Star Wars: Galaxies : Nach knapp acht Jahren Betrieb wird Sony Online Entertainment das Online-Rollenspiel Star Wars Galaxiesam 15. Dezember endgültig vom Netz nehmen. Das geht aus einem Forenposting im offiziellen SWG-Board hervor. Weitere Informationen für aktive Abonnenten hat Sony auf einer Sonderseite zusammengefasst. So bietet man der zahlenden Kundschaft unter anderem an, andere SOE-MMOs von Oktober bis Dezember kostenlos spielen zu dürfen.

Als Hauptgrund für das Ende des MMOs nennt SOE-Chef John Smedley im Interview mit Massively.com das Auslaufen eines Vertrags zwischen seinem Unternehmen und Rechteinhaber LucasArts. Besagte Kooperation sollte zwar eigentlich noch bis 2012 weiterlaufen, SOE und LucasArts haben sich aber darauf geeinigt, den Stecker im Dezember zu ziehen.

Zwar arbeiten beide auch in Zukunft an dem auf eine jüngere Zielgruppe ausgerichteten Star Wars: Clone Wars Adventureszusammen, LucasArts veröffentlicht aber schon bald gemeinsam mit Electronic Arts und Bioware das nächste Star Wars-MMO The Old Republic. Die Option, SWG als Free2Play-Spiel weiterlaufen zu lassen, hält Smedley indes für unmöglich. Smedley betont, dass die Entscheidung keinesfalls etwas mit dem Hack-Angriff auf Sony oder schwindenden Spielerzahlen zu tun habe.

Obwohl man bei Sony sehr zufrieden mit der Lebensdauer von Star Wars Galaxies ist, äußert Smedley aber auch selbstkritische Töne. Hätte er die Chance das ganze Projekt noch einmal zu machen, dann würde er »Boden- und Raumkampf gleichzeitig veröffentlichen«, »ein Jahr mehr Entwicklungszeit für den Feinschliff einplanen« und das Kampfsystem gleich so auszubalancieren, dass man das heftig kritisierte NGE-Update nie gebraucht hätte.

Star Wars: The Old Republic blickt er optimistisch entgegen. Das Bioware-MMO wird laut Smedley »großartig« und er freut sich, dass so die zahlreichen Star Wars-Fans ein neues Zuhause finden werden.

Star Wars Galaxies soll allerdings noch mit einem »Knall« zu Ende gehen. So plant Sony einen speziellen Event zum großen Finale des Spiels. Außerdem orakelt Smedley, dass man kurz vor Schluss noch »etwas mit der Abrechnung drehen würde«, vermutlich also den letzten Monat kostenlos anbietet.

Immerhin gibt’s für die SOE-Mitarbeiter ein Happy End. Niemand der Angestellten verliert seinen Job sondern arbeitet in Austin an einem noch nicht angekündigten Spiel.