Direkt bei Bethesda in Frankfurt hatten wir Gelegenheit, Shinji Mikamis Survival-Horror The Evil Within in Ruhe anzuspielen. Der Titel erscheint am 24.10.2014 für PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 3, Xbox 360 und PC. Atmosphärisch passend wurden wir in einen schummrig beleuchteten Raum gesteckt, setzten uns Kopfhörer auf und durften (auf einem PC per Xbox-360-Gamepad) loszocken.

Zwei Abschnitte, die inhaltlich leider nicht zusammenhingen, galt es auszuprobieren. Ohne Kenntnis der Hintergrundstory wurden wir direkt ins kalte Wasser geworfen - und einige Spritzer genau davon brauchten wir auch immer wieder mal im Gesicht, um den Angstschweiß wegzuspülen.

Zum Thema » Report: Angst in Spielen Lust auf Grusel The Evil Within ab 17,49 € bei Amazon.de Vorsichtig pirschen wir uns auf dem matschigen Fußweg an die einsam gelegene Holzhütte heran. Nur das Licht unserer Petroleumlaterne zerreißt die unheimliche Dunkelheit der Nacht. Das Haus steht auf einer Waldlichtung und hat schon bessere Tage gesehen: Die von Moos überwucherten, morschen Balken und die verwitterte Veranda könnten sicher einige Geschichten erzählen.

Doch als wir im Schutz einer bröckelnden Mauer und eines Heuhaufens einen Blick auf den Hinterhof erhaschen, sind wir uns gar nicht mehr sicher, ob wir wirklich wissen wollen, was hier vor sich geht. Vermummte und grausig entstellte Gestalten schlurfen im Nebel am Werkzeugschuppen vorbei und werfen schlaffe Körper auf einen hoch in den Nachthimmel lodernden Scheiterhaufen.

The Evil Within
Feuer ist eine wichtige Waffe im Kampf gegen manche Ungeheuer. Warum, erfahren wir in einer bedrückenden Zwischensequenz.

Unwillkürlich löschen wir unsere Laterne. Besuch von den Typen wäre alles andere als willkommen. Nein, zu diesem bizarren Freudenfeuer zieht es uns ganz gewiss nicht. Was zum Teufel geht hier vor? Wie konnten wir von unserem Polizeieinsatz in einer Nervenheilanstalt bloß in solch einen Schlamassel geraten? Plötzlich läuft eine der Gestalten direkt vor uns vorbei. Panik kriecht durch die Magengrube.

Doch die Dunkelheit verbirgt uns. Wir können nur einen kurzen Blick auf den Mann, nein, das Wesen erhaschen: Ein dicker Holzpflock ragt aus seinem Kopf, die Kleidung ist zerschlissen und blutbesudelt. Es verschwindet in der Hütte. Hin und hergerissen zwischen dem unheimlichen Haupthaus und dem Platz mit dem Scheiterhaufen überlegen wir, was wir als Nächstes tun sollen.

Eigentlich ist die Entscheidung aber klar: Die um das Feuer versammelten Horrorgestalten wären unser sicherer Tod, und wir würden am Ende nur selbst in den Flammen landen. Also versuchen wir unser Glück zähneknirschend (und ein wenig -klappernd) doch lieber in der modrigen Hütte.

Der Zombie im Wandschrank

Geduckt schleichen wir zur Eingangstür, immer darauf bedacht, keine unnötigen Geräusche zu machen, die eine der Kreaturen anlocken könnte. Doch was jetzt? Der Kerl, der erst vor wenigen Sekunden die Hütte betreten hat, könnte dort auf uns warten.

Sollen wir also die Tür mit einem beherzten Tritt aufbrechen, um allen Eventualitäten sofort ins untote Auge blicken zu können? Oder sollen wir das unheimliche Gebäude doch lieber vorsichtig und leise betreten? Wir entscheiden uns für letztere Möglichkeit. Langsam öffnet sich die knarzende, aber zum Glück nicht quietschende Eingangspforte.

Wir betreten einen düsteren Flur. Durch die Fenster dringt Mondlicht herein und projiziert die Schatten sich im Wind wiegender Äste wie geisterhafte Monsterklauen auf die Wände. Eine Stimme und eklige Schneidegeräusche hallen durch das Haus: »Keine Angst, der Doktor ist hier.« Vier weitere Türen und eine Treppe nach unten stehen zur Auswahl.

Bloß keine Experimente mit verschlossenen Türen und dunklen Räumen! Wir gehen auf die Treppe zu. Unten ist Licht zu sehen. Neugierig blicken wir beim Gehen über das Geländer. Bäm! Hinter uns schwingt die Tür auf, der Zombie von vorhin springt uns ins verdutzte Gesicht. Unser Herz setzt einen Schlag aus.

Im Nahkampf können wir die Horrorgestalt abschütteln, doch das reicht nicht. Blitzschnell müssen wir überlegen: Das Monster abknallen oder lieber wegrennen? Die Fluchtwege sind dicht. Wir ziehen unsere Pistole, Marke »Polizeistandardausrüstung«, und verpassen dem Ungetüm eine Ladung Blei mitten in die Brust. Blut spritzt. Doch es wankt weiter auf uns zu.

Noch ein Schuss. Und noch einer. Keine Reaktion. Die nächste Kugel geht direkt ins Gesicht unseres blutverschmierten Gegners. Splisch! Der Schädel explodiert wie eine reife Wassermelone. Zuckend geht das Ding zu Boden. Doch ist es wirklich tot?

Um zu verhindern, dass uns der Untote aus dem Hinterhalt angreift, entzünden wir ein Streichholz aus unserem begrenzten Vorrat, werfen es auf den leblosen Körper und sehen zu, wie er augenblicklich in Flammen aufgeht. Und das erste Mal müssen wir schmunzeln, obwohl unserem Alter Ego, Detective Sebastian Castellanos, ganz sicher nicht danach zumute ist: Die Zombies in The Evil Within brennen tatsächlich wie Zunder!

The Evil Within :

Vorbesteller-Boni
Vorbesteller sichern sich das Fighting Chance Pack, Darin enthalten sind folgende Boni:
- Erste-Hilfe-Koffer - Hiermit lässt sich Sebastians Gesundheit wiederherstellen, sodass er weiterkämpfen kann.
- Grünes Gel - Hilft Sebastians Eigenschaften zu verbessern.
- Brandbolzen - Lässt auf Gegner in der Nähe einen Funkenregen einprasseln.
- Giftbolzen - Gegner werden angelockt und vergiftet, sodass Sebastian Zeit gewinnt, um schnell entkommen zu können.
- Doppelläufige Schrotflinte mit drei Patronen - Eine größere Flinte mit mehr Durchschlagskraft als die gewöhnliche Schrotflinte. Sie ist in schwierigen Situationen mit mehreren angreifenden Gegnern besonders hilfreich.