Ich muss zwar immer an Dr. Evil aus Austin Powers denken, wenn ich das Wort Laser
höre, aber hier ist das kein Film, sondern meine neue Realität. Ich habe nämlich jetzt ein Gerät daheim, das mit einem echten Laser arbeitet.
Am Anfang habe ich noch gar nicht umrissen, wie unfassbar viel man damit anstellenn kann. Jetzt, einige Wochen später, bin ich Feuer und Flamme für mein neues Tool. Denn vor allem zur kommenden Weihnachtszeit kann ich nun endlich fast alle meine Geschenke selbermachen. Mit viel Liebe, individuell und richtig, richtig schick. Ich freue mich jetzt schon drauf, alles zu verschenken!
Holt euch hier den Laser für Zuhause - aktuell sogar im Angebot bei Amazon!Laser als Multitool: Mit ihm kann ich Holz, Glas und sogar Stein bearbeiten
Konkret habe ich als Testgerät aktuell den Creality Falcon A1C bei mir. Das ist eher ein Einsteigergerät, in meinen Augen aber genau deswegen perfekt für den Privatgebrauch. Der Einstiegspreis ist human, aber ihr habt alle wichtigen Möglichkeiten. Der Falcon A1C ist ein Lasergravierer in einem geschlossenen Gehäuse. Von den Maßen her kann er 15x15 Zentimeter große Flächen bearbeiten mit einer maximalen höhe von etwa 14,8 Zentimetern.
Was sehr cool ist: Es gibt austauschbare Laserköpfe mit 5 oder 10 Watt und einen 1,2-Watt-IR-Laser für Metalle und Kunststoffe.
Specs, Auspacken und Inbetriebnahme: Echt kinderleicht!
Der A1C ist wirklich kompakt, bei uns steht er im Büro auf einem kleinen Seitentischchen neben dem Schreibtisch. Bei der Inbetriebnahme kann man eigentlich kaum etwas falsch machen. Die Anleitung erklärt alles gut und die Teile sind selbsterklärend. Ihr bekommt natürlich ein Netzkabel, die Gravurplatte, einen zusätzlichen Laser-Kopf, ein USB-Kabel und den USB-Key-Stecker. Den braucht ihr als Sicherheitsschlüssel.
Die Anschlüsse sind allesammt beschriftet, was die ganze Einrichtung nochmal leichterr macht. Auch ein kleiner Abluftschlauch ist mit dabei, der per Klemme am Gravierer selbst befestigt wird und dann am Fenster heraushängen kann. Es wird allgemein sehr empfohlen ihn beim Gravieren auch zu verwenden, insbesondere bei Kunststoffen oder Leder.
Gehäuse & Abmessungen
- Bauart: Vollständig geschlossenes Desktop-Gehäuse (Laserklasse 1 – sicher für Wohnraum & Schule).
- Geräteabmessungen: 336 x 377 x 341 mm
- Gewicht: ca. 9,7 kg (Basismodell) bis 9,8 kg (KI-Version)
- Arbeitsbereich (X/Y): 150 x 150 mm
- Max. Werkstückhöhe (Z): 148 mm (durch integrierte, motorisierte Hubplattform)
Laser & Performance
- Unterstützte Lasermodule (werkzeuglos wechselbar):
- 5-Watt-Diodenlaser (445 nm – für Einsteiger, Papier und Holz)
- 10-Watt-Diodenlaser (445 nm – für tiefere Schnitte und Gravuren)
- 1,2-Watt-IR-Laser (1064 nm – für Kunststoffe und unbeschichtete Metalle)
- Max. Gravurgeschwindigkeit: 15.000 mm/min
- Fokussierung: Vollautomatischer Autofokus per mechanischem Sensorstift
KI & Smarte Features
- Kamera: HD-KI-Kamera für Echtzeit-Vorschau, Werkstück-Positionierung und automatisches Layouting
- Materialtest-Funktion: Generiert per App automatisch Leistungs- und Geschwindigkeitsraster
Sicherheit & Konnektivität
- Sicherheitsausstattung: Not-Aus-Schalter, physischer USB-Sicherheitsschlüssel, Flammenerkennung, Kippschutz und automatischer Stopp beim Öffnen des Deckels
- Konnektivität: Wi-Fi, Bluetooth (BLE) und USB Type-C (Offline-Betrieb per USB-Stick möglich)
- Software-Unterstützung: Creality App (iOS/Android), Creality Falcon Design Space (PC) und LightBurn
- Optionales Zubehör: Drehwalzen-Set (Rotary Kit für Becher/Flaschen), externer Rauchfilter/Absaugung
Damit ihr auch etwas damit gravieren könnt, braucht ihr nur einen Laptop, PC oder das Handy. Leider gibt es hier keine WiFi-Übertragung, sondern funktioniert nur per USB. Im Angesicht des Preises ist das aber wohl zu verschmerzen.
Die Software selbst heißt Falcon Design Space, ist natürlich kostenlos und für Windows und macOS verfügbar.
Hier geht's zum Lasergravierer bei Amazaon!Was kann der Lasergravierer nun wirklich?
Ich hatte wirklich absolut keine Vorerfahrung zu diesem Thema, daher war es für mich auch erstmal ein Aufbruch ins Unbekannte. Die Einarbeitungszeit war allerdings deutlich kürzer als befürchtet: Aufbau und Inbetriebnahme waren wirklich sehr simpel und die größte Aufmerksamkeit erfordert die Software.
Ich bin hier mit ein paar Fragen an die KI meines Vertrauens gestartet, außerdem gibt es direkt beim ersten Starten eine Probegravur. Man legt einfach nur eine der mitgelieferten Holzplatten auf die Gravierplatte, macht den Deckel zu und startet mit wenigen Klicks am Laptop die erste Gravur.
Per Kamera und intelligenter Software bestimmt der Laser dann seine exakte Position für die Gravur. Es ist echt auch krass, wie schnell das dann alles geht. Ruckzuck war innerhalb von zehn Minuten direkt mein erstes Werk fertig. Sogar schon mit dem Namen vom Sohnemann.
Ein paar Punkte muss ich da direkt lobend erwähnen: Die Präzision der Gravur ist echt beeindruckend genau und präzise. Sogar so richtig kleinteilige Muster, Schrift oder Schnörkel werden mehr als Millimetergenau eingelasert. Ihr könnt also ruhig wirklich komplexe Designs wählen, ohne dass hinterher Murks herauskommt.
Besonders auf Leder und auf Holz fand ich die Ergebnisse bisher echt hervorragend. Zu den weiteren Materialien habe ich noch nicht so viel Erfahrung sammeln können, aber hier liefer ich noch vor Weihnachten ein Fazit nach mehreren Monaten.
Ebenfalls begrüße ich auch die Schutzklappe: Mit zwei Kindern und Tieren im Haushalt ist es schon sehr sinnvoll einenn geschlossenen Gravierer zu nehmen; auch wegen der Absaugung der Dämpfe.
Was kann man alles mit so einem Gravierer machen?
Damit ihr eine bessere Vorstellung damit habt, was alles mit so einem kleinen Gerät möglich ist, hier sind mal meine Ideen, die ich mir bisher aufgeschrieben habe:
- Holz-Frühstücksbrettchen mit Namen oder Sprüchen
- Schiefer-Untersetzer mit Mandalas oder Logos
- Leder-Geldbörsen und Schlüsselanhänger mit Muster
- Gravuren auf pulverbeschichteten Thermosbechern
- Mehrschichtige 3D-Wandbilder aus Sperrholz
- Individuelle Wanduhren aus Holz oder Acryl
- Filigrane Papierschnitte für Beleuchtungs-Schattenboxen
- Personalisierte Holz-Bilderrahmen
- 3D-Steckpuzzles und Bausätze
- Selbstgemachte Brettspiele, Spielsteine und Schachbretter
- Lernspielzeug und Holzbuchstaben für Kinder
- Metall-Visitenkarten aus eloxiertem Aluminium
- QR-Codes und Logos auf Kunststoff-Gehäusen (mit IR-Laser)
- Hochzeits-Dekoration und Tischkarten aus Holz
- Stilisierte Portraits von Freunden, Familie oder Tieren
Meine Tipps für euch, Kritikpunkte und mein Fazit
Nach meinen ersten Versuchen sind mir auch drei Dinge aufgefallen, die noch erwähnenswert sind: Bei sehr leichten Materialien, also Papier oder Folie beispielsweise, müsst ihr aufpassen. Beim Autofokus fährt nämlich der mechanische Fühler nach unten und drückt diese leicht ein - das kann zu kleinen Formfehlern führen. Der Lüfter kann das Papier außerdem wegpusten. Am besten fixiert ihr sowas vorher also mit kleinen Klammern.
Bei mir war es so, dass das Gerät nach dem auspacken erstmal tot war. Der Fehler war schnell gefunden: Es gibt einen Notausschalter am Drucker selbst. Der ist groß und rot, also nicht zu übersehen. Der war bei mir eingerastet und musste nur kurz gelöst werden - schon ging alles. Da musste ich allerdings auch erstmal suchen.
Wo ihr auch ein bisschen aufpassen müsst, ist Acryl. Durchsichtiges geht ohnehin nicht, aber auch die Kanten werden da nicht ganz perfekt, da sie leicht anschmelzen.
Meine Meinung zum Creality Falcon A1C Lasergravierer
Wenn ich meinen neuen Laser kritisieren müsste, dann habe ich im Grunde genommen nur zwei Punkte: Einerseits wäre eine App mit Drathlosverbindung schon echt super gewesen, denn so muss ich halt doch immer den Laptop anschließenn. Das macht die Aufstellung einfach ein wenig komplizierter.
Mein zweiter Kritikpunkt ist irgendwie krude, da der A1C hier Opfer seines eigenen Erfolges ist: Die 15x15 Zentimeter Arbeitsfläche sind einfach sehr begrenzt. Je mehr ich ihn benutze, desto mehr wächst in mir der Wunsch nach mehr Platz. Den gibt es auch, das wäre der Creality Falcon A1 (ohne C), aber der ist dann doch nochmal eine Ecke teurer.
Doch alleine das zeigt schon, wie gut das Gerät eigentlich ist. Er ist wirklich nicht einfach nur ein Spielzeug, sondern ein richtig cooles und praktisches Tool. Je mehr ich mit ihm mache, desto mehr Ideen kommen mir. Gerade jetzt, wo Weihnachten näherrückt, freue ich mich schon sehr darauf, dass ich dieses Jahr viele Geschenke selbst designen kann. Das ist mir 1000 Mal lieber als nur irgendetwas zu kaufen. Geschweige denn den nächsten Gutschein zu verschenken.
Wer gerne kreativ ist und mal ein echt cooles Hobby sucht: Hier seid ihr richtig.
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