| | |
| Samstag, 20.03.2010 Tests - Action - Ego-Shooter Stalker: Shadow of Chernobyl - Test Versprochen ist versprochen: Im letzten Heft präsentierten wir Ihnen die »definitiv letzte Preview« zu einem der meisterwarteten Titel der Spielegeschichte. Und wir halten Wort: Hier ist der weltweit erste Test zu Stalker, dem spektakulären Shooter aus der Ukraine - der alles ein bisschen anders macht als seine Action-Kollegen.
» Einleitung » Eine Leiche zum Verkauf » Geschichte, Phantasie und Literatur » High-Tech-Ausrüstung » Fraktionszwang » A-Life und KI » Klasse statt Masse » Ein einmaliges Erlebnis » Fazit » Wertungskasten » Stalker: Shadow of Chernobyl - Multiplayer-Nachtest in der Zone Eine Leiche zum Verkauf Der LKW rast durch die Dunkelheit, schlingert auf der unbefestigten Schotterpiste. Seine Scheinwerfer stanzen Löcher in die wattige Schwärze, Wassermassen überfluten die Frontscheibe, die hin und her hastenden Wischer haben längst kapituliert. Auf der Ladefläche krachen Körper gegen Metall. Ein Feuerball löst sich aus der Phalanx von Blitzen, durchschlägt das marode Blech. Der schwere Wagen überschlägt sich, scheint für einen Moment in der Luft zu stehen, um sich dann in die nasse Erde einer trostlosen Wiese zu graben. ![]() Zum Glück haben Sie Ihre sieben Sinne in diesem Moment wieder einigermaßen beisammen und krallen sich mit schnellem Reflex Ihren elektronischen Wegweiser. Überrascht von diesem Vitalitätsausbruch - schließlich lagen Ihre Überreste gerade noch wohlfeil auf seinem Verkaufstresen - nimmt der bauernschlaue Händler Sie unter seine Fittiche und päppelt Sie hoch. Schließlich kann er an einem solchen Prachtexemplar weit mehr verdienen, wenn es gefährliche Aufträge für ihn erledigt. Geschichte, Phantasie und Literatur Und da sind wir mitten drin in der Geschichte. Ach ja, die Geschichte. Über die ist ja in den letzten fünf Jahren eigentlich genug geschrieben worden. Für alle, die es verpasst haben, hier eine Zusammenfassung: Nach dem Reaktorunfall im ukrainischen Tschernobyl am 26. April 1986 ist rund um das zerstörte Kernkraftwerk (dem so genannten Sarkophag) eine menschenleere Zone entstanden. Im Jahr 2006, auf den Tag 20 Jahre nach der Katastrophe, kommt es dort erneut zu einem Ereignis apokalyptischen Ausmaßes: Die gesamte Zone (das bespielbare Areal entspricht 30 realen Quadratkilometern) wird von einer ungeheueren Explosion erschüttert. Das Gebiet wird flugs vom Militär abgeriegelt, Wissenschaft und Schwarzhandel versuchen trotzdem alles, was nicht niet- und nagelfest ist, aus der Zone zu schaffen - denn die merkwürdigen Fundstücke, Artefakte genannt, scheinen von Gott (oder dem Teufel) persönlich geküsst: Sie können Leben zerstören oder bewahren, sind mit nichts vergleichbar, was von Menschenhand geschaffen wurde und sind entsprechend wertvoll. Das schafft Jobs: Die pure Not treibt die Hungerleider rund um Tschernobyl zunächst in Schutzanzüge und dann in die verstrahlte und von lebensgefährlichen Anomalien durchsetzte Zone. Die Entwickler haben die Geschichte von Stalker also aus historischen Elementen (AKW-GAU, 1986), einem Klassiker der russischen Science Fiction (»Picknick am Wegesrand«, Gebrüder Strugatzki) und eigener Ausschmückung (zweite Katastrophe 2006) komponiert - und dabei ein epochales Werk der Spielegeschichte geschaffen. High-Tech-Ausrüstung Wir haben beim Händler die ersten Aufträge entgegen genommen und schlendern durch das Camp. Schauen einer Gruppe von Stalkern am Lagerfeuer beim Essen zu, hören wie einer ziemlich erfolglos versucht »Yellow Submarine« zu pfeifen, woraufhin der andere eine Gitarre hervorholt und auf den mies gestimmten Seiten den Soundtrack zur verstrahlten Lagerfeuerromantik klimpert. ![]() Schnell merken wir, wie praktisch unser PDA ist. In der Aufgabenliste (Tasks) unseres Taschencomputers finden wir die gerade angenommene Mission, und ein Symbol markiert automatisch das dazugehörige Ziel auf der frei verschieb- und zoombaren Karte. Zusätzlich erscheint in der ständig eingeblendeten Minimap ein Pfeil, der stets in die entsprechende Richtung weist. Wer sich hier verläuft, findet auch im Dunkeln seinen Hintern nicht. Verwandte Themen 10.02.10 01.12.09 26.11.09 09.11.09 30.10.09 29.10.09 14.10.09 09.10.09 Google-Anzeigen Promotion
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet? » Zur kostenlosen Anmeldung
| |