Wenn euch euer PC zu leise ist: Neuer RAM-Hersteller betritt den Markt und geht gleich mal in die Vollen

Ein chinesischer RAM-Hersteller beeindruckt mit den Angaben zu einem kommenden Arbeitsspeicher-Kit – muss dafür aber auch einen auffälligen Kühler auf die Riegel packen.

Nein, das ist keine Grafikkarte - sondern der Kühler eines kommenden Arbeitsspeicherkits. Nein, das ist keine Grafikkarte - sondern der Kühler eines kommenden Arbeitsspeicherkits.

Der Markt an Arbeitsspeicherriegeln ist vergleichsweise etabliert; nur selten treten neue Hersteller auf den Plan, die mit einer echten Neuerung aufwarten. Das hierzulande eher unbekannte chinesische Unternehmen Biwin will dennoch versuchen, den RAM-Markt aufzumischen – und zielt dafür mit einem markanten Kühler auf das Enthusiastensegment ab.

RAM-Latenzen am Anschlag

Zu diesem Zweck kündigt Biwin die neue »Vortex«-DDR5-Riegel unter der Submarke »Origin Code« an. Das Kit selbst besteht aus bis zu vier solcher Arbeitsspeicherriegel mit einer Kapazität von jeweils 64 GByte; macht in der Summe bis zu 256 GByte, die ihr hiermit verbauen könnt.

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Spannend wird es allerdings, wenn wir uns die zugehörigen Latenzen und Taktraten ansehen. Denn die Vortex-Arbeitsspeicher werden in folgenden Varianten angeboten:

  • 6.200 MT/s CL26 32 GByte
  • 6.000 MT/s CL26 48 GByte
  • 6.000 MT/s CL26 192 GByte
  • 6.000 MT/s CL30 256 GByte

Die CL-Zahl ist die Kennziffer für die CAS-Latenz – also wie viele Taktzyklen das Modul benötigt, um die angeforderten Daten bereitzustellen. Weniger ist in diesem Kontext besser, geht aber in der Regel mit niedrigeren Taktraten einher, die ebenso wichtig für die Effektivität eures Arbeitsspeichers sind.

Angesichts dessen gibt es einen als »Sweetspot«, der je nach Generation unterschiedlich ist. AMD erklärte etwa DDR5-RAM mit CL30 und 6.000 MT/s für den effektivsten Punkt. Ebenso können Riegel mit höherer Kapazität nicht unbedingt gut mit der Kombination aus niedriger Latenz und hoher Taktrate umgehen.

Da Biwin diese Taktrate (und höher) bei geringerer Latenz anbieten kann, ist zumindest in der Theorie eine Leistungssteigerung denkbar – ohne den Verzicht auf hohe Kapazitäten, wohlgemerkt.

Mit solchen Werten gilt der Vortex-Arbeitsspeicher allerdings als übertaktet, was wiederum zu einer größeren Wärmeabgabe führt.

Dem will der Hersteller mit einem auffälligen Kühler entgegenwirken: Ein 40 x 40 x 20 mm großes Modul mit drei Lüftern auf den Riegeln soll, laut Hersteller, eine bis zu 40 Prozent bessere Wärmeableitung bieten. Biwin verspricht zwar flüsterleisen Betrieb, gibt allerdings keine Dezibelangaben an. Es ist also davon auszugehen, dass die Arbeitsspeicherkühlung unter Volllast durchaus hörbar bleibt.

Wie gut sich die neuen Vortex-Riegel tatsächlich schlagen, dürften wir zum Release im kommenden Oktober erfahren – gleiches gilt auch für den Preis, den der Hersteller noch offen lässt.

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