StarDrive - PC

Strategie  |  Release: 26. April 2013  |   Publisher: Iceberg Interactive
7 von 7 Leser fanden diese Rezension hilfreich

Leser-Rezension zu StarDrive

Die Baustelle ist eröffnet!

Von Tsabotavoc |

Datum: 03.05.2013 | zuletzt geändert: 05.05.2013, 02:43 Uhr


Stellt euch vor Ihr besichtigt gemeinsam mit einem Immobilienmakler eine frisch gebaute Villa die ganz in der Tradition alter Herrenhäuser gebaut wurde. Das erste was ihr seht ist eine prächtige Eingangshalle. Danach kommt ihr in ein Wohnzimmer ganz im Kolonialstil. Es geht die Treppe hinauf in ein Besprechungszimmer das mit kunstvollen Holzvertäfelungen ausgestattet ist und von einem Biedermaierschreibtisch dominiert wird. "Und nun zeige ich Ihnen noch die Küche und die restlichen Räume!"

Die Küche selbst ist dann zwar fertig aber noch ohne Inneneinrichtung. Und als ihr im Schlafzimmer ankommt seht ihr ein paar Maurer die gerade dabei sind die Wand hochzuziehen.

Was dieser Einstieg mit StarDrive zu tun hat? Nun ja: StarDrive ist wie diese Villa. Ob man also den Kaufvertrag unterschreibt hängt nicht nur davon ab was vorhanden ist sondern was aus dem Ganzen noch werden wird.

Seid ihr bereit? Dann schreiten wir doch gemeinsam zur Besichtigung und sehen uns an wo die Handwerker abgezogen sind und wo wir noch nicht mal Wasser und Strom haben.

 

Der Weltraum: Endliche Einstellmöglichkeiten...

StarDrive ist ein 4X Spiel und bietet zur Zeit einen Spielmodi: Den Sandkasten. Als Einstellmöglichkeiten stehen euch die Galaxiegröße, die Häufigkeit von Planeten und die Anzahl der Rassen mit denen ihr um diesen Sternenhaufen rittert zur Verfügung.

Nach der Wahl des Schwierigkeitsgrades, der eigenen Rasse und der Geschwindigkeit von Produktion und Forschung ist man eigentlich auch schon startklar.

Vorgefertigte Karten oder Szenarien? Nicht vorhanden. An- und Ausschalten von verschiedenen Siegbedingungen? Nicht vorhanden. Wahl der Rassen und variable Schwierigkeitsgrade für die Gegenspieler? Nicht vorhanden.
Und vordefinierte Allianzen, Starttechlevel, Häufigkeit von Zufallsereignissen und Galaxienalter darf man als Verlust an ein Wurmloch abschreiben.

Um es vorweg zu nehmen: Die Spielerstellung und Anpassung an die eigenen Bedürfnisse ist mit die größte Baustelle im Spiel.

Hübscher Einstieg ins Spiel. Täuscht aber nicht darüber weg das relativ wenig einstellbar ist.

Der Startbildschirm wirkt zwar sehr hübsch kann aber nicht darüber wegtäuschen das einige Einstellungen nicht vorhanden sind

 

Teils nur einen Buchstaben entfernt vom Abmahnanwalt

Was jedoch sehr gut gefällt sind die zur Verfügung stehenden Rassen. Die Bulrathi aus Master of Orion finden ihren Einstieg als die Kulrathi und sind nun japano-orientierte Samuraibären. Die Menschen sind natürlich auch am Start und sehen - bedingt durch das übermäßige Spielen von 4X-Spielen - nicht nur unverschämt gut aus sondern geniesen auch Boni bei der Forschung.

Wer Hunde gerne mag wird mit den fiesen Vulfen glücklich und wer sich sicher ist das es Cthulhu und seine Sippe wirklich gibt darf sich mit den Ralyeh austoben. Die sind nicht nur irrsinnig lebensbejahende fröhliche Kerlchen sondern verstehen sich auch mit den Cordrazine ganz ausgezeichnet. Bei denen handelt es sich um Tentakelmonster die Eulenwesen - sogenannte Owlowks - versklavt haben.

Insgesamt kämpfen acht Rassen um die Vorherrschaft im Universum. Um den anderen so richtig zu zeigen wo der Hammer hängt kann man seine Rasse auch noch anpassen. Nett gemacht: Das Flufftextchen das die Rasse beschreibt passt sich der Wahl der Boni- und Mali an die man sich verpasst.

Die einzelnen Rassen unterscheiden sich nicht nur in Ihrer diplomatischen Grundeinstellung wenn von der KI gespielt sondern auch in Optik und technischen Grunddaten der Schiffshüllen die durchs Weltall schippern.

Dadurch ist auf jeden Fall die Lust auf mehr gegeben denn die Ansprüche an die Schiffsplanung eines Draylock-Kreuzers sind nunmal ganz andere als an eine Vulfenfregatte.

Die Rassenanpassung geht im großen und ganzen in Ordnung. Allerdings hätte ich mir mehr Einstellmöglichkeiten im Bezug auf Kolonisierung gewünscht. Denn abgesehen von Kyberneten die ihre Produktion statt Nahrung essen ist eigentlich nichts ausgefallenes zu finden. Warum gibt es keine Rasse die Eisplaneten bevorzugt? Oder die auf Ozeanplaneten besonders gedeihen? Oder in schwülen Sumpfwelten?

Als Fazit bleibt für diesen Punkt im Spiel das die Pflicht erfüllt wurde aber für die höchsten Wertungsweihen fehlt mir hier einfach das gewisse Etwas.

 

Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere sieben Planeten

Moment... Waren es nicht neun? Wie auch immer: Das Spiel zeigt Liebe zum Detail. Denn jede Rasse hat ihr eigenes Heimatsystem aus dem sie startet. Im Falle der Menschen ist das unser vielseits geliebtes Sonnensystem.

Wer Kulrathi spielt lässt seine Spacebären jedoch am Nachthimmel den Planeten Bul und die Vulkanhölle Kahless sehen.

Wer diese Startsysteme satt hat benennt es einfach beim Erstellen des Spiels um und landet in einem vollkommen zufällig generierten System.

Das Herzstück eines jeden Imperiums sind bekanntlich die Planeten die man im Laufe des Spiels kolonisiert.

Und hier wird eigentlich der komplette Standard aufgefahren: Vom unwirtlichen Höllenloch über unwirtliche Eiswelten bis zur Paradieswelt ist alles vorhanden. Auf manchen dieser Planeten befinden sich zudem Relikte von alten Zivilisationen die uns mit mehr oder weniger positiven Ereignissen überraschen.

Zu Anfang starten wir jedoch genretypisch mit einer Hand voll Schiffchen und einem Planeten. Mit einem simplen Rechtsklick schicken wir diese quer durchs Weltall um für uns neue Welten zu erkunden. Wir können dies aber auch per Automatikfunktion erledigen lassen.

Generell lässt sich in dem Spiel sehr viel automatisieren mit mehr oder weniger gutem Ergebnis: Während ich die Automatisierung von Handelsrouten jedem wärmstens empfehlen kann sind die Governoure für die Planetenverwaltung eher gewöhnungsbedürftig da sie das knappe Geld mit beiden Händen rauswerfen für teils fragliche Planetenverbesserungen.

Das schöne ist: Der interplanetare Handel mit Rohstoffen ist wirklich greifbar was dem Imperium einen lebendigen Eindruck gibt. Hier fliegen tatsächlich Frachter rum - die man bauen muss - um vom Planeten Erde Nahrung für den Industrieaußenposten am Mars zu besorgen.

Unser Scout jedenfalls den wir losgeschickt haben vermeldet sicher irgendwann: Wir sind hier im System Alpha Centauri und auf diesem Planeten ist Leben möglich! Wobei: Fairerweise muss man sagen das der Scout gar nichts vermeldet. Das ist eine generelle Crux am Spiel: Wir bekommen viel zu wenig Feedback über das was hier eigentlich passiert: Ein Industrieplanet produziert seid knapp 30 Minuten nichts mehr? Wir erfahren es nicht. Unser Scout hat einen kolonisierbaren Planeten entdeckt? Wir erfahren nichts. Statt dessen steht das Schiffchen wenn wir es manuell steuern dort wie bestellt und nicht abgeholt oder klärt im Automatikmodus die halbe Galaxie auf ohne uns Rückmeldung über die einzelnen Planeten zu geben die es da eigentlich gefunden hat.

Es ist einer der Punkte an denen man merkt das nicht zu Ende gearbeitet wurde denn: Wenn wir einen Planeten kolonisieren möchten können wir auf Wunsch einfach auf "Colonize" klicken und es wird automatisch auf dem nächsten geeigneten Planeten in der Nähe ein Kolonieschiff gebaut und auf den Weg geschickt. Komfortabel oder?

Dieses mangelnde Feedback wirkt umso kurioser da wir eine Meldung erhalten wenn ein Scout eine Anomalie entdeckt hat. Und auch die erfolgreiche Kolonisierung wird uns brav gemeldet.

Wer nicht höllisch aufpasst wird vor allem in großen Galaxien schnell den Überblick verlieren. Der regelmäßige Blick in den Planetenmanager ist also Pflicht. Pflicht ist es aber auch hier nachzubessern denn in dieser Form ist es einfach noch zu wenig.

So leer wie ein Politikerschädel: Das Interface ist zwar aufgeräumt, versteckt aber auch viele wichtige Informationen.


Einstürzende Neubauten


Um mit den kolonisierten Planeten vorwärts zu kommen ist es oft erforderlich diese zu spezialisieren. Das geht über mehrere Möglichkeiten: Einerseits stehen drei Regler zur Verfügung mit denen wir individuell für jeden Planeten den Schwerpunkt auf Forschung, Produktion oder Agrarwirtschaft legen.

So ist es möglich spezialisierte Industriewelten für den Flottenbau hochzuzüchten die aber auf einen konstanten Nachschub von Nahrung aus den Agrarwelten angewiesen sind.

Und - ich kann es gar nicht lobend genug erwähnen - die zweite Methode ist der Ausbau des Planeten mit diversen Gebäuden. Diese können wir auf einer schachbrettartigen Karte frei verteilen auf der wir schematisch die Kontinente des Planeten sehen.

Ein Eisplanet sieht hier natürlich anders aus als ein Ozeanplanet oder eine Wüste!

Zu Anfang stehen uns nur wenige Gebäude zur Verfügung aber nach und nach werden es durch Forschung immer mehr. Dabei ist zu beachten das wir nicht alles vollbauen können denn viele Planeten haben Gebiete die zu unwirtlich sind um dort Gebäude hinzusetzen. Zudem kosten viele Gebäude Unterhalt und man sollte daher gut abwägen ob man auf einen Planeten im hintersten Zipfel des Imperiums wirklich den superteuren Bombardement-Schild bauen möchte.

Der Koloniebildschirm bietet alles was das Herz begehrt. Ein paar mehr Gebäude hätten es dann zur Auswahl aber doch sein können.


Dieser Teil des Spiels macht richtig Spaß. Zwar sollte niemand von euch eine Gebäudevielfalt wie in Master of Orion II erwarten. Dennoch zwingt einen das Spiel zur einen oder anderen harten Entscheidung und allein aus finanziellen Gründen wird man manche Planeten bewusst unterentwickelt lassen solange sie ihren Zweck erfüllen.

 

Vorsprung durch Forschung

Die Forschung selbst geht schnell vonstatten - meiner Meinung nach zu schnell. Wer gern längere und epischere Spiele mag sollte daher den Regler für Forschungs- und Produktionsgeschwindigkeit auf 200% setzen. Ansonsten ist man innerhalb weniger Stunden durch den kompletten Techbaum durch.

Im Forschungsbaum erforscht man neben neuen Gebäuden, effizienterem Handel und verbesserten Optionen für Diplomatie vor allem eines: Waffen, Schiffssystem und Schiffe.

Insgesamt stehen sieben verschiedene Techbäume zur Verfügung von denen einer erst im Laufe des Spiels durch ein besonderes Ereignis freigeschaltet wird.

Da sich dieser Baum jedoch "Secrets" nennt werde auch ich mich in Schweigen hüllen. Nur soviel sei gesagt: Die Dinge darin lohnen sich.

Generell ist der ganze Forschungsbaum sehr entschlackt und aufs wesentliche reduziert. Insgesamt stehen knapp 90 verschiedene Technologien zur Verfügung. Für ein 4X-Spiel eher wenig. Dennoch kann man dem Entwickler keine Faulheit vorwerfen: Immerhin schaltet praktisch jede Technologie gleich mehrere Sachen frei! In manchen Fällen kriegt man für eine Forschung gleich vier Dinge! Kurz und gut: Der Entwickler hätte das strecken können aber wozu?

Dinge wie Miniaturisierung fehlen zwar aber ich vermisse sie nicht. Denn auch ganz zum Schluss hat die Miniknarre die man vom Start weg zur Verfügung hat noch seinen Nutzen. Technologien werden nie obsolet. Wenn es überhaupt ein Haar in der Suppe gibt dann das einem immer alle Technologien zur Verfügung stehen und man daher nicht auf den Technologietausch mit anderen Rassen angewiesen ist.

 

Also an Ihrer Stelle würd ich das alles neu machen lassen...

 

Laut einem sehr bekannten und nicht ganz ernst zu nehmenden "Vortrag" ist das einer der Standardsätze unserer Handwerker und auch Spielern von StarDrive wird er schnell in Fleisch und Blut übergehen. Denn: Es macht einfach viel zu viel Spaß neue Schiffe zu bauen. Klar: Zu Anfang sind die Schiffe noch recht klein aber je länger das Spiel dauert desto mehr Optionen stehen einem zur Verfügung.

Der Rumpf ist dabei vorgegeben und es ist die Aufgabe des Spielers diesen zu füllen. Dabei gilt das man nicht alles überall hinbauen kann: Antriebe dürfen nur in E-Slots. Waffen nur in Slots mit einem O. Reaktoren sollte man aus eigenem Interesse nur in I-Slots bauen.

Während einer Schlacht wird das Schiff dann auch nach und nach durch Feindeinwirkung Schaden nehmen: Wer seine empfindlichen Systeme also nicht in Panzerung packt wird sehr schnell nur noch Schrott zur Verfügung haben. Natürlich gibt es Schutzschilde aber diese können mit Technologien umgangen werden.

So entbrennt schnell ein Katz- und Mausspiel mit der KI die Flotten ziemlich clever zusammenstellt. Und nun kommt der beste Teil: Ihr habt ein Kreuzerdesign entworfen das einfach unschlagbar ist? Es kann gut sein das die KI euch genau dieses Design entgegenschickt wenn ihr einmal eine andere Rasse spielt!

Damit ein Schiff funktionsfähig ist braucht es Antriebe, Kommandobrücke und Energie sowie Munition wenn es Waffen hat. Im Laufe des Spiels sind aber natürlich auch Bomber, Trägerschiffe und Kampfunterstützungsschiffe wie Sanitätsfregatten oder Munitionstender möglich!

Vorbildlicher kann man es eigentlich wirklich nicht mehr machen.

Bis zu diesem Superschlachtschiff dauert es dann schon ein paar Stunden. Dafür verwandelt es mit seinen Massivgeschützen, Raketenwerfern und der fünfzehnläufigen Laserkanone selbst das fetteste Alien in eine künstliche Sonne.

 

Ihr gebt uns dieses wertlose gelbe Metall und erhaltet zum Austausch diese wertvollen Glasperlen!


Natürlich tritt man mit anderen Rassen auch früher oder später diplomatisch in Kontakt. Das geschieht nicht nur mit einer stimmigen kleinen Animation die sich natürlich von Rasse zu Rasse unterscheidet.

Nein, man kann sich auch mit seinen Gegenübern unterhalten und sie zu Ihren Ansichten über die eigene Rasse und die anderen Rassen befragen.

So erfahren wir von den Ralyeh das sie die Cordrazine für seltsam befinden und ihre bepelzten Freunde für noch seltsamer. Eine wichtige Information! Ob wir die wohl zum Krieg überreden könnten? Fragen wir die doch mal ob zwischen uns alles im reinen ist. "Lebt ihr noch? In dem Fall haben wir in der Tat ein Problem mit euch..."

Damit sind die Grenzen klar abgesteckt. Die Ralyeh würden uns wenn wir brennend auf der Straße liegen nicht einmal anpinkeln um uns zu löschen.

Die Beziehungen zu anderen Rassen werden zusätzlich über drei Indikatoren angezeigt: Angst, Hass und Vertrauen. Alles in allem sind mir während meiner Testphase keine groben Ungereimtheiten in der Diplomatie aufgefallen und unsere Gegenspieler verhalten sich in diplomatischen Dingen durchaus clever und nachvollziehbar.

Man kann auch unterschiedliche Dinge gegeneinander verhandeln: So kann man z.B einen Nichtangriffspakt anbieten und im Gegenzug ein Artefakt aushändigen oder Kolonien austauschen oder Forschungsergebnisse austeilen. Wir können unser Gegenüber anbetteln, ihn respektvoll behandeln oder drohen. Einzig der Handel mit Geld ist nicht enthalten. Wirklich vermisst habe ich das aber nicht.

Die höchste Weihe ist dann die Föderation bei der sich zwei Völker mit all ihren Errungenschaften zusammenschließen. Selbstverständlich unter eurem Kommando!

Wie halten Samuraibären ihre Schwerter obwohl sie keine Daumen haben? Hier erhaltet ihr die Antwort!

 

DAS IST SPARTA!


Wenn die Diplomatie der Worte scheitert wird es Zeit für etwas waffengestützte Meinungsverstärkung. Dies passiert nicht nur im Weltraum sondern auch am Boden.

Dafür landet man dann massenweise Infanterie und später auch Spinnenpanzern auf Planeten wo diese dann - unterstützt von Bodenbatterien, Raketenwerfern und befestigten Anlagen gegen die planetaren Verteidigungskräfte antreten.

So simpel das auch abläuft - so spaßig ist es dennoch. Das liegt vor allem daran das die KI ihre Planeten klug verteidigt und sich auf drohende Invasionen durch Truppenverlegungen vorbereitet oder auch mal versucht mit einem Durchbruch neue Truppen auf den Planeten zu schaffen. Es kann also durchaus einmal eine halbe Stunde nur um einen Planeten gekämpft werden. Während die Verteidiger ihre Planeten mit Schutzschilden, Flak-Batterien und Anti-Schlachtschiffraketenwerfern sichern können steht den Invasoren das Bombardement zur Verfügung.

Etwas subtiler aber nicht weniger gefährlich: Spionage und Gegenspionage. Spione steigen im Laufe der Zeit vom Stufe 1 Hobbydetektiv bis zum Stufe 10 James Bond auf. Gegnerischen Imperien kann man nicht nur Geld und Technologien stehlen sondern auch Planeten unterwandern wodurch wir vollen Sensorzugriff auf das System haben und Einblick in die Produktionsketten. Wem das noch nicht reicht kann auch Rebellionen vom Zaun brechen.

Wer die Spionage vernachlässigt wird bald bemerken, dass ihm auf einmal Geld fehlt und Planeten revoltieren. Denn die KI greift auch gerne zur Spionage!

 

"Netter Planet. Den nehmen wir!" und andere nicht so zufällige Zufallsereignisse

Wer kennt den Film Independence Day? Soviel sei gesagt: In StarDrive könnt ihr auf Wunsch selbst in die Rolle der Alienaggressoren schlüpfen und einer unterentwickelten Spezies im Raketenzeitalter die aber auf einem tollen Planeten sitzen zeigen wo der Fusionshammer hängt.

Es gibt einige Ereignisse auf der Karte die mit kleinen Quests verbunden sind. Ihr werdet mit Piraten und einer alten Alienrasse zu tun haben. Ihr werdet Artefakte und alte Gräber finden. Und eure Planeten werden Opfer von Klimakatastrophen oder Nutznieser von Veränderungen der Sonne sein. Oder wolltet ihr schon immer einmal die Retter einer unterdrückten Rasse sein? Hier könnt ihr auch das tun.

Besonders hervorheben möchte ich die Artefakte da sie das Einzige sind wo ich nicht großartig spoilern muss. Artefakte kommen in vielerlei Sorten einher und geben euch teils einzigartige Boni. Manchmal findet man uralte Alienwaffen die man nun in kopierter Form selbst in Schiffen einbauen kann. Ein andern Mal ist es ein Kristall der das Bevölkerungswachstum im ganzen Imperium permanent erhöht. Generell verändern diese nützlichen kleinen Dinger die komplette Strategie in einem Spiel.

So oder so: Das Universum lebt! Und mit mehr Siegbedingungen und einem Multiplayer könnten wir hier das neue Master of Orion haben.

 

Fazit: Von Scheidungsanwälten und Villen


StarDrive wurde von einem ehemaligen Scheidungsanwalt praktisch im Alleingang entwickelt. Und nun ist mir ein Stück klarer wie Menschen ohne Maschinen eine Pyramide bauen konnten. Dieser Mann hat das moderne Gegenstück einer Pyramide gebaut. Und ich persönlich glaube an ihn und seine Zusagen das er alles noch viel toller und größer gestalten möchte.

Wer ihm gemeinsam mit mir glauben möchte sollte sich das Spiel kaufen. Und im Gegensatz zu einer halb fertigen Villa ist es bereits voll bewohnbar und um einiges günstiger

Wertung:

76/100 » alle Rezensionen von Tsabotavoc (40)

Screenshots zu StarDrive

Pro & Contra

  • + Liebevolle 2D-Grafiken
  • + Unterschiedliche Grafiken für Rassen und unterschiedliche Schiffe
  • + Stimmungsvolle Diplomatie und ausgefeilte Spionage
  • + Planetenausbau und spaßiger Schiffsbau
  • + Lebendiges Imperium
  • + Teils sehr gute Automatikfunktionen
  • - Sehr wenig Einstellmöglichkeiten bei der Spielerstellung
  • - Balanceprobleme (Bodentruppen meiner Meinung nach zu stark)
  • - Eher wenig Gebäude
  • - Miserables Feedback durch das Interface
  • - Automatisches Planetenmanagement eher ungeeignet

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgradgenau richtig
Bugs im SpielNur sehr wenige
Bisher im Spiel
verbrachte Zeit
Mehr als 20, weniger als 40 Stunden

7 von 7 Leser fanden diese Rezension hilfreich

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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#1 | 03. Mai 2013, 16:33
Wow, mal wieder ne echt gute Rezension!
WO kann man das denn genau kaufen?
Und die noch wichtigere Frage: Ist diese Version dann DRM-frei?
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Avatar nachtnebel
nachtnebel
#2 | 03. Mai 2013, 17:40
StarDrive gibts imo via Steam und damit natürlich nicht DRM free.
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Avatar Tsabotavoc
Tsabotavoc
#3 | 03. Mai 2013, 19:10
Zitat von Cd-Labs: Radon Project:
Wow, mal wieder ne echt gute Rezension!
WO kann man das denn genau kaufen?
Und die noch wichtigere Frage: Ist diese Version dann DRM-frei?


Wie nachtnebel schon sagte auf Steam aber Achtung: Wenn ich sage dass das Spiel noch nicht fertig ist mein ich das auch so ;)
Vulfen z.B haben immer noch die terranischen Frachter. Das sind teils Kleinigkeiten aber sie stechen ins Auge wenn man etwas länger spielt.
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Avatar Forsti 13
Forsti 13
#4 | 03. Mai 2013, 21:31
Am 25. Mai kommt ja die Retailversion. Wird die auch Steam benötigen? Weiß das zufällig wer?
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Avatar Anandafury
Anandafury
#5 | 06. Mai 2013, 12:46
Stardrive ist für mich das beste 4x seit MoO2. Es ist weniger Baustelle als die meisten super teuren sogenannten AAA-Titel die ich in den letzten Jahren gekauft habe. Version 1.07B (Release) läuft seit 50h ohne Absturz. Die Spieltiefe ist enorm, trotz niedriger Komplexität (im Vergleich zu Distant Worlds), was dem Schiffsbuilder zu verdanken ist. Dadurch erreichen die Schlachten sogar mehr Tiefe als in Sins, leider nur in 2D, aber mit einer sehr schönen Grafik. Kann den Titel voll und ganz empfehlen!
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Avatar chaos28
chaos28
#6 | 17. Mai 2013, 15:24
danke Gamestar ich dachte ihr würdet das Spiel schlecht bewerten.
Das spiel ist wirklich toll :)
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Avatar chaos28
chaos28
#7 | 17. Mai 2013, 19:01
was ein scheiss das ist garnicht Gamestar Redaktion :(
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Avatar Tsabotavoc
Tsabotavoc
#8 | 27. Mai 2013, 23:47
Zitat von chaos28:
was ein scheiss das ist garnicht Gamestar Redaktion :(


Ja gell? Bekanntlich ist ja die Meinung von jemandem der fürs schreiben bezahlt wird wesentlich mehr wert als die von jemanden der es kostenlos macht.
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Avatar Yeager
Yeager
#9 | 10. Feb 2014, 18:20
Wie ist denn der Stand der Dinge HEUTE? (Februar 2014)
Ist die Villa vollendet?

Btw:
Wie immer eine gute Rezi, Tsa !
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Details zu StarDrive

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: -
Release D: 26. April 2013
Publisher: Iceberg Interactive
Entwickler: Zero Sum Games
Webseite: http://www.stardrivegame.com/
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 727 von 5488 in: PC-Spiele
Platz 191 von 2256 in: PC-Spiele | Strategie
 
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