World of Warcraft - PC

Online-Rollenspiel  |  Release: 11. Februar 2005  |   Publisher: Blizzard Entertainment

Neues Blizzard-MMO - Was es besser machen soll als World of Warcraft

Blizzard-Designer Jeff Kaplan spricht über Fehler bei World of WarCraft.

Von Heiko Klinge |

Datum: 27.03.2009; 09:13 Uhr


Neues Blizzard-MMO : GDC: Blizzard-Pressekonferenz GDC: Blizzard-Pressekonferenz Der Vortrag von Blizzard-Designer Jeff Kaplan auf der diesjährigen Game Developers Conference (GDC) begann mit einem Paukenschlag: "Ich erzähle euch jetzt etwas über unser neues MMO-Projekt." Das war natürlich nur ein Scherz, es ging stattdessen nur über das Thema "Directed Gameplay". Wer jedoch genauer hinhörte, konnte dennoch zumindest ein wenig über die Design-Prinzipien von Blizzards Geheimprojekt erfahren, für das Jeff Kaplan der hauptverantwortliche Designer ist. Denn Kaplan sprach erfrischend offen über die Fehler, die er und sein Team bei World of WarCraft gemacht haben und erwähnte gleichzeitig, dass man diese natürlich bei künftigen Projekten vermeiden wolle.

Hier seine wichtigsten Punkte:

  • Der Christbaum-Effekt:
    Als Christbaum-Effekt bezeichnet Kaplan die Inflation von Quest-Ausrufezeichen, sobald man in World of Warcraft eine größere Siedlung betritt. Das sei unnötig und gehe zudem auf Kosten der Spielerführung.

  • Lange Texte:
    Die Quest-Texte in WoW seien viel zu lang gewesen. Inzwischen dürfen die Quest-Designer maximal 511 Zeichen schreiben. Besser sei es jedoch, komplett auf Texte zu verzichten und stattdessen etwa auf Zwischensequenzen zu setzen.

  • Schlecht ausbalancierte Quest-Ketten:
    Ein Spieler müsse eine begonnene Quest-Kette auch beenden können. Das sei in WoW stellenweise nicht der Fall gewesen. Als Negativbeispiel nannte Kaplan etwa die Quest-Reihe um Myzrael.

  • Mangelnde Abwechslung:
    Hier ging es Kaplan vor allem um die Questreihen von Instanzen, die sich zu häufig aufs Kämpfen und Sammeln beschränken würden.

  • Gimmick-Quests:
    Kaplan kritisierte Missionen, für die die Spielmechanik von WoW eigentlich gar nicht ausgelegt sei und nannte als Negativbeispiel die Flugeinlagen von Wrath of the Lich King. Das Designen solcher ungwöhnlichen Aufgaben mache in der Regel mehr Spaß als das Spielen dieser Quests. Man solle immer im Auge behalten, auf was die Spielmechanik ausgelegt sei.

  • Sammel-Quests:
    Kaplan übte vor allem Selbstkritik an der Logik. Zu häufig sei es einfach nicht nachvollziehbar, warum man nun unbedingt diese zehn bestimmten Gegenstände benötige. Das nerve die Spieler völlig zu Recht. Wenn schon eine Sammel-Quest, dann solle sie sinnvoll in die Story passen und eine logische Auflösung haben.

Blizzard-Pressekonferenz GDC 2009
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Avatar LtMartin
LtMartin
#1 | 27. Mrz 2009, 09:56
hm.. mir haben die Flug- und Fahrmissionen bisher sehr gut gefallen, weil es eben was neues war. Das WoW dafür nicht geschaffen wurde merkt man zwar, aber was solls.. ich fand sie lustig. Und durch die Questvielfalt wird man nicht gezwungen solche Quests zu machen..

Allerdings hat er recht was die Questvielfalt angeht ^^
Die sollten mal Adventure-Elemente einbauen ^^ Benutze Gegenstand A mit B dann packe C rein.... ^^
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Avatar Cartman666
Cartman666
#2 | 27. Mrz 2009, 10:16
Das mit der Questvielfalt ist nicht so einfach. Irgendwann wiederholt sich einfach alles. Man könnte natürlich generell weniger Quests einbauen, aber dann wäre man zu schnell durch.
Im Endeffekt laufen die meisten Quests in jedem Onlinerollenspiel auf "Sammeln und Töten" hinaus. Manche haben davon mehr oder weniger, aber immer sind es viele solche Quests.
Mit WotLK hat Blizzard aber stellenweise doch deutlich abwechslungsreichere Qeusts eingebaut. Und die Flug- und Fahrquests finde ich eigentlich auch sehr spaßig.
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Avatar Hans Moleman
Hans Moleman
#3 | 27. Mrz 2009, 10:16
klingt nach nem Neuen Sucht Game alla Blizzard
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Avatar daanDi
daanDi
#4 | 27. Mrz 2009, 10:25
naja... da fehlt noch paar große punkte ...

die Instanzen sind viel zu leicht!. die sollte ma lieber wieder den Schwierigkeitsgrad Richtung Sunwell Plateau pushen... und das auch ohne Hard Mode. Dies wird sonst auf dauer nicht wirklich gut gehen...

Das erhalten des AQ40 Eröffnungsmount für alle... finde ich gegenüber den eingefleischten WoW-Spielern eine derbe Frechheit und das bis heute!!..

Das dumm dumm ändern der Klassen und Items... der größte teil der Änderungen sind einfach nur Schwachsinn und unüberlegt... und dies bei fast jeder Klassenzugehörigkeit...

Ich glaube dieses Thema ist mittlerweile fast unendlich...
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Avatar uLu_MuLu
uLu_MuLu
#5 | 27. Mrz 2009, 10:26
Neben den hohen Kosten und dem riesigen Zeitaufwand sind gerade die immer gleichen Nerv-Quests ein Hauptgrund warum ich viiieeeel lieber Hack´n´Slay zogge. Ich wäre deshalb für ein Diablo MMORPG. Dem actionreichen Spielablauf mischt man großte Teaminstanzen bei et voila...
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Avatar TheDrake
TheDrake
#6 | 27. Mrz 2009, 10:50
Hmm, die beiden wichtigsten Punkte unterschlägt Mr. Kaplan natürlich mal wieder...

1. Der Charakter und sein Handeln in der Hintergrundwelt sollten im Mittelpunkt des Spiels stehen, nicht die Ausrüstung die er sich dabei/dafür zusammensammelt.

Auf niederdeutsch: NO EPIXX FOR ANYONE!

2. Wenn man vorgibt ein RPG zu entwicklen sollte hinterher kein verkapptes Hack'n'Slay rauskommen. Ich will ja keinen scharf ansehen, aber AFAIR ist Mr. Kaplan selbst für den prominentesten Vertreter dieser traurigen Zunft mitverantwortlich.
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Avatar Saul-Meyers
Saul-Meyers
#7 | 27. Mrz 2009, 11:09
Zitat von TheDrake:
Hmm, die beiden wichtigsten Punkte unterschlägt Mr. Kaplan natürlich mal wieder...

1. Der Charakter und sein Handeln in der Hintergrundwelt sollten im Mittelpunkt des Spiels stehen, nicht die Ausrüstung die er sich dabei/dafür zusammensammelt.

Auf niederdeutsch: NO EPIXX FOR ANYONE!

2. Wenn man vorgibt ein RPG zu entwicklen sollte hinterher kein verkapptes Hack'n'Slay rauskommen. Ich will ja keinen scharf ansehen, aber AFAIR ist Mr. Kaplan selbst für den prominentesten Vertreter dieser traurigen Zunft mitverantwortlich.

Sehe ich auch so. Es sollte mehr das Können des einzelnen Spielers gefordert sein und nicht die Ausrüstung. Online-Rollenspiele sind ja leider oft reine "Schwanzvergleich"-Spiele geworden.
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Avatar mettbroetchen
mettbroetchen
#8 | 27. Mrz 2009, 11:37
Zitat von Saul-Meyers:
Zitat von TheDrake:
Hmm, die beiden wichtigsten Punkte unterschlägt Mr. Kaplan natürlich mal wieder...

1. Der Charakter und sein Handeln in der Hintergrundwelt sollten im Mittelpunkt des Spiels stehen, nicht die Ausrüstung die er sich dabei/dafür zusammensammelt.

Auf niederdeutsch: NO EPIXX FOR ANYONE!

2. Wenn man vorgibt ein RPG zu entwicklen sollte hinterher kein verkapptes Hack'n'Slay rauskommen. Ich will ja keinen scharf ansehen, aber AFAIR ist Mr. Kaplan selbst für den prominentesten Vertreter dieser traurigen Zunft mitverantwortlich.

Sehe ich auch so. Es sollte mehr das Können des einzelnen Spielers gefordert sein und nicht die Ausrüstung. Online-Rollenspiele sind ja leider oft reine "Schwanzvergleich"-Spiele geworden.


Was ich noch schlimmer finde ist, dass es mittlerweile kein richtiges MMORPG ist sondern eher ein MMOG - der Rollenspielcharakter ist nicht mehr wirklich vorhanden, sogar bei den RP-Realm sucht man manchmal verzweifelt Rollenspieler! Wobei das ja geschmackssache ist, ich spiele sowohl normal wie auch RP - je nach Laune und Realm.
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Avatar Valdios
Valdios
#9 | 27. Mrz 2009, 11:39
Es müssen vor allem viel mehr Sandbox-Elemente eingebaut werden für die Langzeitmotivation, oder eine spannende Story die Hand und Fuss hat und die durch die Spieler beeinflust werden kann.

Richtige und vielseitige PvP Inhalte, mit Ligen und Turnieren, Eroberung von Gebieten usw.
Das ganze Konzept der Itemization muss geändert werden und das Kampfsystem. Wünschenswert wäre ein System welches nicht auf Glück oder Formeln im Hintergrund basiert, sondern vom Spieler-Skill abhängig ist (z.B. ein Echtzeitkampfsystem, Items ohne Stats).
Auch das Grinden muss abgeschafft werden wie zig Rufpunkte oder Gold Farmen, das kann man auch alles Offline machen.

Das Gruppenspiel müsste auch noch ausgebaut werden und bitte bloß kein Raiden mehr im neuen Blizzard MMO, es gibt so viel spannenderes als zig mal in dieselbe instanz zu gehen und irgendwelche KI Bosse zu legen *gähn*.

Just my 2 cents ^^
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Avatar arvenius
arvenius
#10 | 27. Mrz 2009, 12:32
offline grinden gehlt leider mal gar nicht :p
das müsste irgendwie lokal zwischengespeichert werden und öffnet so manipulation tür und tor. letztendlich müsste man sich nur den datenstrom beim connecten angucken und kopieren schon kricht man bei jedem login 200g oder so o.O. ja gut kann man verschlüsseln und ähnliches, aber ich denke nicht das blizz dieses risiko eingehen wird.
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Details zu World of Warcraft

Plattform: PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: Online-Rollenspiel
Release D: 11. Februar 2005
Publisher: Blizzard Entertainment
Entwickler: Blizzard Entertainment
Webseite: http://www.wow-europe.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
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