Virtua Tennis 4 im Test
Spiel, Satz und Sieg?
Der vierte Teil der Virtua-Tennis-Reihe setzt erneut auf so kurzweiligen wie zugänglichen Tennisspaß. Ob die im Vergleich zu Virtua Tennis 2009 eher sporadischen Innovationen einen Neukauf rechtfertigen, klärt unser Test der PC-Fassung.
Von
Daniel Matschijewsky
|
Datum:
02.07.2011
Zum Thema
» Virtua Tennis 4: Test-Video
Kommentierte Spielszenen & Fazit
Wer von sich behauptet, jede Menge Konkurrenten kommen und gehen gesehen zu haben, ist entweder furchtbar eingebildet oder hat tatsächlich etwas auf dem Kasten. Der Hersteller Sega kann im Falle von
Virtua Tennis
glücklicherweise eher Letzteres von sich behaupten. Denn die launige Sportspiel-Serie steht seit mehr als zwölf Jahren für erfolgreiche Arcade-Unterhaltung, egal ob in der Spielhalle, auf den Konsolen oder (seit
Virtua Tennis
von 2002) auf dem PC.
Der Spielablauf: Ab in den Sand
Bereits das erste Tennis-Match versetzt uns sofort in die »gute, alte Zeit«. Vor allem akustisch, denn das wenig melodiöse Arcade-Gedudel geht einem schon nach wenigen Minuten gehörig auf den Keks.
Simpel, aber effektiv: Je voller der Balken, desto mächtiger der Aufschlag.
Wir schalten die Musik ab und konzentrieren uns auf das Turnier. Während sich die beiden Spieler auf dem sandigen Platz die Filzkugel um die Ohren hauen, bestaunen wir die aufwendigen, butterweichen Animationen. Die Burschen rennen und springen zwar deutlich agiler als ihre realen Vorbilder, doch das bringt Tempo ins Spiel und würzt die Turniere mit viel Kurzweil. Dennoch ist
Virtua Tennis 4
einen Tick realistischer als sein Vorgänger. Beispielsweise entfallen die aus Virtua Tennis 2009 bekannten Hechtsprünge, mit denen der Gegner fast jeden eigentlich unerreichbaren Ball doch noch zurückschlagen konnte.
Den Spielfluss behindert das nicht. Nach wie vor schieben wir uns die Bälle zu, bauen Spannung auf und spüren regelrecht den Druck, wenn wir um einen Matchball kämpfen. Gerade in solch adrenalingetränkten Momenten kommt uns eine Neuerung gerade recht: die Momentum-Anzeige. Mit deren Hilfe bauen wir eine Art Superschlag auf (angezeigt durch eine entsprechende Leiste), der vom Spiel in einer besonderen Kamerafahrt in Szene gesetzt wird und vor allem Computergegner ordentlich ins Schwitzen bringt – cool! Die Superschläge zeigen aber auch, dass Virtua Tennis 4 ein Arcade-Spiel durch und durch ist. Simulationsfans sollten daher lieber zum konsolenexklusiven Top Spin 4 greifen.
An der schon im Vorgänger vorbildlichen Steuerung – wir empfehlen ein Gamepad – hat Sega nichts geändert: Über die Digitaltasten entscheiden wir, ob wir den erwähnten Superschlag, einen verzögernden Slice, Lob oder Topspin schlagen wollen. Mit dem Analogstick bestimmen wir die ungefähre Schlagrichtung. Das funktioniert gewohnt intuitiv und ist sehr einsteigerfreundlich. Lediglich den Menüs merkt man an, dass sie für Konsolen optimiert sind. Eine Mausunterstützung fehlt.