World of Warcraft: The Burning Crusade - PC

Online-Rollenspiel  |  Release: 16. Januar 2007  |   Publisher: Vivendi Games

Internet - Online-Portal rollenspielsucht.de - Fordert bundesweiten Tag des Medienverzichts

Die Begründer des Beratungs- und Suchtprophylaxe Online-Portals rollspielsucht.de fordern anlässlich des ersten Geburtstags der Website einmal im Jahr einen deutschlandweiten Tag des Medienverzichts. Christine und Christoph Hirte, die beiden Website-Betreiber, haben ihren Sohn vor gut einem Jahr an das MMORPG World of Warcraft verloren.

Von Denise Bergert |

Datum: 13.05.2008; 12:21 Uhr


Internet - Online-Portal rollenspielsucht.de : World of Warcraft: Wrath of the Lich King_69 World of Warcraft: Wrath of the Lich King_69 Die Begründer des Beratungs- und Suchtprophylaxe Online-Portals rollspielsucht.de fordern anlässlich des ersten Geburtstags der Website einmal im Jahr einen deutschlandweiten Tag des Medienverzichts. Christine und Christoph Hirte, die beiden Website-Betreiber, haben ihren Sohn vor gut einem Jahr an das MMORPG World of Warcraft verloren. "Er hat zunehmend alle sozialen Kontakte verloren, immer mehr Zeit vor dem PC verbracht und war bald telefonisch nicht mehr zu erreichen. Dann hat er sein Studium vernachlässigt und ließ seine Wohnung verwahrlosen. Er hat dann schließlich sein Studium aufgegeben und ließ sich exmatrikulieren. Nun hat er Sozialhilfe beantragt. Wir haben jeden Kontakt verloren. Für ihn ist nur noch das Online-Rollenspiel World of Warcraft interessant, dessen Herausforderungen in der virtuellen Welt wir für höchst suchterregend halten", erklärt Christoph Hirte.

Internet - Online-Portal rollenspielsucht.de : Aufgrund dieses abschreckenden Beispiels wurde rollenspielsucht.de ins Leben gerufen. Das Portal bietet neben zahlreichen Informationstexten auch Hinweise auf Kliniken, Suchtberatungsstellen sowie Selbshilfegruppen. Familie Hirte geht inzwischen von rund 2 Millionen Online-Süchtigen in Deutschland aus. Um Eltern auf die Probleme ihrer Kinder aufmerksam zu machen, fordern die beiden, dass der 8. Mai zur medienfreien Zone in den Familien erklärt wird.

Die beiden Website-Betreiber halten es außerdem für sinnvoll, dass das hohe Suchtpotenzial einiger MMORPGs als Kriterium für die Vergabe von Alterseinstufungen der USK herangezogen wird. Ob dies eine zukünftige Lösung für die zunehmende Online-Sucht darstellen könnte, ist allerdings fraglich.

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Avatar Baumkopf Holzfaust
Baumkopf Holzfaust
#1 | 13. Mai 2008, 13:21
Diese Idee des Medienfreien Tags finde ich persönlich gut. Medienfrei würde allerdings bedeuten: Keine Musik, keine Zeitung, kein Buch, kein PC, kein TV.
Also am besten zuhause einschließen und Stöpsel in die Ohren.
Falls dann ein guter Film läuft, kann mans ja auch wieder abblasen, was läuft denn so am 8. Mai 2009 ?
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Avatar Winterday
Winterday
#2 | 13. Mai 2008, 13:37
Ich habe mich auf dieser Seite umgesehen, und bin ziemlich erschreckt darüber, wie extrem hier argumentiert wird. Ein Verbot soll die häufigen Versäumnisse der Eltern beheben? Darüber kann ich nur den Kopf schütteln.

Ich lasse doch mein Kind nicht unlimitiert vor dem PC hocken, um hinterher auf ein Spielverbot zu pochen. Einige Eltern lassen sich von ihren Kindern offenbar ganz gehörig auf dem Kopf herumtanzen.

Dass Online-Spiele wie vergleichbare, andere Aktivitäten zu einer Spielsucht führen können, zweifle ich nicht an. Auch ist klar, dass einige Spiele teils erst ab 12, 16 oder 18 Jahren freigegeben werden sollten. Das vielzitierte [i]World of Warcraft[/i] wurde ab 12 Jahren freigegeben. Für die Eltern gibt es eine vom Anbieter eingerichtete Möglichkeit, die Spielzeit zu begrenzen ("Elterliche Spielkontrolle").

Dass Kinder den Kontakt zu ihren Eltern und Freunden abbrechen, ihre Ausbildung vernachlässigen und sonderbares Verhalten an den Tag legen, liegt definitiv nicht an Online-Spielen, sondern am Umgang damit. Und hier sind die Eltern gefordert, sich aktiv mit ihren Sprösslingen auseinanderzusetzen.

Mein Kind würde auch unkontrolliert [i]World of Warcraft[/i] spielen, liesse ich das zu. Aber ich setze mich mit meinem Kind auseinander und erkläre die Situation und meine Gründe für eine Beschränkung oder die Tatsache, dass es nicht spielen darf.

Aber natürlich ist es einfacher, den Gesetzgeber zu einem Verbot zu bewegen und alles einzuschränken, anstatt sich mit seinen Kindern zu befassen. Die vorgestellte Webseite positioniert sich klar gegen derartige Spiele, ohne sich damit weiter zu befassen. Was ist denn mit jenen Millionen Menschen, die ihr Recht auf Freiheit geniessen wollen, welches miteinschliesst, dass sie ihre Spiele selbst auswählen wollen?

Wer im Casino sein Geld verspielt, könnte auch Spielsüchtig werden. Wo sind hier die Hüter der Moral? Symptome kurieren ist offenbar soviel einfacher, als die Ursachen herauszuarbeiten. Die Wurzel allen Übels waren schon immer jene, die alles Böse aus der Welt verdammen wollten.
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Avatar HoschY
HoschY
#3 | 13. Mai 2008, 13:38
"Um Eltern auf die Probleme ihrer Kinder aufmerksam zu machen, fordern die beiden, dass der 8. Mai zur medienfreien Zone in den Familien erklärt wird."

wie? die wollen quasi das man am 8.Mai keine medien "konsumieren" DARF? gehts noch? das hört sich so an als ob die das per gesetz beschließen wollen oO
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Avatar bigdaddy13
bigdaddy13
#4 | 13. Mai 2008, 13:39
naja, Buch gehört nicht dazu oder? Wenn es allgemein das "Medium" als solches betrifft, wäre Luft, Wasser, Wärme, Kleidung, usw auch verboten.

Da bleibt noch Sport, Bewegung, Freibad, Kaffeehaus etc.
Also Resozialisierung. Würde jeden freuen!
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Avatar root2
root2
#5 | 13. Mai 2008, 13:53
lol^^
lächerlich
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Avatar Cytrix
Cytrix
#6 | 13. Mai 2008, 13:55
/sign @Winterday

Hat evtl einen grund weshalb sich der sohn auch nicht mehr melden wollte. eltern sehen ihren sohn immer besser als es in wirklichkeit ist und reden sich die zwischenmenschlische beziehung gerne schön und verkennen selbst die tatsache das sich ihr sohn (kind) emotional distanziert hat.
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Avatar AlgorithMan
AlgorithMan
#7 | 13. Mai 2008, 14:02
grad mal die seite gelesen - was eine widerliche hetzpropaganda, genau wie diese "im realen leben würden sie ihre kinder schützen" oder "wer nurnoch online lebt, lebt nicht mehr in der realen welt" schei**e... auf der seite gehts dann los "online freunde sind keine echten freunde", "unser sohn hat seine zukunft ruiniert" etc. + mal wieder patentrezepte (kiwidot dongle, vgl klicksafe) wie man die kinder überwachen kann, anstatt sie zu erziehen... dass kompetentere kinder den usb-stick löschen und das os neuinstallieren können, das wird verschwiegen...

wie immer:
SOFTWARE ERSETZT KEINE ERZIEHUNG!
genausowenig wie der fernseher - und wenn die rabeneltern da draussen es noch so gerne hätten!

OHA - UNBEDINGT LESEN!!!:
ich hab gerade mal bei denic.de die domains rollenspielsucht.de und kiwidot-kidtime.de angefragt und siehe da: diese kindersicherung wird von genau dem betreiber der seite rollenspielsucht.de (Systemberatung Christoph Hirte) angeboten

WAS EIN ZUFALL, WIE?
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Avatar Vampyr
Vampyr
#8 | 13. Mai 2008, 14:03
Stimme Dir da voll und ganz zu Winterday.

Aber wie so oft, sowas per Gesetz zu fordern ist natürlich um einiges bequemer, als sich mal selbst mit seinem Kind auseinander zusetzen.
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Avatar Chrex
Chrex
#9 | 13. Mai 2008, 14:08
Zitat von Winterday:
Ich habe mich auf dieser Seite umgesehen, und bin ziemlich erschreckt darüber, wie extrem hier argumentiert wird. Ein Verbot soll die häufigen Versäumnisse der Eltern beheben? Darüber kann ich nur den Kopf schütteln.

Ich lasse doch mein Kind nicht unlimitiert vor dem PC hocken, um hinterher auf ein Spielverbot zu pochen. Einige Eltern lassen sich von ihren Kindern offenbar ganz gehörig auf dem Kopf herumtanzen.

Dass Online-Spiele wie vergleichbare, andere Aktivitäten zu einer Spielsucht führen können, zweifle ich nicht an. Auch ist klar, dass einige Spiele teils erst ab 12, 16 oder 18 Jahren freigegeben werden sollten. Das vielzitierte [i]World of Warcraft[/i] wurde ab 12 Jahren freigegeben. Für die Eltern gibt es eine vom Anbieter eingerichtete Möglichkeit, die Spielzeit zu begrenzen ("Elterliche Spielkontrolle").

Dass Kinder den Kontakt zu ihren Eltern und Freunden abbrechen, ihre Ausbildung vernachlässigen und sonderbares Verhalten an den Tag legen, liegt definitiv nicht an Online-Spielen, sondern am Umgang damit. Und hier sind die Eltern gefordert, sich aktiv mit ihren Sprösslingen auseinanderzusetzen.

Mein Kind würde auch unkontrolliert [i]World of Warcraft[/i] spielen, liesse ich das zu. Aber ich setze mich mit meinem Kind auseinander und erkläre die Situation und meine Gründe für eine Beschränkung oder die Tatsache, dass es nicht spielen darf.

Aber natürlich ist es einfacher, den Gesetzgeber zu einem Verbot zu bewegen und alles einzuschränken, anstatt sich mit seinen Kindern zu befassen. Die vorgestellte Webseite positioniert sich klar gegen derartige Spiele, ohne sich damit weiter zu befassen. Was ist denn mit jenen Millionen Menschen, die ihr Recht auf Freiheit geniessen wollen, welches miteinschliesst, dass sie ihre Spiele selbst auswählen wollen?

Wer im Casino sein Geld verspielt, könnte auch Spielsüchtig werden. Wo sind hier die Hüter der Moral? Symptome kurieren ist offenbar soviel einfacher, als die Ursachen herauszuarbeiten. Die Wurzel allen Übels waren schon immer jene, die alles Böse aus der Welt verdammen wollten.


Der Sohn der Eltern Hirte ist aber schon Volljährig und wie soll man da das Leben seines Sohnes kontrollieren, wenn er berechtigt ist zu tun was er will.
Glaube kaum, dass die Eltern ihn einschränken haben können.
Eher Ratschläge erteilen und ihm helfen und davon abbringen.
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Avatar varg696
varg696
#10 | 13. Mai 2008, 14:12
Ich bin für öffentliche Viedeospiele-Verbrennung im ganzen Land...Tod der Freizeit, es lebe die Unmündigkeit
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Details zu World of Warcraft: The Burning Crusade

Plattform: PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: Online-Rollenspiel
Release D: 16. Januar 2007
Publisher: Vivendi Games
Entwickler: Blizzard Entertainment
Webseite: http://www.wow-europe.com/de/b...
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
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