Tales of Monkey Island: Lair of the Leviathan im Test | Seite 2
Guybrush bekommt eine neue Frau
Knistern und Knausern
Guybrush und Morgan müssen sich als Paar ausgeben.
Immerhin inszeniert Lair of the Leviathan die Zwangsgemeinschaft zwischen Guybrush und Morgan als launige Achterbahn der Gefühle samt einem Hauch erotischer Spannung, sodass die kaltschnäuzige LeFlay als Persönlichkeit deutlich Substanz und auch an Sympathie gewinnt. Zudem kehrt diesmal ein bekannter Charakter aus der Seriengeschichte zurück, den Lair of the Leviathan passgenau einsetzt und dessen Tiraden Serienkennern wohlige Freudenschauer über die Haut laufen lassen werden.
In einem Mimikrätsel muss Guybrush Grimassen schneiden.
In Sachen Bedienkomfort und Grafik hat sich nichts getan, was auch nicht zu erwarten war. Allerdings fällt auf, wie unausgewogen Lair of the Leviathan Szenen inszeniert: Einerseits gibt’s wieder hübsche Slapstick-Animationen, nette Mimik (diesmal sogar als Grundlage für ein Rätsel) und fast nebenbei auch Zwischensequenzen, die erzählen, was LeChuck und Guybrushs Frau Elaine eigentlich so treiben. Andererseits lässt das Spiel ausgerechnet Schlüsselszenen wie den Verlauf von Morgans Rendezvous oder ihren Kampf mit einer Piratenbande komplett aus, serviert wird nur das Ergebnis -- schwach.
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