Augmented Reality - Verstorbene grüßen an ihrem Grab

Augmented Reality ist laut vielen Unternehmen eine Technik mit großer Zukunft. In Japan ist man wie so oft schon einen Schritt voraus.

von Georg Wieselsberger,
21.08.2017 09:36 Uhr

Augmented Reality kann an Verstorbene erinnern. (Bildquelle: Soranews24)Augmented Reality kann an Verstorbene erinnern. (Bildquelle: Soranews24)

Die Webseite Soranews24 berichtet darüber, dass Augmented Reality in Japan nicht nur durch Pokémon Go sehr populär geworden ist, sondern die Technik auch auf viele andere Arten eingesetzt wird. Beispielsweise gibt es AR-Pinguine, die dabei helfen, sich in Tokio zurechtzufinden. Ein Unternehmen aus der Grabstein-Branche, die man nicht unbedingt mit zukunftsträchtigen Technologien in Verbindung bringt, hat laut dem Bericht nun einen neuen Service gestartet.

Virtuelle Grabstätten mit Nachricht

Ryioshin Sekizai, so die Bezeichnung der Firma, bietet an, eine virtuelle Grabstätte für Verstorbene einzurichten. Auf dem Foto über dieser Meldung ist zu sehen, wie ein Nutzer auf seinem Smartphone per Augmented-Reality eine Nachricht seiner verstorbenen Eltern erhält, die übersetzt bedeutet: »Pass auf dich auf. Wir werden immer über dich wachen.«

An welchem Ort diese Augmented-Reality-Nachrichten tatsächlich zu sehen sind, kann der Nutzer des Dienstes selbst bestimmen. Es muss sich also nicht unbedingt um das Grab eines Verstorbenen handeln, es ist auch möglich, jeden beliebigen Ort der Welt zu nutzen und damit beispielsweise Erinnerungen an schöne Erlebnisse zu bewahren.

Bilder, Videos und Texte zu Lebzeiten einrichtbar

Angezeigt werden entweder Bilder oder Videos, zusammen mit einer Textnachricht. Natürlich ist es Kunden auch möglich, diese Nachrichten an ihre eigenen Hinterbliebenen noch einzurichten, solange sie selbst noch leben. Augmented Reality schafft also auch hier vollkommen neue Möglichkeiten und dürfte wohl den schon vor vielen Jahren erfundenen Bildschirm mit Videobotschaften in Grabsteinen ersetzen.

Ryioshin Sekizai bietet zusätzlich auch noch an, sich um bis zu 15 Jahre um die Asche von Verstorbenen zu kümmern, da in Japan wie in vielen anderen Ländern Einäscherungen und nicht Erdbestattungen den Großteil der Beerdigungen ausmachen.


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