Breitbandinternet: Telekom beschleunigt Glasfaser-Ausbau mit KI-Fahrzeug

Die Deutsche Telekom schickt ein KI-Fahrzeug auf die Straße, das mithilfe einer speziellen Karte am Breitbandausbau mitwirken soll.

von Sara Petzold,
07.08.2019 18:24 Uhr

Die Deutsche Telekom setzt beim Breitbandausbau neuerdings auf die Hilfe Künstlicher Intelligenz.Die Deutsche Telekom setzt beim Breitbandausbau neuerdings auf die Hilfe Künstlicher Intelligenz.

Um den Breitbandbandausbau voranzutreiben, verlässt sich die Deutsche Telekom neuerdings auf die Unterstützung künstlicher Intelligenz: Wie die Telekom im offiziellen Blog (via ComputerBase) schreibt, schickt das Unternehmen mit Projekt I.R.I.S. ein Messfahrzeug auf die Straße, das mithilfe von KI eine spezielle 3D-Umgebungskarte für die Planung des Ausbaus erstellt.

I.R.I.S. (»Integrated Road Information System«) nutzt dafür Kameras, GPS sowie Laserscanner und berechnet anhand der aufgenommenen Daten (darunter Standorte von Häusern, Straßen, Gullydeckeln, Bäumen und Bordsteinen) die Punkte, die sich für entsprechende Baumaßnahmen am besten eignen - etwa basierend auf der Beschaffenheit des Untergrunds und möglichen Folgekosten.

Anschließend prüfen die Netzplaner der Telekom das Ergebnis - denn »ganz ohne den Menschen wird es nicht funktionieren«, wie der Projektleiter Stefan Bonato konstatiert.

KI vereinfacht den Planungsprozess

Trotzdem: I.R.I.S. soll die Planungsarbeiten deutlich beschleunigen, weil sich die menschlichen Planer einen Großteil der Analysearbeit vor Ort und auf Karten sparen können. Das Fahrzeug ist mobil und führt die entsprechenden Messungen quasi im Vorbeifahren aus, dadurch fallen auch die sonst oft notwendigen Straßensperrungen zu Messzwecken weg.

Bislang hat die Telekom das Messfahrzeug bereits in der Kleinstadt Bornheim im südlichen NRW eingesetzt. Dort will das Unternehmen alle Häuser mit einem FTTH-Anschluss versorgen, was 300 Kilometer an Glasfaserkabel voraussetzt.

I.R.I.S. kam dabei bereits ausgiebig zum Einsatz: Das Fahrzeug vermaß 300 Kilometer Straße und berechnete unter anderem anhand von einem Terabyte an Fotos 330.000 mögliche Trassenabschnitte.


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