Activision Blizzard :

Activision Blizzard hat gestern Abend nach US-Börsenschluss die Zahlen zum zweiten
Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben. Demzufolge hat der weltgrößte
Publisher von Mai bis Juni 2010 967 Millionen US-Dollar eingenommen und damit einen Nettogewinn von 219 Millionen US-Dollar erwirtschaftet (alle Zahlen berechnet nach den amerikanischen Bilanzierungsregeln GAAP). Pro Aktie errechnet sich damit ein Gewinn von 17 Cents. Im Vorjahreszeitraum betrugen Umsatz und Gewinn 1,04 Milliarden bzw. 195 Millionen US-Dollar.

Trotz des gestiegenen Gewinns zeigten sich viele Börsenanalysten enttäuscht, da sie im Vorfeld einen höheren Umsatz erwartet hatten. Auf dem Frankfurter Parkett verlor die Aktie darauf über acht Prozent an Wert.

Die Ergebnisse des zweiten Quartals kamen ohne nennenswerte Highlights zustande. Ein großer Teil der Erlöse wurde mit World of Warcraft und der Call of Duty-Serie erwirtschaftet, wobei zum ersten Mal in der Firmengeschichte mehr Geld über Online-Kanäle als durch den Ladenverkauf eingenommen wurde.

Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres sieht sich der Publisher besser gerüstet: Obwohl StarCraft 2 erst Ende Juli veröffentlicht wurde, überflügelte das Spiel bereits nach wenigen Tagen alle anderen PC-Titel von 2010. Im Jahresverlauf folgen zudem noch Call of Duty: Black Ops, Guitar Hero: Warriors of Rock und World of Warcraft: Cataclysm. In China hat das WoW-Addon Wrath of the Lich King zudem eine weitere Hürde genommen und steht kurz vor der Zulassung. Bei den Erlösen digitaler Inhalte erwartet Activision Blizzard weiterhin signifikantes Wachstum im zweistelligen Prozentbereich.

Für die Zukunft hat Activison Blizzard sieben Säulen identifiziert, die den Großteil des Geschäfts ausmachen sollen. Neben den etablierten Serien Call of Duty, Guitar Hero, World of Warcraft, Starcraft und Diablo gehören dazu auch das nächste Blizzard-MMO und der bisher geheim gehaltene Bungie-Titel.