World of Warcraft - PC

Online-Rollenspiel  |  Release: 11. Februar 2005  |   Publisher: Blizzard Entertainment

Spielen, spielen, spielen... - Wenn der Computer süchtig macht

Wir berichteten vor etwa einem Monat über eine Sendung, die in der ARD am 25.06.08 unter dem Titel »Spielen, spielen, spielen… wenn der Computer süchtig macht« laufen sollte. Die ARD hat diese Dokumentation allerdings (sechs Stunden vor dem Sendetermin) zugunsten von »Nacht der Stars in Leipzig – Osgar-Verleihung 2008« abgesetzt.

Von Nicolai Dircks |

Datum: 28.07.2008; 17:03 Uhr


Spielen, spielen, spielen... : Spielen, spielen, spielen... Spielen, spielen, spielen... Wir berichteten vor etwa einem Monat über eine Sendung, die in der ARD am 25.06.08 unter dem Titel »Spielen, spielen, spielen… wenn der Computer süchtig macht« laufen sollte. Die ARD hat diese Dokumentation allerdings (sechs Stunden vor dem Sendetermin) zugunsten von »Nacht der Stars in Leipzig – Osgar-Verleihung 2008« abgesetzt.

Dies wurde in einer Meldung des deutschen Kulturrats scharf kritisiert. Kollegen von www.rollenspielsucht.de einer Elterninitiative gegen die Online-Sucht haben uns wissen lassen, dass ein neuer Termin für die Sendung am 12.08.08 um 22:45 angesetzt wurde.

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Avatar Graf Metzger
Graf Metzger
#1 | 28. Jul 2008, 17:51
Immerhin mal eine etwas bessere Uhrzeit als beim letzten Mal, vielleicht schaus ichs mir mal an, ist immerhin interessant, was über das Ganze berichtet wird.
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Avatar Hank J. Wimbleton
Hank J. Wimbleton
#2 | 28. Jul 2008, 17:52
schön, nur sind die forderungen der eltern absoluter käse. altersbeschränkung? wie alt war doch gleich der betroffene sohn? ahja, über 20. tolle idee. das alter spielt hierbei keinerlei rolle; ich denke sogar, das erwachsene menschen eher abdriften können als kinder.

eine suchtgefahr besteht auch nicht direkt, sondern nur dann, wenn der spieler probleme im RL hat - in einem onlinespiel lassen sich erfolge viel leichter erzielen, misserfolge sind nicht permanent und können schnell ausgebügelt werden.

und die letzte forderung ist blanker hohn. man soll also nach einer bestimmten zeit nicht mehr weiter spielen können? warum? weil manche menschen nicht mit ihrem leben klarkommen? so oder so, übermäßiges computerspielen ist ein symptom, keine ursache. und an symptomen herumzudoktorn bringt nicht viel, wie die erfahrung zeigt.
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Avatar Virus 222
Virus 222
#3 | 28. Jul 2008, 18:06
Oh Gott, für diese dämliche Auszeichnung der Bild-Zeitung gestrichen...
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Avatar !D@ PROphet!
!D@ PROphet!
#4 | 28. Jul 2008, 18:29
Wenn ich den Untertitel schon lese..."Forderungen an die Politik". Ihr Sohn sitzt rund um die Uhr vorm Rechner aber die bösen Politiker sind mal wieder schuld, jaja. Es ist ja auch nicht so, als ob man selber was dagegen tun könnte. :rolleyes: Und was die Politik dann wieder in ihrem Unverstand fabriziert, kann sich ja jeder denken...auf mehr als auf übergroße Warnhinweise und eilige Verbotsverfahren, wirds wohl nicht hinauslaufen.
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Avatar [w0ngern]Rob
[w0ngern]Rob
#5 | 28. Jul 2008, 18:36
Chaoshexer, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Zum einen werden die Jugendlichen sehr früh allein gelassen und werden damit gezwungen, sich selber zu beschäftigen. Das trifft PC, Internet und TV gleichermaßen. Und zum anderen sind die Eltern eindeutig überfordert, da sie teilweise für einen Hungerlohn arbeiten gehen müssen, um vor ihren Kindern nicht als Versager da zu stehen.

Zumindest ist das mein Eindruck. Was nicht heißt, dass die 2 Nennungen die alleinige Faktoren für ein solches Suchtverhalten darstellen. Man kann unmöglich alle Faktoren einbeziehen, deswegen wird auch zu gern auf ein Modell zurückgegriffen. Aber man sollte es vermeiden, seine Wahrheit als die alleinige Wahrheit hinzustellen.
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Avatar Hadamar
Hadamar
#6 | 28. Jul 2008, 18:55
1. Spielberechtigung erst ab 18 Jahre. Altersprüfung z.B. über Personal ID (bzw. Alternativen) ACHTUNG! Bitte Meldung bei Aktuell vom 07.11.2007 beachten!

6. Ähnliche Werbespots wie gegen Drogen. (Beispiel "Wo ist Klaus?")

:ugly:
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Avatar dp83
dp83
#7 | 28. Jul 2008, 19:07
die stellen ihren sohn öffentlich an den pranger und erwarten das der kontakt hält? sucht hin oder her, das ist etwas sehr peinliches und nun hat die ganze welt kenntnis davon - und wer hat den sohn gefragt? KEINER.

sagt mal, was stimmt mit DIESEN eltern nicht?
wenn sowas simples nicht verstanden wird, meine güte, wie sollen die überhaupt fähig sein kinder großzuziehn?

warscheinlich ist er genau deswegen überhaupt erst anfällig geworden, wurde nicht verstanden / gedrängt und hatte irgendwann keine lust mehr.
die online welt war einfach besser wie die richtige.

wenn man schon probleme behebt, dann sollte man die wurzel packen.
genauer gesagt den grund ermitteln WESWEGEN er süchtig werden konnte statt drauf rumzureiten das er es ist!
hier wird nur wieder mit dem finger aufs ergebnis gezeigt und auf alleswisser gemacht.

leute wären am sichtersten wenn man sie in ein leeres zimmer einsperrt. nur wäre das leben dann noch lebenswert? genau das tun die hier grade.
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Avatar kickapoo
kickapoo
#8 | 28. Jul 2008, 19:12
der osgar ist schon eine... :ugly:
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Avatar Paxaurea
Paxaurea
#9 | 28. Jul 2008, 19:20
Ich weiß ja nicht, Rollenspielesucht.de ist wohl die letzte Initiative, die man unterstützen und erwähnen solllte.

Allein der Name schon, Rollenspielesucht, Onlinerollenspielesucht war den Eltern wohl zulang und nicht populistisch genug, außerdem kann man so vielleicht auch gewisse christliche Vereine und ihre Vorurteile gegen Pen and Paper -RPGs wecken. Rollenspiel ist ja mittlererweile ein vielseitiger Begriff und schon Wikipedia gibt alle möglichen Bereiche an.

Die Macher fordern doch glatt, daß Wow, u.a. in Zukunft weder über Uni, noch über das Studentenwohnheim anwählbar sind, eine Internetzensur für Studenten, nette Forderung, zeigt gleich, daß die Seite von Leuten gemacht, die lieber einen Sündenbock hängen, als den Schuldigen zu suchen.

Die Forderungen sind entweder populistisch und geistlos (z.B. Strenge Zulassungsverfahren für Online-Rollenspiele im Hinblick auf deren Sucht- und Gefahrenpotenzial (Krieg, Gewalt, rechtsradikales Gedankengut, Sekteneinflüsse)) oder kindisch und schwachsinnig.

Bösartig manipulativ und populistisch ist die ja auch die Rubrik "wir fragen"
auf der Seite. Da findet man solche Glanzlichter, wie "wie es passieren kann, dass Kinder (!) sich weigern, an einem Zeltlager teilzunehmen, mit der Begründung, es sei zu real (!) ? (Information einer Psychologin ).", die Verwendung der Satzzeichen ist ein Genuß, und natürlich solch populistische Bösartigkeiten, wie "ob erst Kinder aus Politikerfamilien von der Onlinerollenspielsucht betroffen sein müssen, bis die Verantwortlichen endlich begreifen, dass zügiges Handeln dringend notwendig ist? Auf die Altersfreigabe erst ab 18 Jahren sollten Eltern deshalb nicht warten, sondern diese Entscheidung mutig selber treffen. "

Ziemlich interessant ist auch die Kirchenabhänigkeit der Macher, ständig wird um Unterstützung der Kirche gebettelt, ein Segensliedchen läßt sich abspielen und den Onlinerpgs werden Sekteneinflüsse unterstellt und verstärkt auf christlich, konservativen Seiten der härteren Art Unterstützung gesucht.

Die Suchtmerkmale, wie hohe Spielzeiten, wenige soziale Kontakte, kaum unter Leuten, kaum draußen, etc. teilt jeder mit einer schweren sozialen Phobie und ähnlichen Problemen, ohne süchtig zu sein, selbst die Eßstörungen
der Süchtigen sind für einem schweren Phobiker mit und ohne Depression kein allzu großes Problem.

Die Seite repräsentiert das typische Schuld zu schieben, ihr bösen Spieler, die nicht süchtig sind, ihr bösen Nichtunterstützer, ihr bösen Spielemacher, ihr bösen Politker, Sündenbock suchen und wir stellen doofe, dumme Forderungen, die klingen schön, sind populistisch, aber ohne Realitätsbezug, völlig unüberlegt und teils sogar hochgradig kriminell, wie die Internetzensurforderung für Studenten.

Diese Eltern wollen nur ihre Selbstvorwürfe loswerden und dabei ein bischen Märtyrer spielen und ihr Ego stärken und sich einreden können, daß sienicht schuld sind, sonder es waren die Spiele, es war die Politk, die Entwickler, ... oder der Computer.

Die Süchtigen können nur hoffen, daß sie mal eine kompetente Vertretung kriegen und sich nicht auf solch selbstgefällige Populisten verlassen müssen.
Neuerdings strecken die ja auch ihre Finger nach ADHSler aus und versuchen die in ihre kleine Pseudorealität einzubauen.




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Avatar Zsinj
Zsinj
#10 | 28. Jul 2008, 19:29
ARD.... verheist nichts gutes... die einzige objektive berichterstattung im öffebntlich rechtlichen hab ich bisher im SWR gesehn.
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Details zu World of Warcraft

Plattform: PC
Genre Rollenspiel
Untergenre: Online-Rollenspiel
Release D: 11. Februar 2005
Publisher: Blizzard Entertainment
Entwickler: Blizzard Entertainment
Webseite: http://www.wow-europe.com
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