Auf einer chinesischen Webseite ist jetzt ein vermeintlicher Terminplan für die künftigen Spiele des Entwicklers Blizzard Entertainment aufgetaucht. Der Plan stammt angeblich von einer Investorenkonferenz, die im April dieses Jahres abgehalten wurde. Die Angaben sind jedoch allesamt als Gerücht anzusehen, da Blizzard sich bisher nicht zu diesem Thema geäußert hat.

Dennoch scheinen die aufgeführten Termine nicht ganz unrealistisch zu sein. So wird beispielsweise die Veröffentlichung des Strategiespiels StarCraft 2: Heart of the Swarmfür Ende 2011 angegeben. Das zweite Addon StarCraft 2: Legacy of the Voidsoll Anfang 2013. Ebenfalls interessant ist die Aufführung von zwei weiteren Addons für das Online-Rollenspiel World of WarCraft, die im zweiten Quartal 2012 und Ende 2013 auf den Markt kommen sollen.

Auch das bisher noch geheime Online-Rollenspiel »Titan« ist auf dem Plan zu sehen und soll angeblich gegen Ende 2013 erscheinen. Zudem werden zwei Addons für das Action-Rollenspiel Diablo 3aufgeführt. Hier die Übersicht:

Vermeintliche Releasetermine von Blizzard Entertainment

  • Diablo 3 - Ende 2011

  • Diablo 3 Addon #1 - Mitte 2013

  • Diablo 3 Addon #2 - Ende 2014

  • StarCraft 2: Heart of the Swarm - Ende 2011

  • StarCraft 2: Legacy of the Void - Anfang 2013

  • World of WarCraft Addon #4 - zweite Quartal 2012

  • World of WarCraft Addon #5 - Ende 2013

  • World of WarCraft Movie - Ende 2012

  • StarCraft 2: Phoenix - Ende 2011

  • Titan - Ende 2013

(Update, 1. Dezember 2010, 16:03): Mittlerweile hat sich Blizzard Entertainment zu der besagten Liste geäußert. Demnach schätze man das große Interesse an den Blizzard-Spielen sehr, doch man werde auch weiterhin keine Gerüchte oder Spekulationen kommentieren. Derzeit habe man keine neue Ankündigung zu machen und konzentriere sich voll und ganz auf die Veröffentlichung des Online-Rollenspiel-Addons World of WarCraft: Cataclysm.

Update 2 (07.12.2010):
Nachdem es kurzzeitig ruhiger um die durchgesickerte Release-Liste aus dem Hause Blizzard geworden war, heizt die Webseite Marbridge Consulting die Gerüchteküche noch einmal an. Laut einer Quelle aus der Industrie, soll Blizzard eine komplette Untersuchung des Vorfalls angeordnet haben, der scheinbar durch die chinesische Abteilung des Unternehmens verursacht wurde. Drastische personelle Konsequenzen werden dabei nicht ausgeschlossen.

Der Manager von Blizzard China, Ye Weilun, hat bereits seinen Posten aufgegeben, der nun vom ehemaligen Business Director von Nokia China, Dai Jinhe, übernommen wurde. Dies soll aber, wieder laut interner Quellen, nichts mit der undichten Stelle zu tun haben, sondern schon vor mehr als sechs Monaten beschlossen worden sein.