In Deutschland wird aktuell mal wieder über Arbeitszeitmodelle und Teilzeit diskutiert. Eine Studie der Uni Münster hat 2024 ergeben, dass eine Reduzierung der Arbeitszeit ohne Produktivitätsverlust möglich ist. Zwei Jahre später hat sich daran kaum etwas geändert.
Viele Unternehmen behalten reduzierte Arbeitszeiten bei
Was ist das für eine Studie? Anfang 2024 übernahmen 45 Unternehmen in Deutschland für einen Zeitraum von sechs Monaten testweise die 4-Tage-Woche. Die unterschiedlich großen Firmen wurden dabei von Forschern der Universität Münster begleitet und befragt.
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Die Ergebnisse waren damals sehr positiv. Die Produktivität der Unternehmen ging nicht zurück, gleichzeitig berichteten viele Teilnehmer von einer Verbesserung der Work-Life-Balance und einer stärkeren Bindung zu ihrem Arbeitgeber.
73 Prozent der Unternehmen gaben am Ende der Untersuchung an, die 4-Tage-Woche beibehalten oder in angepasster Form weiterführen zu wollen.
Wie sieht es zwei Jahre später aus? Anfang 2026 haben die Forscher der Uni Münster nun einen Folgebericht zu der Studie erstellt. Dafür wurden die Unternehmen und ihre Mitarbeiter erneut befragt. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse:
- Man spricht nicht mehr von der »4-Tage-Woche«, sondern von »reduzierter Arbeitszeit«, weil sich das Modell in vielen Fällen dynamisch verändert hat.
- 70 Prozent der Unternehmen setzen auch heute noch auf reduzierte Arbeitszeiten.
- 74 Prozent der Unternehmen, die daran festgehalten haben, berichten von einem positiven Einfluss auf Innovationen und Kreativität.
- 94 Prozent der Unternehmen, die daran festgehalten haben, berichten von Verbesserungen der Work-Life-Balance.
Die Umbenennung resultiert daraus, dass in kaum einem Unternehmen an der starren 4-Tage-Woche, bei der etwa der Freitag komplett frei ist, festgehalten wurde. Stattdessen haben sich viele alternative Modelle entwickelt, bei denen die Arbeitszeit etwa über mehrere Tage verteilt wird oder Mitarbeiter immer wieder ganze Wochen frei haben.
Ein spannender Effekt der reduzierten Arbeitszeit scheint auch zu sein, dass die Unternehmen attraktiver für Bewerber sind und sich so einen Vorteil im Kampf um Talente verschaffen können.
Auch ohne reduzierte Arbeitszeit lässt sich die Zeit vor dem Bildschirm angenehmer gestalten. Mirco hat sich kürzlich etwa ein Gadget gekauft, das sein Homeoffice deutlich verbessert.
Eine Herausforderung der reduzierten Arbeitszeit ist hingegen, dass die Koordination unter den Mitarbeitern und mit Kunden schwieriger ist. Unternehmen, die auf direkten Kundenkontakt angewiesen sind, können kaum einen Werktag komplett ausfallen lassen. Das können individuelle Modelle, die auf einen Arbeitgeber zugeschnitten sind, jedoch auffangen.
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