World of Warcraft von 2004 bis 2014 :

Zum Thema » 10 Jahre World of WarCraft Plus-Report zum Jubiläum » Warcraft: Was bisher geschah Story-Special: Die komplette Geschichte » WoW: Warlords of Draenor im Test Zurück zu alter Stärke WoW: Warlords of Draenor ab 15,47 € bei Amazon.de Guild Wars 2: Heart of Thorns für 35,99 € bei GamesPlanet.com World of Warcraft ist inzwischen bekannt für seine stimmige Spielwelt - für beeindruckende Grafik allerdings stand das MMO aber eigentlich nie. Schließlich riss die stilisierte Optik schon zum Release Ende 2004 niemanden vom Hocker. Seitdem nagt der Zahn der Zeit natürlich umso mehr an Azeroth - jedoch auffallend behutsam.

Denn man muss dem Spiel zugutehalten, dass der farbenfrohe Fantasy-Comic-Look von WoW erheblich besser gealtert ist, als nahezu alle anderen Spiele aus dieser Zeit, die stattdessen auf eine möglichst realistische Grafik abzielten. Zudem versorgt Blizzard seinen Dauerbrenner seit jeher bei jedem Addon mit einer neuen, hübscheren Spielwelt sowie zusätzlichen Grafikeffekten.

In diesen Tagen feiert World of Warcraft seinen zehnten Geburtstag und die nunmehr fünfte Erweiterung. Höchste Zeit also für einen Grafikvergleich: alt gegen neu. Wie unterscheidet sich das heutige Azeroth von der alten Spielwelt von 2004? Wie haben sich die Charaktere inzwischen verändert? Und: Welche neuen Effekte verleihen WoW einen zeitgemäßen Look?

Die Charaktermodelle

Mit dem Patch 6.0.2 erhielten alle acht Rassen aus dem klassischen WoW sowie die Draenei aus dem ersten Addon deutlich schönere Charaktermodelle mit mehr Polygonen, schärferen Texturen und neuen Animationen. Die überarbeiteten Blutelf-Modelle musste Blizzard verschieben - sie sollen kurz nach dem Release von World of Warcraft: Warlords of Draenor nachgereicht werden.

World of Warcraft: Warlords of Draenor
Männlicher Zwerg vor dem Addon

Die moderneren Charaktere der Worgen, Goblins und Pandaren werden übrigens nicht verändert, da sie laut Blizzard noch immer zeitgemäß sind. Angesichts des deutlichen Altersunterschiedes der Modelle halten wir das für fair. Trotz der Veränderungen wollten die Designer den ursprünglichen Stil aller Figuren beibehalten - in der Klickstrecke kann jeder die neuen Rassen-Looks selbst beurteilen.

Die Spielwelt

Vor zehn Jahren bot World of Warcraft mit den östlichen Königreichen und Kalimdor bereits zwei große Kontinente. Mit den ersten beiden Addons gesellten sich noch die Scherbenwelt sowie das frostige Nordend mitsamt zusätzlicher Details hinzu, ehe man im Dezember 2010 die komplette alte Welt generalüberholte, inhaltlich wie optisch. Wir haben uns nach dem Kataklysmus zu bereits besuchten Orten begeben und jetzt auch das neue Draenor erforscht, um Grafik und Spielwelt zu vergleichen.

World of Warcraft von 2004 bis 2014 : Das weitläufige Brachland bestand vor der Azeroth-Katastrophe eigentlich nur aus einer riesigen Savanne – mit kleinen Oasen und großen Bergen. In den Abendstunden genoss man bereits hier eine tolle Lichtstimmung.

Die Spielwelt: Altes Brachland
Das weitläufige Brachland bestand vor der Azeroth-Katastrophe eigentlich nur aus einer riesigen Savanne – mit kleinen Oasen und großen Bergen. In den Abendstunden genoss man bereits hier eine tolle Lichtstimmung.

Die Grafikeffekte

Seit dem Release von World of Warcraft integrierten die Entwickler neben Inhalts-Patches auch neue Grafikeffekte ins Spiel. So verbesserten sich in WoW: Wrath of the Lich King etwa die Partikeleffekte deutlich, während Sichtweite und Texturschärfe stiegen. Das Nachfolge-Addon World of Warcraft: Cataclysm wiederum schraubte gewaltig an den Lichteffekten sowie der Wasserdarstellung. Nach der Insel Pandaria öffnet sich jetzt auch das Portal nach Draenor, das wieder einen großen Grafiksprung gegenüber seinen Vorgängerwelten hinlegt.

World of Warcraft von 2004 bis 2014 : So sah der Wald von Elwynn nach dem Release 2004 bis zum Kataklysmus Ende 2010 aus. Damals ganz nett, aber Details, Polygone und Texturen lassen schon sehr zu wünschen übrig.

Texturen: Alter Wald
So sah der Wald von Elwynn nach dem Release 2004 bis zum Kataklysmus Ende 2010 aus. Damals ganz nett, aber Details, Polygone und Texturen lassen schon sehr zu wünschen übrig.

Neben den schärferen Bodentexturen und der aufwendigeren Flora warten Objekte und Bauwerke nun mit mehr Polygonen und Einzelteilen auf. Derweil wirkt die gewohnt abwechslungsreiche Lichtstimmung in vielen Gebieten jetzt noch atmosphärischer. Die Farben hingegen leuchten in der Fantasywelt wie eh und je - gut so. In der Klickstrecke zeigen wir, wie sich die WoW-Grafik seit 2004 verändert hat.

World of Warcraft von 2004 bis 2014 : So einfach sah die Wasseroberfläche in der Anfangszeit von WoW aus. Eine flache, wabernde Textur, die sich nicht dynamisch veränderte. Beim Schwimmen oder Hindurchlaufen produzierten wir nur eine sehr simple Kielwasser-Textur.

Grafikeffekte: Altes Wasser
So einfach sah die Wasseroberfläche in der Anfangszeit von WoW aus. Eine flache, wabernde Textur, die sich nicht dynamisch veränderte. Beim Schwimmen oder Hindurchlaufen produzierten wir nur eine sehr simple Kielwasser-Textur.

Die aktuell niedrigste Grafikeinstellung entspricht wegen der geringeren Sichtweite zwar nicht ganz der damaligen WoW-Optik, doch sie kommt ihr tatsächlich sehr nahe. Der direkte Vergleich von minimaler und maximaler Grafikqualität in den beiden neuesten Umgebungen Pandaria und Draenor zeigt deshalb ziemlich gut, wie sich World of Warcraft optisch weiterentwickelt hat.

World of Warcraft von 2004 bis 2014 : In der niedrigsten Einstellung leiden sogar die Farben durch die geringe Texturauflösung, die Details beschränken sich aufs Nötigste. Das klassische WoW sah nicht wesentlich besser aus.

Grafikvergleich: Pandaria minimal
In der niedrigsten Einstellung leiden sogar die Farben durch die geringe Texturauflösung, die Details beschränken sich aufs Nötigste. Das klassische WoW sah nicht wesentlich besser aus.