The Surge - PC
Action-Rollenspiel  |  Release: 16. Mai 2017  |   Publisher: Focus Home Interactive
8 von 9 Leser fanden diese Rezension hilfreich

Leser-Rezension zu The Surge

Solide Arbeit, Potenzial am Ende verschenkt

Von kazzig |

Datum: 20.06.2017 | zuletzt geändert: 20.06.2017, 14:44 Uhr


Nach knapp 30 Stunden laufen die Credits von „The Surge“ über meinen Bildschirm. „Wäre da nicht das letzte Viertel im Spiel gewesen!“, denke ich mir und ärgere mich etwas über die Bewertung, die ich später (zurecht) abgeben werde. Dazu aber unten mehr. Herzlich Willkommen bei meinem Test zu „The Surge“, dem Spiel der deutschen Schmiede Deck13.

Ich werde versuchen komplett auf Spoiler zu verzichten, wenn was Kleines rausrutscht bitte ich das zu entschuldigen – es ist keine Absicht.

Die Story in „The Surge“

Als Hauptcharakter spielen wir Warren, einen Arbeiter bei CREO (lat. „(er)schaffen, hervorbringen“). Klimaveränderungen und Kriege haben die Welt verändert. Naturkatastrophen und Überschwemmungen machen unseren Planeten praktisch unwirtlich. Die Arbeit der Menschen wurde fast vollständig von Robotern ersetzt, doch einen Ausweg scheint es zu geben: Die Firma CREO hat sich als Leitspruch gesetzt die Zukunft der Menschen zu retten, indem sie mit so genannten Exo-Skelett – Anzügen die Effektivität der Menschen steigern will. Sie gehen sogar einen Schritt weiter und wollen mit dem Projekt „Resolve“ den Klimawandel rückgängig und den Planeten attraktiver für die menschliche Population machen. An unserem ersten Arbeitstag finden wir uns aus der Bewusstlosigkeit wieder und versuchen den mysteriösen Dingen im CREO-Komplex auf die Schliche zu kommen. Fest steht, praktisch alles Erdenkliche will uns töten und wir müssen ums nackte Überleben kämpfen.

Die sehr nett gestalteten Leinwandfilme mit Don Hackett, dem CREO-Chef, der im Laufe des Spiels immer mal wiederauftaucht, erzeugen eine Neugierde in uns und wir fragen uns, was dieser Mann tatsächlich im Schilde führt. Trotz allem will die Story über das gesamte Spiel nicht final zünden. Das liegt selten an den erstklassigen deutschen Synchronstimmen, wie z.B. bei Warren mit Simon Jäger, als daran, dass uns keiner so richtig sagen kann, was denn zur Hölle hier passiert ist. Schlecht ist die Geschichte nicht, aber von „gut“ ein weites Stück entfernt, wenn wir hier beispielsweise Dark Souls mit seiner doch sehr geheimnisvollen Story als Vergleich heranziehen. Der erste Dark Souls Vergleich ist gefallen, das möchte ich dennoch an dieser Stelle (noch) nicht vertiefen. Die Storyqualität ist allerdings nicht weiter dramatisch, denn „The Surge“ punktet dafür in den anderen Kategorien ordentlich.

Jetzt eigenen Spieletest bei GameStar veröffentlichen: Die besten Beiträge werden mit freier Spiele-Auswahl bei GOG.com für 60 Euro belohnt!

Das Gameplay: Dark Souls 1.5

Jetzt wollen wir uns das Thema mit dem Dark Souls Vergleich doch etwas genauer anschauen, denn Deck13 leugnet nicht, dass sie von Dark Souls inspiriert worden sind. Ähnlich wie beim Vorbild ist das Kampfsystem darauf ausgelegt die richtige Balance zwischen Attacken und defensiven Optionen wie Ausweichen oder Blocken in Kämpfen einzusetzen, um erfolgreich zu sein. Als Kampfressourcen haben wir unsere Lebensanzeige, Ausdauer und Energie. Tendenziell darf behauptet werden, dass der Schwierigkeitsgrad mindestens so hoch (am Ende des Spiels sogar höher) ist wie bei Dark Souls – so können bereits die vermeintlich einfachen Gegner euch mit zwei oder drei gezielten Schlägen ins Jenseits befördern. Als klassische Ressource sammeln wir keine Seelen, sondern Altmetall ein. Sterben wir einmal, können wir unser Altmetall innerhalb einer bestimmten Zeit (150 Sekunden) zurücknehmen. Sterben wir ein zweites Mal, waren die ganzen Mühen umsonst und das Altmetall ist verschwunden.

Das Altmetall können wir in Servicestationen für Level-Ups, Waffen- und Rüstungsupgrades investieren. Warum aber Dark Souls 1.5? Das Upgrade- und Craftingsystem in „The Surge“ ist außerordentlich gut in das Sci-Fi Setting eingebunden. Natürlich schnetzeln wir großteils Gegner, aber wir können gezielt Körperteile anvisieren. Es gibt prinzipiell gepanzerte und ungepanzerte Körperstellen: ungepanzerte Körperteile erleiden viel Schaden und der Gegner stirbt schneller, die gepanzerten Stellen absorbieren deutlich mehr Schaden, belohnen den Spieler aber auch mit besonderen Materialien. So können wir über den gesamten Kampf ein Körperteil anvisieren und trennen dann mit einem sehr ansehnlichen Finishing-Move diese Stelle ab. Auf diesem Weg können wir uns Rüstungsteile und Waffen als Blaupausen ergattern und sie dann in der Servicestation im Gegenzug zu Craftingmaterialien herstellen.

Nach dem Spielertod erscheinen die getöteten Gegner wieder an ihren bekannten Orten und müssen erneut besiegt werden. Es gibt hier kein Limit, wie oft man einen Gegner töten kann, sie tauchen immer wieder neu auf. Es gibt jedoch bei den Waffen eine komplette Beschränkung auf Melee. Das Pendant zu den Distanzwaffen bildet eure Drohne, die im Laufe des Spiels unterschiedliche (und sehr nützliche) Aufgaben übernehmen kann. Für die Ausführung der Aktionen benötigt ihr immer Energie, so kann die Drohne verschlossene Türen öffnen, Gegner ausknocken oder einfachen Distanzschaden verursachen.

Ein Wort zum Schwierigkeitsgrad

Ich kann mich dunkel erinnern, dass Deck13 versprochen hatte den Schwierigkeitsgrad im Vergleich zu „Lords of the Fallen“ (was im Vergleich zu Dark Souls wesentlich leichter war) anzuziehen und die Jungs haben definitiv Wort gehalten, vielleicht sind sie sogar ein Stück weit über das Ziel hinausgeschossen. Der Anfang ist angenehm knackig und fordert auch geübte Dark Souls Kenner richtig heraus, aber gerade zum letzten Drittel empfand ich die Platzierung der Monster und die Lokalitäten außerordentlich unvorteilhaft, um nicht zu sagen extrem unfair, aber dazu später mehr. TL:DR: Schwierigkeitsgrad hoch, teils sehr hoch.

Was hat mir an „The Surge“ besonders gut gefallen?

Fangen wir mit den offensichtlichen Kriterien an, der Optik und dem Sound. „The Surge“ sieht kurz gesagt sehr gut aus. Die Dystopie ist wie ein Gemälde, in sich stimmig und mit vielen liebevollen Details geschmückt. Da haben die Leveldesigner löbliche Arbeit geleistet und das muss gesondert erwähnt werden. Das Spiel sieht in 4K umwerfend aus und spielt sich mit einer RX 480 bei ausgeschaltetem AA (sonst alles hoch) mit durchschnittlich 45-50 FPS. Auch der zweite Aspekt mit dem Sound macht Spaß.

Jeder Schlag erzeugt eine durchdringende Wucht, Metallteile fliegen uns um die Ohren und das Abtrennen von Körperteilen endet mit Gänsehaut-Momenten, wenn Gegner qualvoll schreien und Körperteile den Boden berühren. Der Gewaltgrad ist hoch, aber noch im Rahmen. Es fließt ein bisschen Blut und Gegner verlieren Körperteile. Das heißt im Klartext auch richtigerweise FSK18! Außerdem sind die, wie bereits oben erwähnt, deutschen Stimmen sehr stimmig integriert und wirken authentisch.

 

Einen ganz besonderen Pluspunkt konnte „The Surge“ bei mir mit dem ausgeklügelten Crafting- und Upgradesystem sammeln. Ich hatte nach gesamtheitlich knapp 800 Stunden (alle Dark Souls Teile von 1-3) keine großen Überraschungen erwartet, wurde aber am Ende doch sehr positiv überrascht. Gehe ich auf eine schwere Rüstung oder bleibe ich agil? Welche Rüstungskombinationen sind für meinen Spielstil am effektivsten? Nicht immer ist eine komplette Rüstung auch der richtige Weg, somit ist dieser Aspekt sehr individuell. Welche Körperteile bei welchem Gegnertyp muss ich im Laufe des Spiels gezielt ins Visier nehmen, um meine Ausrüstung zu craften bzw. aufzuwerten? Das heißt für uns im Spiel auch die Rüstungswerte der einzelnen Teile zu studieren und zu vergleichen.

Was hat mir an „The Surge“ weniger gut gefallen?

Ich habe es bereits in der Einleitung kurz erwähnt und möchte es in diesem Abschnitt genauer erläutern. Ich hatte mich bis zum letzten Viertel des Spiels auf eine durchschnittliche 80er Wertung angefreundet, was aber der besagte Abschnitt des Spiels komplett zerstört hat. Bereits zur Mitte des Spiels hat sich das Leveldesign als ein Dörnchen im Auge gezeigt: sehr verwinkelt, viele ähnliche kleine Zwischengänge, falsche Fährten und Sackgassen. Ich hatte teils wirklich negativen Stress im Spiel, sodass ich gar nicht mehr erkunden, sondern einfach schnellstmöglich diesen Levelabschnitt verlassen wollte. Das ist der eine Punkt. Der andere Punkt sind die zum Ende hin verstärkt vorkommenden Gegnertypen, die einem das Leben wortwörtlich zur Hölle machen.

Ich bin großer Freund von Herausforderungen und schweren Spielen a la Dark Souls, aber wenn Dark Souls eins bei aller Härte richtig gemacht hat, ist die Fairness gegenüber dem Spieler. Stirbst du bei einem bestimmten Gegner zu oft, musst du dazu lernen und deine eigenen Fehler hinterfragen. Dann läuft man einen klassischen Fehlerabstellprozess durch und optimiert seine eigene Spielweise. Bei „The Surge“ bin ich vor allem zum Ende hin einfach das Gefühl nicht losgeworden, dass Gegnertypen und ihre Positionierung teilweise sehr ungünstig getroffen sind. Dabei kommt es irgendwann nicht mehr darauf an, wie gut der Spieler selbst ist, sondern dass z.B. Gänge mit zwei extrem knackigen Gegnern bewacht werden und der Ausgang einem russischen Roulette gleicht. Nach 20 Toden hat man in einem Kampf das Glück auf seiner Seite und überlebt knapp mit Einsatz von etlichen Heilmitteln. Ein Spiel auf Dark Souls Niveau verliert dann seinen Reiz, wenn der Glücksfaktor die Überhand gegenüber dem Spielerskill gewinnt. Ich muss offen zugeben, dass ich gerade zum Ende des Spiels doch wirklich teils sehr gefrustet und wütend war und so aktiv Pausen in den Passagen eingelegt habe, um nicht komplett die Konzentration zu verlieren. Die Motivation ist bei mir leider an diesem Zeitpunkt deutlich in den Keller gesunken, das ist wirklich schade. Denn ich hatte zwischenzeitlich nur noch im Kopf, einfach schnell das Spiel zu beenden und aus dem Haus zu gehen.

Fazit

Deck13 ist mit „The Surge“ ein würdiges Spiel, inspiriert von Dark Souls, gelungen. Frische Ideen im Upgrade- und Craftingsystem und das Setting an sich motivieren auch Dark Souls Veteranen zum Schnetzelabenteuer. Leider hat es Deck13 aber mit dem zu sehr verspielten Leveldesign und dem sehr hohen, teils unfairen Schwierigkeitsgrad am Ende des Spiels verpasst, aus „The Surge“ eine gute Dark Souls Alternative zu schaffen. Am Ende bleibt es durch das vermurkste Finale nur ein „durchschnittliches“ Spiel mit eigenen, kreativen Ideen.

Motivationskurve

Am Anfang des Spiels tauchen wir in die noch unbekannte Welt von CREO ein und tasten uns langsam in die Spielmechanik. Wir sind aber neugierig und wollen natürlich die Welt erkunden und unseren Charakter Warren weiterentwickeln. Bis zum letzten Viertel des Spiels bleibt die Motivation auf einem sehr hohen Niveau, was dem super eingebundenen Skill- und Craftingsystem geschuldet ist. Unser Charakter wird mit jedem Level spürbar stärker und durch die vielen Ausrüstungsgegenstände können wir unseren ganz eigenen „Warren“ kreieren und spielen. Leider fallen die Frustmomente im letzten Viertel so stark ins Gewicht, dass die Kurve drastisch einbricht und die Motivation nachlässt. Hier hätte man sich vielleicht ein bisschen im verschachtelten Leveldesign zurücknehmen und Positionierungen von Gegnern besser austarieren sollen. Das Ganze gleicht großteils einem Glücksspiel und sorgt für sehr viele ärgerliche Momente, die einfach keinen Spaß machen.

Wertung:

75/100 » alle Rezensionen von kazzig (26)

Screenshots zu The Surge

Alle Screenshots zu The Surge
Alle Screenshots zu The Surge
Alle Screenshots zu The Surge
Alle Screenshots zu The Surge

Pro & Contra

  • stimmige Grafik
  • praktisch keine Bugs
  • schöne deutsche Stimmen
  • Upgrade- und Craftingsystem
  • teils unfairer Schwierigkeitsgrad
  • ungünstige Gegnerpositionierungen

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgradeher schwer
Bugs im SpielNein
Bisher im Spiel
verbrachte Zeit
Mehr als 20, weniger als 40 Stunden

8 von 9 Leser fanden diese Rezension hilfreich

Beitrag bewerten

War diese Rezension hilfreich für Sie? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar kazzig
kazzig
#1 | 20. Jun 2017, 14:45
Korrekturgelesen und Fehler korrigiert.
rate (2)  |  rate (0)
Avatar thomas-k
thomas-k
#2 | 20. Jun 2017, 15:20
Ist the Surge gegen Ende wirklich zu schwierig und unfair? Haben andere Spieler die gleiche Erfahrung gemacht? Falls mehrheitlich ebenso empfunden wird, hoffe ich, dass Deck13 hier noch nachbessert.

An der Rezension stören mich die zu vielen Vergleiche mit Dark Souls. Nicht jeder kennt Dark Souls und nicht jedem gefallen diese Spiele gleichermaßen.
rate (3)  |  rate (0)
Avatar kazzig
kazzig
#3 | 20. Jun 2017, 15:36
Das Spiel möchte sich auf irgendeine Art und Weise auch mit Dark Souls messen. Aus diesem Grund habe ich auch als erfahrener Dark Souls Spieler natürlich die Grundlage genommen und Aspekte damit verglichen. Man kann den Test auch ohne Dark Souls Brille lesen, die eigenständigen Fakten stehen meiner Meinung nach alle drin. Aber der Vergleich gehört in meinen Augen schon rein, egal wie gut oder schlecht man sich mit Dark Souls beschäftigt hat.
rate (4)  |  rate (0)
Avatar blotter
blotter
#4 | 20. Jun 2017, 18:20
Sieh an, hatte das Spiel fast schon vergessen.

Schön geschriebener Test, in sich stimmig, ausser Kommas vermiss ich da nichts. Sehr gut! Und eine Motivationskurve, wie schön :)

Das was du im letzten Abschnitt als negativ beschreibst, erinnert mich an manche meiner ersten Spieleerfahrungen. Zu ungeübt, ein virtuelles Etwas zu steuern, waren manche Levelabschnitte purer Terror. Heutzutage ist man einfach geübter, aber es war diese Hilflosigkeit damals die einen wirklich aufgerieben hat, auch wenn das Spiel so etwas gar nicht implizieren wollte.
Ich denke, dass das Studio für den Abschluss ihres Spiels damit für Spannung sorgen sollte, aber die Grenze zwischen erwünschtem Nervenkitzel durch eine Herausforderung und Frust liegt nahe beieinander. Es muss, wie du sagst, fair bleiben.
Einen Vergleich zu Dark Souls zu ziehen ist so naheliegend, dass es mich eher stören würde wenn darauf gar nicht eingegangen wird.

Viel Glück mit dem GOG-Gutschein :D
rate (1)  |  rate (0)
Avatar HolyAvatar
HolyAvatar
#5 | 20. Jun 2017, 19:04
Ich stimme der Rezension soweit zu. Da es nun mal an allen Enden Dark Souls kopiert, ist der Vergleich logisch.
Im Vergleich zu Bloodborne und Dark Souls 3 ist The Surge etwas schwerer. An einigen Stellen meiner Meinung nach zu extrem und zu frustrierend.
Ein Problem ist auch dass man z.b. bei Dark Souls / BLoodborne schneller aufleveln kann , bei the Surge muss man extrem viel Zeit investieren damit die eigene Waffe mehr Schaden macht.
Nachbessern könnten sie die Levelaufsteigung der waffe und sie etwas schneller machen.

Ich mochte das Spiel später auch nicht mehr so und hab im letzten Drittel die Lust verloren. Zu eindeutig die Premisse es möglichst unfair und schwierig zu gestalten. ^^
Ein guter Titel, aber Potential ist verschenkt worden. Ich hätte persönlich lieber noch ein bisschen Geld in ein paar mehr Gegnertypen gesteckt.

Bei den Bossen z.b. kann man bei Bloodborne / Dark Souls andere Spieler hinzuholen bzw. ein NPC. Das fehlt bei The Surge und kann auch ordentlich für Frust sorgen. Ich würde daher das Spiel vor allem den Leuten empfehlen, die Dark Souls zu einfach fanden. :D
rate (1)  |  rate (0)
Avatar bluttrinker13
bluttrinker13
#6 | 20. Jun 2017, 19:16
Interessanter Test, klingt gut und ausgewogen.

Und ne 75 würde ich wahrlich nicht als "durchschnittliches" Spiel beschreiben, sondern ein gutes, solides, für Fans des Genres. ;)
rate (3)  |  rate (0)
Avatar Bolzhammer
Bolzhammer
#7 | 20. Jun 2017, 19:59
Kann den angeblich unfairen Schwierigkeitsgrad im letzten Drittel des Spieles nicht nachvollziehen. Bin im dritten Durchlauf (also NG++) und ich hätte gerne mal ein paar explizite Beispiele dafür, an welchen Stellen man nur mit Glück und nicht primär mit dem Können durchkommen soll. Das habe ich persönlich nämlich nicht ein einzigen Mal so empfunden. Alle Gegner kann man auch einzeln pullen und durch Implantate kann man seine Lebensenergie so hoch schrauben, so dass man sich auch ein oder zwei Fehler im Kampf immer erlauben kann, die man mit Heilung wiederrum ausgleicht.

Bockschwer ist es. Aber unfair bzw mitunter ein Glückspiel? Nein, überhaupt nicht. Meine Empfindung nach 2 Durchläufen. Im NG+ wird's gar immer einfacher.
rate (3)  |  rate (1)
Avatar kazzig
kazzig
#8 | 21. Jun 2017, 00:58
Vielen Dank für die Kommentare bis jetzt, es tut gut sich untereinander auszutauschen.
@Bolzhammer: Meine persönliches Negativ-Highlight war der letzte Abschnitt ganz am Ende des Spiels mit den drei Aufzugsebenen in Richtung Endboss. Ich muss ruhig bleiben, das ist nicht gut für mein Herz, aber wenn ich z.B. an diese Kristallviecher oder die Chrysalis-Gegner Gegner denke, in welchen unfairen Orten die teils campen, kann ich das bei bestem Willen nicht mit mir vereinbaren.
Und ganz ehrlich, wenn man den finalen Bosskampf (zumindest) in Phase 1 runterbricht, dann ist es einfach ein Witz - das hat nichts, aber absolut gar nichts mehr mit spielerischem Können zu tun, sondern praktisch pures Glück. Zur Info: Ich bin in diesen Kampf mit 20 Heilinjektionen reingegangen und meine Aufgabe war nichts anderes als ausweichen spammen, schlagen und meinen Lebensbalken im Auge zu behalten.

Natürlich empfindet jeder das Spiel und die Mechanik anders, aber ich persönlich kann sagen, dass es mich vor allem zum Ende hin extrem gestört hat. Deshalb wird es auch definitiv kein NG+ für mich geben, auch wenn ich es gern noch einmal durchspielen würde.
rate (0)  |  rate (0)
Avatar Nefenda
Nefenda
#9 | 21. Jun 2017, 08:12
Ließt sich gut und ehrlich.
Ich bin auch ein mega fan von souls und hab ähnlich viel zeit reingesteckt. Es wäre falsch zu sagen, dass souls IMMER fair bleibt. Aber es ist immer bemüht die balance zu halten. Das liegt letztlich immer am eigenen skill. Einige können jeden boss mit der puren faust umboxen. Und andere verstecken sich hinter harvells rüssi und dickem schild (übertrieben ausgedrückt). Kann mir vorstellen, dass ein paar wie Bolzhammer hier richtig deep drin ist und nur so durch flutscht. Vielleicht spielt man minimal anders, aber genau das reicht um es wesentlich einfacher zu haben. Wie in ds2 wenn man mit lightning spears alles zuspammt oder eben im dual weapon mode teilweise soviel ausweichen muss, wie ein disco tänzer. Die schnittmenge machts eben. Deshalb find ichs richtig zu erwähnen, dass es diese ********* stellen gibt. Die scheinbar lazy dev methoden zeigen. Auch souls fing irgendwann an (gerade im 2er) statt besonders tolle einzelkämpfe masse an Gegnern auf den Spieler zu schicken (demon souls hat auch 1-2 stellen die so sind). Da nimmt bei jedem Versuch die lust und konzentration dermaßen ab, dass eben Frust entsteht. Bei allem was ich hier von gesehen hab, kann ich mir das sehr gut vorstellen. Was ich aber noch bedauerlicher finde ist die tatsache, dass Deck13 scheinbar nicht kompetent die levels so gestalten kann, dass man gute orientierungspunkte hat. Sondern man hat eben diese typischen lagerhallen mit allerlei abzweigungen gebastelt. Um schnell und einfach dem Thema Schlauchlevel zu entfliehen. Bloodborn zB. Sieht an sich auch immer grob gleich aus. Hat aber im detail soviele Elemente am wegesrand, dass man eben eine Orientierung hat. Deshalb is souls1 in seinem Aufbau für mich auch immer noch der König. So wunderbar verschachtelt und einzigartig. Das der openschlauch einfach nur ein genuß ist.
Hoffe ich konnte kazzigs darstellung da etwas untermauern. Da ich gut nachvollziehen konnte wie er sich fühlt. Somit noch mals. Guter Beitrag :3
rate (2)  |  rate (0)
Avatar DerFee
DerFee
#10 | 21. Jun 2017, 08:50
Schöner Bericht, danke dafür.
Speziell Motivationskurven find ich gut :)

Irgendwie lag The Surge bei mir immer so im Hinterkopf als "Dark Souls mit SciFi Setting"? Könnte interessant sein. Wenn ich mir das Ganze so durchlese werde ich aber wahrscheinlich doch eher davon absehen. Tolle Grafik und Sound ist zwar schön und gut, auch ein gelungenes Craftingsystem ist von Vorteil, aber wenn es speziell zum Ende hin nervig wird, dann ist das doch sehr problematisch. Man möchte doch irgendwie das ganze Erlebnis abrunden. Sollten dann in einer solchen Situation "unfaire" oder künstlich erschwerte Auseinandersetzungen ins Haus stehen, dann sorgt das, wie du selbst sagst, eher für Frust und negativen Stress.

Aber vielen lieben Dank für deinen Bericht, der hat mir sehr geholfen.
rate (0)  |  rate (0)

Leser-Rezensionen
The Surge 2 Bewertungen:
90+ 0
70-89 2
50-69 0
30-49 0
0-29 0
Durchschnittliche
Leserbewertung:
73/100
Sagen Sie Ihre Meinung zum Spiel!
» Eigene Rezension schreiben
Top-Rezensionen

Details zu The Surge

Cover zu The Surge
Plattform: PC (PS4, Xbox One)
Genre Rollenspiel
Untergenre: Action-Rollenspiel
Release D: 16. Mai 2017
Publisher: Focus Home Interactive
Entwickler: Deck 13 Interactive
Webseite: http://www.thesurge-game.com/
USK: Keine Jugendfreigabe
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 185 von 7099 in: PC-Spiele
Platz 18 von 524 in: PC-Spiele | Rollenspiel | Action-Rollenspiel
 
Lesertests: 2 Einträge
Spielesammlung: 12 User   hinzufügen
Wunschliste: 4 User   hinzufügen
The Surge ab 29,49 € im Preisvergleich  The Surge ab 29,49 € im Preisvergleich  |  The Surge ab 14,24 € bei Amazon.de  The Surge ab 14,24 € bei Amazon.de
 
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© Webedia - alle Rechte vorbehalten