Oma wusste es besser! Warum ich Butter so aufbewahre, wie vor 150 Jahren

Der weltberühmte Sternekoch Marco Pierre White sagt: »Ein Leben ohne Butter ist kein Leben!« – nur bewahren 99% von uns Butter seit Jahrzehnten falsch auf. Ich gehe jetzt zurück zu einer sehr alten, aber viel besseren Methode.

Butter muss nicht in den Kühlschrank. Das wussten bereits unsere Großeltern. Butter muss nicht in den Kühlschrank. Das wussten bereits unsere Großeltern.

Butter ist in den Küchen Europas ein wichtiger Bestandteil, und doch lagern die meisten ihre Butter in meinen Augen falsch. Die meisten werden den Frust kennen, steinharte Butter zum Frühstück oder Abendbrot auf dem Gebäckstück ihrer Wahl zu verteilen. Umgekehrt ist es umso schöner, wenn die Butter weich und streichzart ist.

Schon unsere Großeltern kannten einen simplen Trick, wie ihre Butter immer weich und streichzart blieb und dennoch haltbar war. Ich wechsle jetzt zurück zu dieser weit über 100 Jahre alten Methode.

Diese Methode der Butter-Lagerung ist weit über 100 Jahre alt

Butter gehört bei uns nicht mehr in den Kühlschrank

Kühlschränke waren sicherlich die größte Revolution in der Aufbewahrung verderblicher Lebensmittel, und natürlich könnte ich mir ein Leben ohne Kühlschrank nicht mehr vorstellen. Ein Kühlschrank ist aber nicht in jedem Fall die perfekte Lösung.

Eine klassische Butterdose kommt mir nicht mehr in die Küche, seit ich eine bessere, uralte Möglichkeit kenne. Eine klassische Butterdose kommt mir nicht mehr in die Küche, seit ich eine bessere, uralte Möglichkeit kenne.

Ich bin es auf alle Fälle leid geworden, mich insbesondere beim Frühstück immer wieder über steinharte Butter zu ärgern, die mir mein Brot oder meine Semmel buchstäblich beim Versuch, sie zu verstreichen, in Fetzen reißt. Ich setze jetzt auf eine simple, günstige und uralte Alternative aus Frankreich.

Diese uralte französische Methode ist für Butter unschlagbar

Die französische Butterdose aus dem 18. Jahrhundert erlebt eine Renaissance

Die Lösung wird von den meisten Butterglocke oder auch französische Butterdose genannt. Sie stammt ursprünglich – wie der Name bereits vermuten lässt – aus Frankreich und wurde vermutlich im späten 18. Jahrhundert entwickelt.

Mit einer Butterglocke bewahrt ihr eure Butter nicht im Kühlschrank, sondern bei Raumtemperatur auf, und sie wird dennoch nicht ranzig. Wie genau das funktioniert, erkläre ich gleich.

Den Luxus von streichzarter Butter genießen wir jetzt jeden Morgen, seit wir eine Butterglocke verwenden. Den Luxus von streichzarter Butter genießen wir jetzt jeden Morgen, seit wir eine Butterglocke verwenden.

Butterglocken gibt es schon für ein paar Euro und in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Die meinem Geschmack nach schönsten französischen Butterdosen zeige ich euch hier:

Wie funktioniert eine Butterglocke?

Wenn ihr die KI befragt, wie eine Butterglocke funktioniert, dann ist die Wahrscheinlichkeit leider hoch, dass ihr das Wort „wassergekühlt“ zu lesen bekommt. Das stimmt so nicht, aber zum Glück braucht es kein KI-Rechenzentrum in Übersee, um das Prinzip einer Butterglocke zu erklären.

Obwohl in einer Butterglocke tatsächlich Wasser ein entscheidender Faktor ist, dient es nicht zur Kühlung der Butter. Schaut euch hier zuerst einmal die Grafik zum Aufbau einer üblichen Butterglocke an:

Eine Butterglocke oder französische Butterdose macht Butter mithilfe von Wasser länger haltbar. Eine Butterglocke oder französische Butterdose macht Butter mithilfe von Wasser länger haltbar.

Die Oberseite einer Butterglocke besteht meistens aus einer Art Deckel mit einem umgedrehten Gefäß, ähnlich wie einer Tasse auf der Unterseite. In diese „Tasse“, also die namensgebende Glocke, füllt ihr weiche Butter, indem ihr sie mit einem Löffel, Teigschaber oder Ähnlichem kräftig hineinstreicht.

In der Unterseite der Butterglocke befindet sich ein bisschen Wasser. Das sorgt für einen luftdichten Abschluss, wenn ihr die Glocke in die Unterseite kippt. Angst, dass die Butter aus der Glocke läuft, braucht ihr übrigens bis circa 25°C Raumtemperatur nicht zu haben.

Wie lange hält sich Butter bei Raumtemperatur in einer Butterglocke?

Bei uns übliche, ungesalzene Süß- oder Sauerrahmbutter hält sich in einer Butterglocke je nach Raumtemperatur locker zehn bis 14 Tage. Danach beginnt sie allmählich, sauer zu werden. In dieser Zeit sollte das Schlückchen Wasser regelmäßig gewechselt werden.

Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich, dass eine Butterglocke für euch nicht die richtige Wahl ist, wenn ein Stück Butter in der Regel mehrere Wochen in eurem Kühlschrank verbringt, bevor ihr es aufbraucht.

Solltet ihr stattdessen gesalzene Butter in einer Butterglocke lagern wollen, verlängert sich die Haltbarkeit drastisch. Vier bis fünf Wochen sind bei gesalzener Butter nicht untypisch.

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