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Das fünfte WoW-Addon Warlords of Draenor führt es uns nämlich zurück in die Scherbenwelt, die Veteranen aus der ersten Erweiterung The Burning Crusade kennen - allerdings anders. Denn Warlords of Draenor verschlägt uns in ein Paralleluniversum und zugleich in die Vergangenheit, in der die Scherbenwelt noch nicht in zahlreiche Splitter zerbrochen ist, sondern das Land Draenor formt.

Dorthin hat sich Garrosh Höllschrei geflüchtet, der Bösewicht des letzten Addons Mists of Pandaria, der just seinem Gerichtsprozess entwischt ist. In der Vergangenheit trifft Garrosh seinen Vater Grommash und überredet ihn, in Azeroth einzufallen - und zwar mit der mächtigen »Eisernen Horde«, die sich aus den Ork-Stämmen Draenors zusammensetzt.

Davon hat natürlich auch unser Held Wind gekriegt und begibt sich mitsamt einigen Berühmtheiten, etwa dem Magier Khadgar oder dem Schamanen Thrall, ins Paralleluniversum, um die Invasion abzuwehren. So beginnt Warlords of Draenor, und so beginnt auch unser Abenteuer im Betatest. Denn wir haben das Addon bereits ausgiebig gespielt und berichten live vom Death-Metal-Festival à la Garrosh.

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World of Warcraft: Warlords of Draenor : Zwei bekannte Gesichter: Magier Khadgar und Schamane Thrall. Zwei bekannte Gesichter: Magier Khadgar und Schamane Thrall.

(H)ordentlich auf's Maul

Die ersten Schritte machen Horde und Allianz in Warlords of Draenor noch gemeinsam. Nachdem wir Grommashs Invasion mit vereinten Kräften vorerst abgewehrt, die Verbindung durchs dunkle Portal gekappt, uns damit in Draenor eingesperrt und uns durch Massen gegnerischer Ork-Klans im Dschungel von Tanaan geschnetzelt haben, trennen sich die Wege der verfeindeten Fraktionen.

Glücklicherweise sind sie nicht die einzigen, denen die Machenschaften Höllschreis missfallen: Die Orks des Frostwolfklans aus dem Frostfeuergrad sowie die Draenei im Schattenmondtal kämpfen ebenfalls gegen die eiserne Horde. Allerdings auf unterschiedlichen Seiten.

Hordler unterstützen dabei in der vulkanischen Eiswüste des Frostfeuergrats den Frostwolfklan und ihren Anführer Durotan im Kampf gegen Oger sowie einfallende Vasallen Höllschreis. Allianzler hingegen nehmen sich der Probleme Prophet Velens und der Draenei an und bekämpfen den Schattenmondklan.

World of Warcraft: Warlords of Draenor
So idyllisch sieht Nagrand am Morgen aus. Im Vergleich zur Scherbenwelt-Version haben sich Texturen, Details und Beleuchtung erheblich verbessert.

Dabei gibt's reichlich Quests zu erledigen, die auch in Warlords of Draenor den gewohnten Blizzard-Charme versprühen. So zünden wir beispielsweise eine »An die Arbeit«-Rakete, um Peons schneller schuften zu lassen, oder machen der Gollum-Adaption »Gorum« in einer schummrigen Höhle den Garaus.

Vielfältige Aufgaben, Phasing und liebevoll gestaltete Landschaften zeigen wie bereits in Mists of Pandaria, dass das Blizzard'sche Storytelling sich zwar nicht auf übermäßig originellen, aber durchweg ordentlichen und unterhaltsamen Niveau bewegt.

World of Warcraft: Warlords of Draenor : Zwar gibt es in Draenor auch Drachen, fliegen können wir allerdings nicht. Zwar gibt es in Draenor auch Drachen, fliegen können wir allerdings nicht.

Schöne, neue Welt

In den Startgebieten Draenors macht gerade das Erkunden sehr viel Spaß. Neben den Quests, die wir abseits der Hauptstory erledigen, gibt es nun auch Bonusziele. Diese werden uns auf der Minimap angezeigt, entpuppen sich bislang aber nur als simple »Sammle und Töte«-Quests, die sich auf ein gekennzeichnetes Gebiet beziehen.

Zum Erkunden der Spielwelt motivieren diese Ziele dennoch. Selbst mit einem Boden-Reittier erscheint uns Draenor unglaublich weitläufig, daher würde es uns nicht wundern, wenn die Entwickler in Zukunft das Flugverbot in Draenor aufheben.

World of Warcraft: Warlords of Draenor : Das Schattenmondtal besticht mit seiner malerischen Landschaft. Das Schattenmondtal besticht mit seiner malerischen Landschaft.

Der Community-Manager Bashiok deutete bereits während unserer Spielzeit auf den Testservern an, dass das Flugverbot im ersten Patch nach dem Release aufgehoben werden könnte. Und wo wir gerade beim Release sind: Der Stand des Spiels wirkt Blizzard-typisch bereits in der Testphase sehr weit fortgeschritten.

Neben dem neuen Kontinent und der fortlaufenden Story um Garrosh Höllschrei zeigt sich die Grafik von World of Warcraft von ihrer neuen Schokoladenseite. Fast zehn Jahre haben die ältesten Modelle und Animationen mittlerweile auf dem Buckel, Grund genug für die Entwickler, das Spiel nochmal grafisch auf Vordermann zu bringen.

Die Überarbeitung sehen wir auf den ersten Blick: kräftige Farben, viele Details und der typische Warcraft-Look lassen Azeroths Bewohnern erkennbar zeitgemäßer aussehen. Auch die Grafik der Landschaften entwickelt sich - wie bei jeder Erweiterung - ein wenig weiter und sorgt für sehenswerte Panoramen. Es ist uns nicht nur einmal passiert, dass wir mit unserem Zwergen-Paladin kurz im Schattenmondtal innehielten und den Ausblick genossen.