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Superstars V8 Racing im Test - Nette Raserei für zwischendurch

Zwei Monate nach SBK 09 bringt Milestone mit Superstars V8 Racing das nächste Lizenz-Rennspiel. Die Eile merkt man dem Titel an.

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Zitat aus der Pressemitteilung: »Mit Superstars V8 Racing startet die aufstrebende europäische Rennserie jetzt auch in den heimischen vier Wänden durch.« Was für eine Rennserie denn? Verwirrt schauen wir in der Online-Enzyklopädie Wikipedia nach. Dort gibt es zwar einen Eintrag zur 2005 in Italien gegründeten Tourenwagen-Meisterschaft, doch der ist bislang leer. Die Freude über das volle Lizenzpaket in Superstars V8 Racing hält sich entsprechend in Grenzen. Auch in Sachen Fahrspaß kommt das neue Rennspiel von Milestone selten an Genre-Konkurrenten wie Race Driver: GRID heran.

Nette Blend- und Verwischeffekte kaschieren die triste Streckengrafik zumindest teilweise. (1680x1050, volle Details) Nette Blend- und Verwischeffekte kaschieren die triste Streckengrafik zumindest teilweise. (1680x1050, volle Details)

Lizenzen ja, Realismus nein

Bei Regenrennen gibt es weder Niederschlag, noch steigt der Anspruch spürbar. Bei Regenrennen gibt es weder Niederschlag, noch steigt der Anspruch spürbar.

Wir starten die -- wie von Milestone gewohnt -- öde präsentierte Kampagne von Superstars V8 Racing erst mal im Arcade-Modus, sprich: alle vier Fahrhilfen auf Anschlag, das Schadensmodell deaktiviert. Die lizenzierten Tourenwagen lassen sich auf diese Weise angenehm unkompliziert, aber stets nachvollziehbar über die zehn akkurat nachgebauten Originalkurse wie Imola oder Monza jagen. Wir wollen’s wissen und wechseln zur Variante »Simulation«. Anspruchsvoller werden die Turniere dadurch allerdings nicht; das Lenk- und Bremsverhalten bleibt weitgehend gleich. Selbst Rennen auf nassem Asphalt spielen sich nicht spürbar kniffliger, Unfälle beeinflussen die Fahrphysik ebenfalls nur marginal. Einziger Unterschied: In Kurven brechen die Autos häufiger unkontrolliert aus -- nervig! Dafür arbeitet die Gegner-KI auf ordentlichem Niveau. Ihre Kontrahenten überholen clever und nutzen den Windschatten, verhalten sich allgemein aber zu passiv und fahren oft im Pulk.

Die Grafik kann zwar nicht mit Race Driver: GRID mithalten, ist aber zeitgemäß. Dafür stören die fummeligen Menüs, die teils schwachen Toneffekte sowie die fehlende Dauermotivation. Zwar gibt es wie in SBK 09 zusätzliche Herausforderungen, anders als bei der Motorrad-Simulation schalten Sie damit aber keine Extra-Inhalte frei. Ebenfalls ärgerlich: Sämtliche von uns ausprobierten Lenkräder wurden vom Programm nicht korrekt erkannt. Sie müssen also zwangsläufig auf die (eingängige) Gamepad- oder Tastatur-Steuerung zurückgreifen.

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