Vessel - PC

Jump&Run  |  Release: 01. März 2012  |   Publisher: ZOO Digital Publishing
Seite 1 2   Fazit Wertung

Vessel im Test

Die Fluros sind los

Im Test zum Indie-Jump&Run Vessel holen wir uns nasse Füße, denn der Knobelspaß von Strange Loop Games ist komplett auf das Spiel mit Flüssigkeiten ausgelegt.

Von Malte Witt |

Datum: 20.03.2012


Eine Erfindung, die die Welt verändert, davon träumen viele Wissenschaftler. M. Arkwright, der Held des Jump&Runs Vessel , hat eine neue Lebensform erschaffen: die »Fluros«, extrem anpassungsfähige Lebewesen, die komplett aus Flüssigkeit bestehen. Um sie zu »erzeugen«, reicht es aus, einen mechanischen Samen mit einer Flüssigkeit zu übergießen.

Vessel auf Steam und DRM-Frei
Vessel gibt es bislang nur direkt auf der Webseite des Entwicklers und über die Online-Plattform Steam zu kaufen. Wer das Spiel direkt beim Entwickler kauft, bekommt eine DRM-freie Version, also ohne Kopierschutzmaßnahmen und außerdem einen Freischalt-Code für die Steam-Version. Die Demo zu Vessel gibt es auf Steam.

So avancieren die billig produzierten Fluros in der Welt von Vessel rasch zu beliebten Arbeitern. Keine Fabrik der Welt kommt mehr ohne die flüssigen Helferlein aus, die stets perfekt arbeiten und niemals ermüden. Wie passend, denn auch uns hat Vessel so gut gefallen, dass wir’s in einem Rutsch durchgespielt haben.

Keine weltverändernde Erfindung ohne kleinen Haken, der sich zum großen Problem entwickelt. Im Falle der Fluros ist das ihre Anpassbarkeit: Weil sie aus buchstäblich jeder Flüssigkeit bestehen können, entwickeln sich schon bald gefährliche Lava-Fluros, oder solche, die an Bäumen wachsen, weil sie in einer Symbiose mit der Natur leben.

So machen wir uns in der Rolle von M. Arkwright daran, die Fluro-Ausbreitung wieder unter Kontrolle zu bekommen. Leider erzählt Vessel diese Handlung nur in kurzen Tagebucheinträgen, das kostet Atmosphäre. Außerdem bleibt uns die Welt eigenartig fremd. Zu keiner Zeit hatten wir das Gefühl, Teil dieser Zukunft zu sein, einfach weil keinerlei Interaktion mit ihren Bewohnern stattfindet, es gibt keine Dialoge, keine Skriptsequenzen.

Die Rätsel

Vessel : Der erste Bossgegner, mit dem wir uns messen müssen, ist dieser mutierte Lava-Fluro. Auch den müssen wir mit Hirnschmalz knacken. Der erste Bossgegner, mit dem wir uns messen müssen, ist dieser mutierte Lava-Fluro. Auch den müssen wir mit Hirnschmalz knacken. Die außer Kontrolle geratenen Arbeiter haben in einigen Fabriken dafür gesorgt, dass die Maschinen nicht mehr funktionieren. Unser übergeordnetes Ziel lautet folglich, in jedem der drei Spielabschnitte eine bestimmte Anzahl Maschinen zu reparieren, um zum Endboss zu gelangen. Dazu stehen uns einige Werkzeuge zur Verfügung, zu denen auch die Physik zählt.

Nahezu jedes Rätsel in Vessel bedient sich der Schwerkraft oder einer Flüssigkeitssimulation. Die Naturkräfte simuliert das Spiel zwar nicht besonders realistisch (Wasser besteht aus kleinen Kügelchen, die wir mit unserem Körper hin- und herschieben), aber wenigstens nachvollziehbar. Wir hatten im Test nie das Gefühl, Flüssigkeiten nicht kontrollieren zu können.

Zusätzlich zur Physik verlassen wir uns beim Rätseln auf unseren Rucksack, der Flüssigkeiten aufsaugen und wieder ausspucken kann. So lässt sich das kühle Nass transportieren. Für den Wassersauger können wir übrigens auch Düsen-Upgrades erstehen, sodass zum Beispiel anstatt eines dünnen, schwachen Strahls ein breit gefächerter Schwall entsteht.

Darüber hinaus können wir dank des Rucksacks eigene Fluros züchten. Je weiter wir im Spiel vorankommen, desto mehr Samentypen stehen uns zur Auswahl, fünf gibt es insgesamt.

Vessel : Eines der ersten und einfachsten Rätsel stellen wir hier exemplarisch vor. Wir wollen durch das Tor, der Schalter darüber lässt uns durch.

Rätsel-Beispiel - Schritt 1
Eines der ersten und einfachsten Rätsel stellen wir hier exemplarisch vor. Wir wollen durch das Tor, der Schalter darüber lässt uns durch.

Einen neuen Samen müssen wir erstmal in der entsprechenden Apparatur herstellen, danach stehen uns unendlich viele davon zur Verfügung. Dabei hat jeder Typ spezielle Eigenschaften. Einige Blubberwesen drücken bereitwillig auf Schalter, andere verfolgen uns, wieder andere werden von einer bestimmten Flüssigkeit angezogen und explodieren nach einer gewissen Zeit.

In späteren Rätseln müssen wir die Fluro-Typen schlau kombinieren und die richtigen Flüssigkeiten wählen und vermischen, um weiterzukommen. Die Rätsel sind aber stets bemerkenswert logisch und nachvollziehbar, echte Frustmomente haben wir keine erlebt.

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Avatar subsub77
subsub77
#1 | 20. Mrz 2012, 14:45
Indie-Games sind einfach was tolles heben sich von dieser ganzen 0815 scheiße ab , ich erinnere da mal an limbo :)
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#2 | 20. Mrz 2012, 15:09
Vorbildliche Lernkurve kann ich so nicht bestätigen. Oftmals gibt es keine Hinweise zu den Rätseln, oder das was es gab (in Form einer Skizze) lässt sich nicht wieder abrufen.

Bin eigentlich nicht der Rätselfreund, mag auch der Grund sein weshalb ich nicht jedes Rätsel auf Anhieb knacke, aber vorbildlich ist für mich etwas anderes.

Hat mich dennoch unterhalten und war sein Geld wert.
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Avatar Ruvimbo
Ruvimbo
#3 | 20. Mrz 2012, 15:10
Vielleicht kann mich hier jemand aufklären: Warum ist im Wertungskasten "Grafik" nie ein Spiel mit weniger als 4 Punkten bewertet? Die Skala geht doch von 1-10, allerdings hat es mir den Anschein, als würde man als Spieleentwickler sowieso mindestens 4 Punkte bekommen, nur ab dem Bereich um 8 Punkten wirds plötzlich extrem schwer noch mehr zu bekommen. Ich will hier keinenfalls sagen, dass das Spiel schlechter bewertet werden soll, aber ich habe das Gefühl, dass irgendwas an der Grafikbewertung allgemein etwas nicht stimmt. Ich meine mal gelesen zu haben, dass die GS-Redakteure eine Checkliste für die Grafikwertung haben, vielleicht sollte man die mal überarbeiten?

Vessel selbst hört sich recht interessant an, solides aber angenehm leichtes Rätsel-/Jump´n Run Spiel. Sowas kann man auch für Zwischendurch gut spielen.
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#4 | 20. Mrz 2012, 15:13
Zitat von Ruvimbo:
Vielleicht kann mich hier jemand aufklären: Warum ist im Wertungskasten "Grafik" nie ein Spiel mit weniger als 4 Punkten bewertet?


Das Ganze Wertungssystem von Gamestar ist im Grunde einfach nur verkehrt. Keinerlei Transparenz warum jetzt genau diese Punktanzahl. Manchmal steht da (8/10) Punkten, obwohl das Mangelfeld leer blieb.

Andererseits wird bei Spiel X etwas kritisiert, was bei Spiel Y wieder okay oder egal ist. Sieh die Wertung lieber als Richtwert und schau dir weitere Meinungen an, dann hast du auch ein viel besseres Urteil.
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Avatar Ricu
Ricu
#5 | 20. Mrz 2012, 15:45
Zitat von subsub77:
Indie-Games sind einfach was tolles heben sich von dieser ganzen 0815 scheiße ab , ich erinnere da mal an limbo :)


Halte nichts von diesem "alles über einen Kamm scheren", weiß auch nicht was an diesem Spiel jetzt so wahnsinnig Innovativ sein soll.
Jump`n Runs mit Rätseleinlagen gibt es wie Sand am Meer.

Klar, Innovation fehlt oft bei großen Titeln in der heutigen Zeit, allerdings scheinen wir Innovation anders zu definieren.
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Avatar cpt.ahab
cpt.ahab
#6 | 20. Mrz 2012, 17:52
In letzter Zeit erscheinen überraschend viele erstklassige Indie-Spiele. Klar, irgendeinen Schwachpunkt haben die kleinen Titel immer, meistens ist das die Grafik.

Und das von einem Spieletester. Man sollte als Spieletester, vorallem wurde das in einer Gamestarkolumne geschrieben, soviele Spiele kennen, dass man endlich darauf gelernt hat, dass nicht zeitgemäße Grafik kein Manko ist.

Schlecht, wirklich schlecht.
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Avatar Tobster!
Tobster!
#7 | 20. Mrz 2012, 18:28
Die Kritik an der Grafik kann ich wirklich nicht verstehen. Es sieht meiner Meinung nach ziemlich gut aus. Auch das Steam-Punk-Setting und Design ist extrem gut umgesetzt.
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Avatar DaveFPS
DaveFPS
#8 | 20. Mrz 2012, 20:09
Wenn ich einen 7jährigen Bruder hätte, dann könnte man hier von Lernkurve reden, ansonsten war das leider nur Mittelmässig bis Schlecht von den Rätseln her, unterhalten hat es mich aber trotzdem spitze :)
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Avatar the_paddy
the_paddy
#9 | 21. Mrz 2012, 00:26
Vessel - ach ja - ich hab mich richtig gefreut als das Spielchen endlich raus gekommen ist.

Nur hielt die Freude bedingt an.
Was fehlt ist eine unterhaltsame und Motivation fütternde Story, die das Spiel einfach mal garnicht hat.

Außerdem störte es mich von einem Rätselraum zufällig in den nächsten zu stolpern. Bevor das in Portal nämlich richtig doof wurde, kam zufällig ein neues Spielelement / Umgebungssetting.
Das lässt Vessel vermissen. Gerade das regelrechte "abarbeitende Verstehen" was nun wieder zu tun ist, nachdem man später nur noch in große Räume reingeschmissen wird, stieß bei mir sauer auf.

Vessel hatte Potenzial, kommt aber später durch die vielen Maschinen nur noch mit eiskalter Symmetrie her. Keine bunten individuellen oder dynamischen Umgebungen, die das Jump'n'Run-Genre eigentlich dominieren, meist nur eine einzige Lösung wurde verlangt - da hab' ich lieber "WARP" gespielt, mich zwar hin und wieder über den dortigen Schwierigkeitsgrad aufgeregt, aber einen eindeutigen Mehrwert gehabt.
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Avatar dernamedersolangist
dernamedersolangist
#10 | 21. Mrz 2012, 09:14
Zitat von Hatschi18:
Vorbildliche Lernkurve kann ich so nicht bestätigen. Oftmals gibt es keine Hinweise zu den Rätseln, oder das was es gab (in Form einer Skizze) lässt sich nicht wieder abrufen.
.


Das Game ist auch erst ab 6... warte noch ein oder zwei Jahre, dann schaffst du es auch ohne Hilfestellungen xD
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Details zu Vessel

Plattform: PC (PS3)
Genre Action
Untergenre: Jump&Run
Release D: 01. März 2012
Publisher: ZOO Digital Publishing
Entwickler: Strange Loop Games
Webseite: http://www.strangeloopgames.com/
USK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
Platz 1922 von 5756 in: PC-Spiele
Platz 73 von 559 in: PC-Spiele | Action | Jump&Run
 
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