Star Citizen : Die Aegis Sabre (im Vordergrund) gehört neben zwei anderen Schiffen zu den Jägern, die aktuell kostenlos bei Star Citizen getestet werden können. Der Einsitzer vom Hersteller Aegis Dynamics ist unter den Fans des Spiel sehr beliebt und gilt als einer der potentesten Doghfighter im Spiel. Die Aegis Sabre (im Vordergrund) gehört neben zwei anderen Schiffen zu den Jägern, die aktuell kostenlos bei Star Citizen getestet werden können. Der Einsitzer vom Hersteller Aegis Dynamics ist unter den Fans des Spiel sehr beliebt und gilt als einer der potentesten Doghfighter im Spiel.

Mit der Gratis-Aktion »Summer Free Fly 2016« Aktion haben die Entwickler von Star Citizen wieder einmal die Hangar-Tore geöffnet, um interessierten Spielern einen kostenlosen Einblick in die aktuelle Alpha-Version des Weltraum-MMOs zu gewähren. Wer sich auf der Website von Roberts Space Industries einen kostenlosen Account anlegt, kann mit Hilfe des Codes »SUMMERFREEFLY2016« seinen Zugang freischalten.

Dann ist Star Citizen bis zum 22. Juli mit allen Bestandteilen spielbar. Dazu stellt Entwickler Cloud Imperium Games drei Jäger zur Verfügung, die übrigens mit Hilfe des Codes auch von bereits aktiven Backern zusätzlich getestet werden können: Die Mustang Beta, die Aegis Sabre sowie die Anvil F7C Hornet.

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Vier verschiedene Spielmodi zur Auswahl

Der Start ins Spiel ist keine Wissenschaft, aber bedarf dennoch einer kleinen Erklärung. Nach dem rund 30 Gigabyte umfassenden Download wird Star Citizen vom Launcher aus gestartet. Im Hauptmenü stehen dem User dann mehrere Spielmodi zur Verfügung: Unter »Universe« findet sich der Zugang zum Lobbysystem der Spielinstanzen, die von den Entwicklern als »Mini-Persistent Universe« bezeichnet werden. Es bietet einen ersten Eindruck davon, was die Entwickler für das große MMO-Universum des fertigen Spiels geplant haben.

Der Spieler hat die Auswahl zwischen dem Social Modul ArcCorp, einer Landezone auf der Planetenoberfläche, und Port Olisar, der ersten Raumstation im Orbit des Planeten Crusader. Auf ArcCorp können vor allem verschiedene Shops besucht und die schnellen Greycat-Buggies getestet werden. Port Olisar wiederum bietet mit seinen Landing Pads und Spawn-Punkten den Eintritt in die Weltraum-Umgebung und das erste persistente Gameplay des späteren Star-Citizen-Universums.

Außerdem findet man im Hauptmenü unter "Electronic Access" das Simulationsmodul Arena Commander, in dem man sich mit der Schiffssteuerung vertraut machen, erste Kämpfe gegen NPCs bestreiten oder gegen andere Spieler Rennen fliegen kann. Schließlich kann der Spieler im Hauptmenü noch seine persönlichen Hangars betreten. Dort können über das Port Modifikation System (kleine, leuchtende Punkte an Boden und Wänden des Hangars) die eigenen Schiffe und Items gerufen und inspiziert werden. Zudem lässt sich an dieser Stelle auch das Loadout der Schiffe verändern, was sich inzwischen auch in das persistente Universum überträgt.

Star Citizen Videos von der CrashAcademy
Der deutschsprachige YouTube-Kanal CrashAcademy begleitet die Entwicklung von Star Citizen regelmäßig mit Videos und stellt Neuerungen vor. Außerdem gibt's Tipps für Einsteiger und Gameplay-Zusammenschnitte. Unser Autor Jerome Cantu arbeitet an dem Community-Projekt mit.

Ein MMO in den Kinderschuhen

Für die meisten Spieler und Unterstützer wird das Mini-Universum rund um den Planeten Crusader den spannendsten Teil der bisherigen Entwicklung von Star Citizen darstellen. Doch Vorsicht, das Spiel ist trotz seines frühen Entwicklungsstadiums bereits erstaunlich komplex, insbesondere die Flugmechanik und die Steuerung der Raumschiffe haben es in sich. Es empfiehlt sich also, vorerst ein paar Runden im Arena Commander zu drehen, bevor man sich in die Weiten des Universums aufmacht.

Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt die Anzahl an Missionen und Möglichkeiten im Spiel noch stark begrenzt ist, vermittelt das persistente Mini-Universum bereits einen guten Eindruck von den Ausmaßen der Planetensysteme im späteren MMO. Alleine die Karte von Crusader und seinen drei Monden umfasst über eine Millionen Kilometer an Strecke, die von einem Ende zum anderen per Raumschiff zurückgelegt werden kann. Weil das mit dem regulären Antrieb Tage dauern würde, nutzen die Schiffe die sogenannte Quantum-Drive-Technologie, um schnell innerhalb eines Systems zu reisen. Dieser kleine Sprungantrieb verbraucht Treibstoff, den man zusammen mit verbrauchten Munitions- und Raketenvorräten an einer der Service- und Reparaturstationen wieder auffüllen muss.

Bezahlt wird das ganze mit der Ingame-Währung Alpha-UEC, die man für absolvierte Missionen verdient und auch in den Shops auf der Raumstation wieder ausgeben kann. Dabei bleibt aber anzumerken, dass bisher nur ein Bruchteil der geplanten Spielmechaniken implementiert ist: In der Alpha 2.4.1 von Star Citizen gibt es noch kein Fracht- oder Transportsystem, weder Bergbau noch Handel und auch das selbstständige Entdecken und Erkunden fremder Welten wartet noch auf seinen Einsatz. Dafür bietet das Spiel schon die erste Version eines Kopfgeldsystems, mit dem PVP-begeisterte Spieler Jagd aufeinander machen können - eine Art "Räuber und Gendarm" im Weltraum. Dieser Aspekt des Gameplays soll laut den Entwicklern mit jedem Patch weiterentwickelt werden, bis irgendwann ein vollständig persistentes Reputationssystem entstanden ist.

Keine Sommerpause in der Entwicklung

Laut Entwickler Cloud Imperium Games laufen die Arbeiten am nächsten großen Patch 2.5 bereits auf Hochtouren. Dieser soll möglichst noch vor der GamesCom 2016 für alle Backer live geschaltet werden und enthält laut des letzten Monatsreports eine Erweiterung für das persistente Mini-Universum: Die Raumstation »GRIMhex« soll in Zukunft allen Spielern als Spawn- und Landezone dienen, die sich als Piraten und Outlaws in Star Citizen herumtreiben wollen.

Star Citizen - Screenshots aus der Homestead-Demo von der CitizenCon 2016

Außerdem gab der Monatsreport preis, dass mit der MISC Reliant ein weiteres Schiff flugbereit sein soll und weitere Kleidungsstücke und Gegenstände ihren Weg ins Spiel finden werden. Auch wenn die neuen Inhalte spannend klingen, erteilen Chris Roberts und sein Team damit den Träumen der Fans eine Absage, die für die GamesCom auf die erste prozedural generierte Planetenlandung gehofft hatten.

Dies jedoch wurde von Cloud Imperium Games für den zukünftigen Patch 2.7 angekündigt. Der könnte unter Umständen zum zweiten großen Star-Citizen-Event des Jahres, der CitizenCon im Oktober 2016, geplant sein. Ob die Entwickler dieses Versprechen einhalten können oder sich der Release der neuen Technologie doch noch um weitere Patches verzögert, steht derzeit buchstäblich in den Sternen.