Mit der Entscheidung, dem Einzelspieler-Zombie-Survival-Titel State of Decay entgegen anders lautender Versprechen nun doch keinen nachträglichen Mehrspieler-Modus mehr spendieren zu wollen, hat Spielentwickler Undead Labs für reichlich Enttäuschung bei vielen Spielern gesorgt. Ursprünglich war es angedacht, dem aktuell nur auf der Xbox 360 erhältlichen Spiel zumindest einen Koop-Modus zukommen zu lassen - als Zeitrahmen dafür waren offenbar sechs Monate geplant.

Im offiziellen Spielforum hat sich Executive-Producer Jeff Strain nun noch einmal ausführlich zur Mehrspieler-Thematik geäußert und sich für das Wegfallen des Multiplayer-Parts entschuldigt. Gleichzeitig machte er allen Fans des Spiels Hoffnung darauf, dass der Mehrspieler-Aspekt in allen kommenden Ablegern der Marke State of Decay ein integraler Bestandteil sein werde:

»Wir wissen, dass Koop eines der am meisten nachgefragten Features für State of Decay ist und wir haben immer gehofft, dass wir einen solchen nach Release würden ermöglichen können. Unglücklicherweise hat sich bei einer erneuten Prüfung in den vergangenen Wochen herausgestellt, dass unsere Prognose von sechs Monaten Entwicklungszeit allzu optimistisch war. Die tatsächlich benötigte Zeit wäre möglicherweise näher an neun Monaten.«

Würde man den Mehrspieler-Modus einfach früher in das Spiel packen, was durchaus irgendwie möglich sei, dann könne man keine so großartige Erfahrung garantieren, wie man sie sich erhofft habe und auf die man stolz sein könne, führt Strain weiter aus.

»Es geht nicht einfach nur darum, die Technologie hinzuzufügen, sondern auch darum, die Core-Spielsysteme umzubauen und neue Inhalte einzubauen, die auf Spieler ausgelegt sind, die zusammenarbeiten wollen.«

Natürlich bettele das Spiel aufgrund seiner Spielmechaniken geradezu darum, einen solchen Mehrspieler-Modus zu bekommen, aber die Arbeiten daran würden dann nun einmal den kompletten Rest des Jahres in Anspruch nehmen und möglicherweise sogar bis ins kommende Jahr hineinreichen. Und das würde die Fähigkeiten seines kleinen Entwicklerstudios, anderweitig Support (DLCs und Updates) für State of Decay zu leisten, völlig zum Erliegen bringen, so Strain.

»Wir wollen einen Multiplayer in State of Decay ebenso gerne haben wie ihr, aber es ist einfach nicht machbar, ihn nachträglich in das existierende Spiel einzubauen.«

Allerdings, so Strain weiter, habe man ambitionierte Pläne für die Zukunft von State of Decay. Ob er damit auf den bereits öfter angesprochenen MMO-Ableger Class4 anspielt, oder auf einen direkten Nachfolger zu State of Decay, ist unklar. Derzeit arbeitet das Entwicklerteam aber ohnehin erst einmal an der PC-Version des Zombie-Survival-Titels.