensten Planeten und erleben im Idealfall eine spannende Geschichte obendrauf.

SOL: Exodus : Von großen Schlachtschiffen können wir per Hack die Schwachstellen herausfinden. Von großen Schlachtschiffen können wir per Hack die Schwachstellen herausfinden.

Konnten vor einigen (teils auch »vielen«) Jahren Weltraumpiloten mit ihren Joystick etwa dank der X-Wing- und TIE-Fighter-Spiele, der Wing Commander -Reihe und Starlancer noch regelmäßig in die Weiten des Alls durchstarten, um gegnerische Raumschiffe zu zerbröseln, räkelt sich das Genre nur noch selten, etwa vor mittlerweile gut fünf Jahren mit Darkstar One oder kürzlich mit dem ungeschliffenen Black Prophecy . Die deutsche X-Serie liefert zwar noch halbwegs regelmäßig Weltraumausflüge, spricht letztendlich allerdings weniger die Actionspieler als Fans von Wirtschaftssimulationen an. SOL: Exodus soll das nun wieder ändern, entpuppt sich dabei allerdings als kurzer Scifi-Happen, um in Erinnerungen an »bessere Zeiten« zu schwelgen, ohne dabei auch nur ansatzweise an die Klassiker heranzukommen.

Steam & Retail-Version
SOL: Exodus gibt’s bislang nur als Download-Version, etwa über Valves Onlineplattform Steam. Durch den Kauf wird das Spiel an Ihr Benutzerkonto gebunden, was einen Wiederverkauf unmöglich macht. Der Publisher Headup Games will das Spiel aber im zweiten Quartal 2012 komplett übersetzt für rund 20 Euro in den Handel bringen.

Patches
Seit dem Release am 25. Januar 2012 sind bereits drei Patches für SOL: Exodus erschienen, welche Änderungen an der Balance vorgenommen, die Unterstützung von Joysticks verbessert und Bug- sowie Absturzprobleme behoben haben. Test und Wertung beziehen sich auf den Stand mit Patch 3.

Im Weltall hört dich niemand reden

SOL: Exodus : Der gelbe Kreis hilft uns beim Vorhalten, ist aber erst auf recht kurze Distanz verfügbar. Der gelbe Kreis hilft uns beim Vorhalten, ist aber erst auf recht kurze Distanz verfügbar. In ferner Zukunft haben wir unseren Planeten soweit heruntergewirtschaftet, dass er für uns unbewohnbar ist. Die Menschheit war daraufhin gezwungen, ins Weltall zu fliehen und sich eine neue Heimat zu suchen.

So weit, so bekannt und klischee-behaftet die Ausgangssituation von SOL: Exodus. Selbstredend machen sich die ehemaligen Erdlinge auf der Suche nach einem unverbrauchten Wohnort keine Freunde. Wer genau die Aggressoren sind, haben wir - das müssen wir an dieser Stelle eingestehen - aber schon wieder vergessen. Zylonen (uns ist die Ähnlichkeit zur Fernsehserie Battlestar Galactica nicht entgangen) sind es jedenfalls nicht. Im Grunde ist die Handlung des Weltraum-Shooters aber sowieso nichts weiter als ein Vorwand dafür, dass wir uns in den nächsten drei (!) Stunden durch scharenweise gegnerische Schiffe ballern.

Dazu schlüpfen wir in die Rolle eines namenlosen, aber wenigstens nicht mundfaulen Kampfpiloten, der der Einfachheit halber nur »Commander« genannt wird, um uns in den folgenden acht Missionen vor dem Neptun, Saturn und anderen Planeten unseres Sonnensystems mit allerlei Blechschüsseln zu balgen. Den Vorwand bekommen wir lediglich in Form von Gesprächen während der einzelnen Aufträge kurz und knapp mitgeteilt, was vielleicht nicht die günstigste Lösung ist, da wir dort vor allem mit Ballern beschäftigt sind und die Konzentration auf Dialoge dadurch etwas »gestört« ist.

Zwischen Nostalgie und Langeweile

Für die Konfrontationen steht uns ein kleiner Raumjäger zur Verfügung, dessen überschaubare Fertigkeiten sowie gewöhnungsbedürftige, letztlich aber gelungene Steuerung uns (zumindest nach dem dritten Patch) ordentlich im Prolog näher gebracht werden.

So verfügen wir über drei Waffensysteme, namentlich die Standard-Bordgeschütze, Raketen und die starke, aber träge MAG-Kanone sowie einen Nachbrenner für den kleinen Extrakick zwischendurch. Zudem können wir uns auf Knopfdruck in den Shift-Modus versetzen und so seitlich gleiten, was sich in der Theorie toll anhört, in der Praxis aber eigentlich nie benötigt wird.

SOL Exodus

Zu Beginn jedes Einsatzes starten wir häufig aus dem Hangar unseres Trägerschiffes UCS Atlas, nicht selten, um eben dieses oder wahlweise auch einmal andere Schiffe vor angreifenden Gegnerwellen zu beschützen. Anderslautende Befehle sind selten, etwa in Form eines Minispiels, »Hacker-Knoten« an zum Beispiel gegnerischen Schachtschiffen zu knacken und so deren Geschütze umzulenken oder ihre Schwachpunkte aufzudecken. Das ist jedoch weder besonders abwechslungsreich noch wirklich glaubwürdig ins Spiel implementiert.

SOL: Exodus : Zwischen jeder Mission können wir Upgradepunkte in drei Bereiche investieren. Zwischen jeder Mission können wir Upgradepunkte in drei Bereiche investieren. Nach jeder Mission bekommen wir mindestens einen Upgrade-Punkt spendiert. Haben wir zusätzlich das in jedem Level vertretene Bonusziel erreicht, bekommen wir einen weiteren spendiert. Welches das genau ist, erfahren wir jedoch erst nach erfolgreich absolviertem Kapitel, wodurch wohl der Wiederspielwert gesteigert werden soll. Mit diesen Upgrade-Punkten können wir unser Schiff in den Kategorien Waffen, Hülle und Nachbrenner rudimentär verbessern. Leider nur ein schwacher Ersatz dafür, dass wir an unserem Kahn sonst keinerlei Modifizierungen vornehmen können. Komplett neue Flugapparate gibt’s ebenfalls nicht.

Praktisch alles an der Spielmechanik von SOL: Exodus lässt einen im ersten Moment in nostalgischen Gefühlen an ältere Weltraum-Actionspiele schwelgen. Im zweiten merkt man jedoch, dass das Spiel gerade einmal leicht an der Oberfläche dieses durchaus komplexen Genres kratzt. Echte Begeisterung mag nie so recht aufkommen - eher der Wunsch, einen der »Oldies« wieder aus dem Regal zu holen.

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Avatar VMan
VMan
#1 | 07. Feb 2012, 11:26
Und schon wieder nix, nach Freelancer kam meiner Meinung nach bis jetzt nichts gescheites mehr raus, Darkstar One war ganz net aber auch schnell langweilig. Ich verlange doch "nur" ein neues Freelancer.
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NForcer_SMC
#2 | 07. Feb 2012, 11:29
Ach schade. Kein wirkliches schönes Game in der Art, wie damals.

Ich vermisse die alten Zeiten, in man noch vernünftige, alá Wing Commander etc., Games hatte, die auch einen gewissen Charme hatte *seufz*.

Zum Glück, daß es, unabhängig von Actionlastig oder nicht, noch die X Serie gibt, da ansonsten das Genre eher tot ist, und nur weil die meisten Spieler immer so einen Einheitsbrei haben wollen.

Na dann warte ich mal lieber auf X-Rebirth.

Das waren noch Games:
Wing Commander Reihe
Wing Commander Ableger (Privateer etc.)
X-Wing
Tie Fighter
X-Wing vs. Tie Fighter
X-Wing Alliance
Inferno (ich fand es irgendie cool gemacht)
FreeSpace Reihe (das war nach Wing Commander echt ein Kracher)
Freelancer
Starlancer

*inerinnerungenschwelg*, lang ist's her.

Gruß
NF
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novek
#3 | 07. Feb 2012, 11:34
Man sollte Evochron Mercenary nicht vergessen. Es hat zwar keine richtige Kampagne und die Grafik ist auch nicht die neuste, aber wer Weltraumspiele der Simulation wegen spielt wird mit dem Titel wesentlich glücklicher werden als mit dem Titel hier.

Freelancer war ein klasse Spiel, ist mir aber zu alt geworden. Das einzige was mich neben Evo nach schafft zu fesseln ist selbstverständlich die X-Reihe.
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Forsti 13
#4 | 07. Feb 2012, 11:35
Schade. Als ich das Ding auf Steam gesehen habe, dacht ich mir "He, cool, vielleicht endlich mal wieder ein gutes Weltraum Actionspiel." Leider doch nicht.
Wieso macht Microsoft nicht einfach ein Starlancer 2? Die Rechte haben sie meines Wissens noch und das Ding hatte ja ein Ende wo man anknüpfen kann.

Oder ein anderer Indie-Entwickler. Eigentlich wären Weltraumshooter doch ideal für Indie-Entwickler. Grafisch altern die Dinger ja überhaupt nicht. Und so viel gibt es nicht, was man grafisch herstellen muss. Das schaffen ein paar Leute. Und den Rest haben Indie-Entwickler doch eigentlich sehr gut drauf.
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Paxaurea
#5 | 07. Feb 2012, 11:39
Wieso wird das Fehlen von Speichermöglichkeiten in der Mission kritisiert, bei Tie-Fighter gab es das damals auch nicht und in einem Tie-Jäger kann jeder eingesteckte Treffer das Ende bedeuten.

Speichern in den Missionen ist in solchen Spielen ein Tabu, bei TIE-Fighter damals hat das die Notwendigkeit das Spiel zu beherrschen stark erhöht.

Freelancer ist doch eine ganz andere Art von Spiel und im Vergleich zu Privateer 2 ist es ziemlich schwach und simpel.
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NForcer_SMC
#6 | 07. Feb 2012, 11:43
Schade das auch aus Privateer 3 nichts mehr wurde oder Freelancer 2, obwohl die Bilder, die man dazu sieht, echt schon cool aussaahen.

Ach man. Nee, da werden lieber die hundertsten Aufgüssen von anderen Games herausgebracht, und nur, weil Spieler heutzutage so etwas gar nicht mehr kennen. Ich befürchte fast, daß die meisten damit sogar schon überfordert wären (so kommt es mir zumindest vor).

Gruß
NF
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Avatar Ruvimbo
Ruvimbo
#7 | 07. Feb 2012, 12:02
beim kontrapunkt "selbst für weltraumverhältnisse detailarm" konnte ich mir ein lachen nicht unterdrücken :D
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Avatar Kehool
Kehool
#8 | 07. Feb 2012, 12:08
ist mir wirklich unbegreiflich warum kaum noch einer auf diesen zug aufspringt
und wenn es gemacht wird dann nur von irgendwelchen kleinen studios
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Avatar Spacemonkey
Spacemonkey
#9 | 07. Feb 2012, 12:10
Ein 55 Punkte Spiel ist schon ziemliche Zeitverschwendung, selbst wenn man großer Fan des Genres ist.
Dann hoffe ich mal weiter, dass Evechrone, Ininity, Naumachia, Miner Wars und co. was werden
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Avatar DrProof
DrProof
#10 | 07. Feb 2012, 12:13
Jetzt muss ich es mir nochmal anschauen, weil hier gesagt wird die Joystiksteuerung wurde verbessert... Die war zum Release nämlich untragbar in ihrer Funktionalität...
Nostalgiegefühle kommen einen bei diesem Actiongeballer übrigens kein bisschen auf...
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Details zu SOL: Exodus

Plattform: PC (PS4)
Genre Action
Untergenre: Weltraum-Action
Release D: 25. Januar 2012
Publisher: Headup Games
Entwickler: Seamless Entertainment
Webseite: http://www.youaresol.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 136 von 5500 in: PC-Spiele
Platz 5 von 95 in: PC-Spiele | Action | Weltraum-Action
 
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