Apple verhindert finanziertes Kickstarter-Projekt - Ladestation POP scheitert an Apple-Regeln (Update)

Ein bereits im September erfolgreich finanziertes Projekt auf Kickstarter ist wegen öffentlich unbekannten Apple-Bestimmungen gescheitert.

von Georg Wieselsberger,
26.12.2012 08:01 Uhr

Update: Wie Designer James Siminoff auf Kickstarter berichtet, hat Apple inzwischen die Regeln für die Lizenzierung von Lightning-Anschlüssen wieder geändert – innerhalb von 24 Stunden, nachdem die Einstellung von POP auf vielen News-Seiten weltweit thematisiert wurde. »Wir hätten uns nie vorstellen können, dass wir in der Lage sein könnten, die Regeln von Apple zu ändern«, so Siminoff, der ankündigte, das Projekt nun wie geplant durchzuführen.

Laut Apple hat die Änderung der Regeln aber ganz andere Gründe. Das Verbot für eine gemeinsame Verwendung des älteren 30-Pin- und des neuen Lightning-Anschlusses sei wegen technischen Problemen ausgesprochen worden, die inzwischen jedoch behoben wurden. Nun sei auch Zubehör erlaubt, das beide Anschlüsse verwendet.

Originalmeldung: Die Multi-Ladestation POP sollte in der Lage sein, alle möglichen Geräte mit verschiedenen, einziehbaren Kabeln aufzuladen. Dabei sollte es egal sein, ob es sich dabei um ein iPhone oder iPad mit dem alten 30-Pin- oder dem neuen Lightning-Anschluss oder um ein Android-Gerät mit micro-USB-Anschluss handelt. Auch eine mobile Version mit integriertem Akku war geplant.

Das Konzept fand viel Anklang und übertraf das Finanzierungsziel von 50.000 US-Dollar mit 139.170 US-Dollar deutlich. Trotzdem ist das Projekt nun aufgrund bislang unbekannter Apple-Regeln gescheitert. Den Entwicklern war bekannt, dass man für die Verwendung des Lightning-Anschlusses eine Genehmigung von Apple benötigt. Das alleine wäre wohl kein Problem gewesen. Doch Apple verweigert anscheinend seit kurzem jede Genehmigung für ein Produkt, in dem der Lighting-Anschluss zusammen mit irgendeinem anderen Auflade-Anschluss vorhanden ist. Sogar die Apple-eigenen 30-Pin-Anschlüsse sind nicht gleichzeitig erlaubt.

Da POP deswegen nicht mehr so gebaut werden kann, wie es auf Kickstarter versprochen wurde, erhalten Unterstützer demnächst ihr Geld zurück. Ob die Entwickler die 3 Prozent Gebühren für die Zahlungen über Kreditkarten und die 5 Prozent Gebühren für Kickstarter nun aus der eigenen Tasche begleichen müssen, ist nicht klar. Es handelt sich dabei um die Gesamtsumme von 11.000 US-Dollar, umgerechnet rund 8.350 Euro.

Multi-Ladestation POPMulti-Ladestation POP


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