Stern TV : Stern TV über Spielesucht Stern TV über Spielesucht »Onlinespielsucht und Alkoholabhängigkeit sind durchaus vergleichbar. Die Suchtsymptome sind die gleichen wie bei anderen, 'klassischen' Süchten«, sagte die Psychologin Chantal Mörsen in der am Mittwochabend (5. Mai) ausgestrahlten Stern TV-Sendung. Mörsen leitet das Projekt Glücksspielsucht an der Berliner Charité. In dem Beitrag wurden verschiedene Spieler vorgestellt, die besonders viel Zeit in Online-Rollenspielen wie World of Warcraft verbringen.

Als Beispiel wurde ein arbeitsloser WoW-Spieler (33) vorgestellt, der nach eigener Aussage acht bis zwölf Stunden täglich in dem Spiel verbringt. Zudem kamen einige Spieler auf einer LAN (Northcon) zu Wort und es wurde ein Gast ins Studio eingeladen, der das kostenlose, koreanische KAL Online bis vor zwei Wochen exzessiv gespielt und nun mit dem Klavierspielen angefangen hat.

Bisher gibt es keinen offiziellen Mitschnitt der Sendung auf der Website des Senders RTL. Jedoch ist der insgesamt rund 18 Minuten lange Beitrag zur Spielesucht auf Youtube abrufbar (Teil 2).

Neue Erkenntnisse sollten Sie jedoch nicht von dem Beitrag erwarten. Insgesamt werden nur bereits seit Jahren bekannte Informationen wiedergegeben. Etwa, dass die Symptome bei Computerspielsüchtigen die gleichen wie bei anderen Suchtformen, wie Zigaretten, Alkohol und Drogen, die gleichen seien. Es würden die gleichen Gehinrregionen stimuliert werden wie etwa bei Alkoholikern, erklärte Mörsen in Stern TV. Vor allem der hohe soziale Druck und die Angst, etwas im Spiel verpassen zu können, sieht die Psychologin als Problem. Trotz zahlreicher Studien zu dem Thema ist Videospiel-Sucht bislang nicht als psychologische Störung offiziell anerkannt. In den vergangenen Jahren haben jedoch verschiedene Kliniken und Einrichtungen, beispielsweise in Mainz und Darmstadt, damit begonnen, Computerspielsüchtige zu behandeln oder zumindest Beratung anzubieten.

Falls Sie ebenfalls stern TV gesehen haben: Teilen Sie uns in den Kommentaren Ihre Meinung zur Sendung mit. Wurde das Suchtproblem angemessen behandelt?